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Krank statt schlank

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Krank statt schlank

Wenn die Diät zur Sucht wird, stellt Ihr Euren Körper vor eine große Herausforderung.

Krank statt Schlank

Wie die Mangelernährung den Körper beeinflusst:

Diät als Einstiegsdroge in die Essstörung.

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35%

der Deutschen haben schon mal eine Diät gemacht.

4,25%

leiden der Zeit an einer Essstörung.

Teenager gelten als die umsatzstärkste Gruppe bei Diätprodukten.

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Jedes dritte Mädchen im Alter von 17 Jahren zeigt Hinweise auf eine Essstörung.

Über welche gesundheitsschädlichen Aspekte wird sich bei der alltäglichen Ernährung am meisten Gedanken gemacht?

49 Prozent der Befragten machen sich bei ihrer alltäglichen Ernährung Gedanken über Fette.

Fette
49%
Gewichtszunahme
48%
Zucker
41%
Pestizide
40%

Damit der menschliche Körper optimal funktionieren kann, benötigt er verschiedene Nährstoffe und Energie:

Mineralstoffe und Spurenelemente sind zwar keine Energielieferanten, sorgen jedoch für die Bildung von Antikörpern und helfen unsere Körperflüssigkeiten im Gleichgewicht zu halten. Außerdem sind sie am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt.

Kohleyhydrate

Kohlenhydrate

sorgen für bessere Gehirnaktivität und einen konstanten Blutzuckerspiegel

Proteine

Proteine

bilden Antikörper, stärken das Bindegewebe & sind wichtig für Muskelaufbau

Fette

Fette

sind Energiereserven
und ein guter Isolator gegen Kälte

Vitamine

Vitamine

sind Bestandteile wichtiger Hormone (Iod für die Aktivität der Schilddrüse)

Erleidet unser Körper einen Mangel an wichtigen Mineralstoffen bricht unser Kreislaufsystem nach geraumer Zeit zusammen.
Kalzium

ist der wichtigste Mineralstoff des menschlichen Organismus. Er ist am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt. Außerdem spielt er bei der Blutgerinnung eine große Rolle.

Eisen

ist ein Spurenelement, das für den Sauerstofftransport im Blut und für die Wirksamkeit von einigen Enzymen benötigt wird.

Magnesium

ist für die Nerven- funktion und für die Muskelbewegung essenziell. Außerdem hilft Magnesium bei der Aufnahme von Proteinen, sowie der Nutzung von Fetten und Kohlenhydraten.

Chlorid

ist Bestandteil der Magensäure und übernimmt im Körper eine wichtige Funktion bei der Regulation des Wasserhaushaltes.

Was sagen Ernährungsexperten zu diesem Thema?

Es ranken sich verschiedene Mythen und Meinungen um das Thema Diäten. Um ein bisschen Klarheit in die Thematik zu bringen haben wir Experten befragt.

Nadine Müller,

Techniker Krankenkasse

Woran erkenne ich, dass eine Mono-Diät/Crashdiät mir mehr schadet als hilft?

"Crash-Diäten klingen oft verführerisch, weil sie in kurzer Zeit eine hohe Gewichtsabnahme versprechen. Auch wenn sie kurzfristig wirken, bringen strikte Vorsätze oder rigide Diätvorschriften keinen dauerhaften Erfolg. Je karger und einseitiger sie sind, desto größer die Chance, nach der Diät ein höheres Gewicht zu erreichen als vorher. Der Jo-Jo-Effekt tritt ein.
Der Grund: Der Körper lernt in den "mageren Zeiten", mit so wenig Nahrung wie möglich auszukommen. Bei häufigen Diätversuchen, wiederholen sich diese Zeiten und der Körper drosselt seinen Energieverbrauch. Wenn nach der Diät wieder normal gegessen wird, legt der Körper die zusätzlichen Kalorien in Form von Fettdepots als Reserve für die nächste Hungerperiode an."
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Stefan Koffinke,

Dipl.-Ökotrophologe

Würden Sie eine Mono-Diät/Crash-Diät empfehlen? Wenn ja, wie lange dürfte sie höchstens dauern?

