Deutschlands liebster Durstlöscher

Kann man eigentlich auch zu viel Wasser trinken?

Die Temperaturen steigen und Millionen Deutsche schwören auf Wasser als Getränk der Wahl, wenn es um gesundes Auffüllen der körpereigenen Flüssigkeitsreserven geht. Das ist auch gut so – nur maßlos übertreiben sollte man nicht.

Datum:
Wasser trinken

Nichts erfrischt besser als kühles Wasser.

Wenn die Sommerhitze einsetzt und einem die Sonne aufs Haupt brennt, wünscht man sich nichts sehnlicher als Abkühlung. Der Körper schwitzt, um durch die Verdunstungskälte die Temperatur zu halten. Damit Ihr Körper nicht austrocknet, ist eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung wichtig. Am besten mit heißen oder lauwarmen Getränken, zum Beispiel Tee. Stilles Wasser aus der Flasche oder Leitungswasser aus dem Hahn tut es auch. Aber kann man eigentlich auch zu viel trinken?

Hyponatriämie

Tatsächlich ist die Gefahr durch eine zu hohe Flüssigkeitszufuhr für die meisten sehr gering, in Einzelfällen kann es bei Sportlern aber zu Gesundheitsgefährdung kommen. Es ist sogar möglich, daran zu sterben. Der Fachbegriff dazu heißt „Hyponatriämie“. Wenn ein Sportler in der Hitze bei Belastung stark schwitzt und das zugeführte Wasser nicht genug Natrium, also Salz, enthält, wäscht er mit dem Schweiß immer mehr Natrium aus seinem Körper – bis es zu Beschwerden kommt. Viele Langstreckenläufer kennen die leichte Form des Natriummangels, wenn Kopfschmerzen, Übelkeit oder Zittern auftreten. In den USA kamen 2014 sogar zwei junge Footballspieler ums Leben, die im Training weit mehr als zehn Liter Wasser getrunken hatten, um Muskelkrämpfen vorzubeugen.

So vermeiden Sie Probleme

Ärzte raten Sportlern, die auch bei großer Sommerhitze auf ihre Aktivitäten nicht verzichten möchten, erst dann Flüssigkeit zu sich zu nehmen, wenn sie auch Durst verspüren. Trainierte Körper kommen mit leichter Dehydrierung meist gut zurecht. Von speziellen Elektrolyt-Getränken raten die Experten ab, da die in der Regel eher Zucker als Salz enthalten und auch einen niedrigeren Natriumgehalt als das Blut aufweisen. Bei Symptomen wie Kopfschmerzen und Übelkeit sollten Sportler mit dem Training aufhören und zügig mineralhaltige Getränke zuführen.

Ausreichend Trinken ist wichtig

Für die Allgemeinheit gilt: Wer in der Sommerhitze drei bis vier Liter Wasser trinkt, braucht sich um seinen Natriumhaushalt noch keine Sorgen zu machen. Den meisten Mineralwassern ist Natrium zugesetzt. Leitungswasser enthält zwar weniger Natrium, aber da man über die Nahrung bereits sehr viel Natrium aufnimmt, empfehlen Ärzte es als idealen Durstlöscher.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.