TomTom fürs Herz

Smarte Pulsuhr: TomTom Multi-Sport Cardio im Test

TomTom ist bekannt für seine Navi-Systeme. Mit der smarten Multi-Sport Cardio Pulsuhr will der Hersteller Sportler ans Ziel führen. eVivam hat ausprobiert, was das Sport-Gadget so drauf hat.

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TomTom Multi-Sport Cardio

Per Druck auf die Vierfach-Taste wechselt die Anzeige der Multi-Sport Cardio zwischen zurückgelegter Strecke, Strecke zum Ziel und Pulsbereich.

Der niederländische Hersteller versteht sich prima auf Navis, aber kriegt er auch bei smarten Pulsuhren die Kurve? Nicht ganz. Die TomTom Multi-Sport Cardio hat zwar einen GPS-Empfänger, zum Navigieren taugt sie aber nicht. Dafür hilft sie Sportlern, ihre Trainingsziele zu erreichen.

Pulsmessung per Sensor

Die Cardio zeigt auf ihrem kontrastarmen Schwarz-Weiß-Display Puls, Trainingsdauer, zurückgelegte Strecke, Tempo, verbrauchte Kalorien – und die Uhrzeit. Zur Pulsmessung braucht die TomTom keinen Brustgurt, der Sensor dazu steckt in der Uhren-Rückseite. Dort liegt auch der Anschluss für das mitgelieferte USB-Kabel. Damit der Pulssensor mit seinen beiden Leuchtdioden und der Fotozelle dazwischen ordentlich arbeitet, muss der Sportler die Uhr ungewöhnlich hoch am Arm tragen, etwa zwei Fingerbreit oberhalb des Handgelenks. Außerdem muss sie recht stramm sitzen. Ist das breite Gummiarmband zu locker, rutscht die Uhr nach vorne und misst Mist.

Knubbel statt Touch

Die Bedienung der Cardio ist fix gelernt: Ein Tipp aufs Display ist nur nötig, um die Beleuchtung einzuschalten. Alle anderen Funktionen lassen sich über die Vier-Wege-Wippe unterm Display steuern: Nach rechts geht es zur Auswahl der Sportart, nach unten in die Detaileinstellungen oder zur Abfrage des Puls’ und anderer Daten. Größtes Manko: Der Tasten-Knubbel macht sich ziemlich dicke, lange Ärmel lassen sich nur widerwillig über die Uhr ziehen.

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Einstellen und Auswerten am PC

Der volle Funktionsumfang der Uhr lässt sich erst nach Anmeldung auf der TomTom-Website nutzen. Dort gibt der Sportler etwa Ruhe- und persönlichen Maximal-Puls ein, zudem kann er fünf vorgegebene Pulsbereiche anpassen, etwa für Ausdauer- oder Geschwindigkeitstraining. Die Uhr meldet sich per Piepston und Vibration, wenn der Nutzer einen gewünschten Pulsbereich über- oder unterschreitet. Außerdem zeigt das recht große Display wahlweise den aktuellen Puls an oder – schnell erfassbar –, in welchem Bereich er sich bewegt.
Am besten klappt die Auswertung nach dem Training am Computer. Ist die Uhr per USB verbunden, lädt sie automatisch die neuen Trainings-Daten auf die Website und zeigt sie übersichtlich an: gelaufene oder mit dem Rad gefahrene Route, Verlauf der Herzfrequenz, Geschwindigkeit und die erklommenen Höhen – leider nicht die im Treppenhaus, weil die GPS-Messung nur unter freiem Himmel klappt.

Fazit

Die TomTom kommt ohne Brustgurt aus, trägt aber dick auf. Die Funktionen sind gut, die Bedienung ist einfach. Wer die Uhr nur zum Laufen, nicht zum Radfahren und Schwimmen benötigt, greift besser zur 50 Euro günstigeren Runner Cardio.


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