"Wer sehr viel weniger isst, reduziert damit auch die aufgenommen Nährstoffe. Wenn zu lange gehungert wird, kann es damit auch zu Mangelerscheinungen kommen. Ein weiteres Problem könnten auftretende Gallensteine sein. Wer allerdings diese Form der Diät nur eine begrenzte Zeit durchführt, kann durchaus Vorteile erfahren.
Sehr viele Menschen, besonders auch Männer, bekommen dadurch einen Motivationsschub, da schnell Erfolge sichtbar werden. Wichtig ist, dass mit dem Arzt besprochen wird, ob die Gesundheit eine kurze Radikaldiät zulässt, die auf jeden Fall in eine ausgewogene Ernährung münden sollte. Die Länge dieser Maßnahme ist umstritten, ich würde nicht mehr als einen Monat einplanen, besser zwei Wochen."
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Frank Ahlers,

Ernährungs- und Gesundheitstrainer

Welche ersten Anzeichen schließen darauf, eine Crash-Diät sofort zu beenden?

"Eine Crash-Diät sollte man gar nicht erst beginnen. Wir wissen bereits seit vielen Jahren, dass durch eine Crash-Diät keine dauerhafte Gewichtsreduktion erfolgt. Im Gegenteil: Der gefürchtete Jo-Jo-Effekt schlägt dann mit voller Wucht zu.
Crash-Diäten sind schlicht und ergreifend eine Mangelernährung, die - wenn man sich über einen längeren Zeitraum so ernährt - die typischen Mangelerscheinungen hervorrufen können wie Konzentrationsschwäche, fahles Hautbild, Kurzatmigkeit, Ermüdung, Schwächung des Immunsystems, steigende Anfälligkeit für Krankheiten und noch vieles mehr."
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Die häufigsten Fragen

Wie kann ich meine Ballaststoffe optimieren?
    Ursache hierfür ist ein zu niedriger Blutzuckerspiegel. Hier müssen Kohlenhydrate her. Zucker dämpft zwar kurzfristig den Heißhunger, aber in diesem Fall nur für kurze Zeit. Besser: eine Möhre knabbern, eine Scheibe Brot essen oder nicht zu süßes Obst. Und: Häufige Zwischenmahlzeiten verhindern Heißhungerattacken. Ob Sie lieber drei oder fünf mal am Tag essen, bleibt Geschmackssache. Wichtig ist, dass insgesamt nicht zu viel Energie aufgenommen wird.
Welche Rolle spielt Sport bei einer Diät?
    Bewegung ist ein zusätzlich nützlicher Effekt um das Abnehmen zu beschleunigen. Allerdings sollte eine gesunde Ernährung vorausgehen. Diese Kombination aus vernünftiger Ernährung und ausreichender Bewegung ist der Schlüssel zum Erfolg. Durch den Sport können zusätzliche Kalorien verbrannt werden. Außerdem sind Muskeln der natürliche Fettkiller des Körpers. Dazu fordert die Bewegung Energie! Die holt sich der Körper dann aus seinen Zucker- und Fettspeichern. Dazu können durch gesunde Ernährung überflüssige Kalorien eingespart werden. Somit wird mehr Energie verbrannt als zu sich genommen und durch das entstandene Kaloriendefizit können die Pfunde purzeln. Es muss kein Sport bis zum Muskelversagen getrieben werden. Auch Wandern oder Schwimmen können vollkommen ausreichend sein.
Wie wichtig sind Kohlenhydrate?
    Kohlenhydrate sind wichtige Energielieferanten. Ohne Sie ist es uns nicht möglich fit und leistungsfähig zu sein. Es sind Nahrungsbestandteile die bei der Verdauung zu Zucker abgebaut werden. Der Zucker wird dann mit Hilfe von Insulin aus der Blutbahn in die Körperzellen gebracht und anschließend in Energie umgewandelt. Es werden verschiedene Arten von Kohlenhydraten unterschieden. Je nach Anzahl der Zuckerbausteine werden die Kohlenhydrate in 3 Gruppen unterteilt. Einfachzucker = Glukose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker) Zweifachzucker = meistens der gebräuchliche Haushaltszucker, kommt auch häufig in Schokolade und Süßigkeiten vor. Mehrfachzucker = meint die Stärke, die zumeist in Getreide, Vollkornprodukten, Kartoffeln und Hülsenfrüchten enthalten ist. Ohne Bedenken können also Kohlenhydrate in Form von Mehrfachzucker gegessen werden. In gewissen Mengen wirken sich diese positiv auf den Körper aus.
Sind Fette gesund und welche sollte man öfter essen?
    Fette werden in gesättigte und ungesättigte Fettsäuren unterschieden. Als „gute“ Fettsäuren werden Omega-3 (Fischölkonzentrat, Rapsöl und Leinöl) und Omega-9 bzw. einfach ungesättigte Fettsäuren (Olivenöl, Kernöl, Rapsöl, Maiskeimöl, in Nüssen und Avocados) beschrieben. Einige mehrfach ungesättigte Fettsäuren können von dem Körper nicht selbst produziert werden und müssen durch die Nahrung aufgenommen werden, daher spricht man auch von essentiellen Fettsäuren. Diese können ruhig öfter auf dem Speiseplan stehen. Wenn man von „schlechten“ Fetten spricht sind die gesättigten Fettsäuren gemeint – meist tierische Fette. Sie sind nicht so gesund, weil sie Risiken wie Aterienverkalkung und die Erhöhung des Cholesterins steigern.
Blähbauch – was kann ich dagegen tun?
    Wenn der Bauch rumort, sichtbar vorsteht und man unangenehme Blähungen hat, kämpft man gegen einen Blähbauch. Dafür gibt es einige Ursachen. Ein paar Maßnahmen können getroffen werden um diesem vorzubeugen.
  • Häufiger mehrere und kleinere Mahlzeiten essen anstatt drei große. Wenn der Magen mit zu schwerem Essen belastet wird ruft das nicht nur Müdigkeit hervor, sondern auch einen Blähbauch.
  • Außerdem sollte man sich beim Essen Zeit lassen. Kleineres Essen wird schließlich schneller und einfacherer verdaut.
  • Ausreichend Trinken! Es hilft dem Körper die Nahrung ohne Schwierigkeiten zu verdauen. Allerdings sollte es Wasser sein, denn Alkohol, Kaffee und Cola begünstigen den Blähbauch.
  • Nach dem Essen noch eine Runde drehen. Denn Bewegung ist Gift für den Blähbauch. Egal ob es nur ein Spaziergang nach dem Essen ist oder das anstrengende Training im Fitnessstudio.
  • Auch ein Tee kann Wunder wirken. Alle Teesorten bis auf der schwarze Tee können den Magen beruhigen.
Was sind die ersten Merkmale und Symptome von Essstörungen?
    Es gibt viele Anzeichen für eine Mangelernährung bzw. für eine Wahrnehmungsstörung dem Körper gegenüber. Ein paar wichtige Eigenschaften, die ihr an euch erkennen könnt, haben wir aufgelistet.
  • Das Gefühl und die Bedürfnisse für den Körper gehen verloren.
  • Ständiges Wiegen, sich zu dick zu fühlen und das Kalorienzählen sind ebenfalls klassische Indikatoren für eine falsche Wahrnehmung.
  • Sparsamkeit, Reinlichkeit und eine spartanische Lebensweise, das heißt, man gönnt sich keine Entspannung oder Dinge die Spaß machen, damit der Kopf die Kontrolle über den Körper behält. Zum Beispiel: Exzessives Sporttreiben, alle Aktivitäten im Stehen erledigen.
  • Nach sehr eingeschränkten Essensregeln, wie sehr langsames oder heißes Essen, leben.
  • Durch die erworbene Lebensweise, mit denen nicht alle im Umfeld einverstanden sind, entfernt man sich von Freunden und der Familie.
  • Nicht selten sind die Folgen daraus Schwarz-Weiß Denken oder Depressionen.

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