Wander-Uhr mit Routenfunktion

TomTom Adventurer: Outdoor-Sportuhr im Praxis-Test

Für Abenteuer gemacht? Die TomTom Adventurer begleitet den Nutzer auf Wanderungen, beim Skifahren oder Radeln. Julia Struck hat sie ausprobiert und verrät, wie sie sich im Praxis-Test schlug.

Datum:
TomTom Adventurer Sportuhr

Die TomTom Adventurer ist die Outdoor-Variante der aktuellen TomTom-Sportuhren.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Die TomTom Adventurer ist eine leichte, wenn auch klobige Outdoor-Sportwatch, die sich einfach bedienen lässt. An Bord sind neben GPS- und Bewegungssensoren auch ein Pulssensor und ein Barometer. Per Computer kann der Nutzer GPX-Dateien übertragen und sich so auf der (Wander-)Route führen lassen.

Pro

  • Routenführung
  • Als Bluetooth-MP3-Player nutzbar
  • Wasserdicht bis 40 Meter
  • Lifterkennung beim Wintersport
  • Armbänder leicht wechselbar

Kontra

  • Klobig
  • Kleines Display
  • Akkulaufzeit im GPS-Modus kurz

TomTom Adventurer

Eine Sportuhr für die Berge – wer so etwas sucht, für den könnte die TomTom Adventurer die richtige sein. Dank Barometer und GPS-Sensor zeichnet sie Routen auch beim Wandern oder Wintersport in den Bergen auf. Julia Struck hat sie in der Praxis getestet und verrät hier ihre Erfahrungen.

TomTom Adventurer: Ausstattung

Das OLED-Display löst mit 144x168 Pixel auf. Es misst 22x25 Millimeter. Es ist zwar nicht besonders hochauflösend, aber gut ablesbar. Der Rand um das Display herum ist breit: Die Displayeinfassung kommt auf vier bis acht Millimeter und der Rahmen misst noch einmal einen halben Zentimeter, sodass das Gehäuse insgesamt rund 4x5 Zentimeter misst. Das Gehäuse ist 13 Millimeter hoch. Das (wechselbare) Armband ist 26 Millieter breit und trägt sich bequem. Mit 55 Gramm ist die Uhr zudem leicht genug. Die Adventurer ist wasserdicht bis 40 Meter. Praktisch ist die Musikfunktion: Über ein Programm (beispielsweise iTunes) lässt sich eine Wiedergabeliste auf die Uhr übertragen und sie überträgt per Bluetooth die Musik auf den Kopfhörer. 3 Gigabyte Speicher stehen zur Verfügung. Der Musikmodus beansprucht den Akku: Laut TomTom hält der bei aktiviertem GPS, Pulssensor und Musik fünf Stunden. Für die Joggingrunde sollte es also locker reichen.
TomTom Adventurer Tracker rausnehmen

Der Tracker mit Pulssensor ist herausnehmbar.

Bedienung und Ergebnisse aus dem Test

Laut TomTom hält der Akku zehn Stunden im Sportmodus und über 20 Stunden im Wandermodus. Im Praxis-Test war der Akku nach acht Stunden im Wandermodus bereits fast leer. Ohne Nutzung der Sportmodi reicht die Kapazität laut Hersteller drei Wochen. Die Bedienung der Uhr erfolgt über den Knopf unter dem Display. Er lässt sich in vier Richtungen drücken. Hoch bedeutet Musikmodus, rechts ist der Sportmodus, unten das Menü und links die Aktivitätsdaten (Schritte, Kalorien) des Tages und der vergangenen Woche.
TomTom Adventurer Route

Im Sportmodus lässt sich eine selbst erstellte Route auswählen.

Wandern mit der Adventurer

Wer mag, kann GPX-Dateien auf die Uhr laden. Das geht wie folgt: Man erstellt im Internet auf dem Computer (etwa über GPSies.com) eine Route. Die fertige GPS-Route lässt sich bei sports.tomtom.com hochladen. Wer die Uhr nun synchronisiert, hat die Route auf der Adventurer. Im Sportmodus kann man sie nun auswählen: Dafür drückt man den Knopf nach rechts, dann runter in die Sporteinstellungen. Im Menüpunkt Routen lässt sich die Strecke auswählen. Auf dem Display zeigt ein Pfeil die Richtung an und zeichnet den Weg auf, auch wenn man abweicht. Im Praxis-Test funktionierte das einwandfrei. Wer die Sporteinheit beginnt, muss daran denken, sie auch wieder zu beenden – sonst läuft die Aufzeichnung weiter. Leider erkennt die Adventurer nicht, wenn man Auto fährt und nicht mehr wandert.
TomTom Adventurer Kopfhörer Suche

Drückt man den Knopf nach oben, sucht die Uhr den Bluetooth-Kopfhörer.

Abgrenzung: TomTom Spark 3 und TomTom Runner 3

Zwei weitere – fast identische – Sportuhren hat TomTom derzeit im Programm: die Spark 3 und die Runner 3. Die TomTom Adventurer hat die gleiche Technik und die gleichen Sensoren unter der Haube. Die Adventurer unterscheidet sich bloß im Detail und zeichnet sich durch einige Zusatzfunktionen aus. Laufen, Radfahren, Laufband, Indoor Cycling, Schwimmen (Halle), Freestyle und Fitnessstudio zeichnet die Adventurer genau wie Spark 3 und Runner 3 auf. Im Gegensatz zu den anderen Modellen besitzt sie zusätzlich ein Barometer. Damit ist die Adventurer in der Lage, weitere Sportmodi zu registrieren, für die eine Höhenaufzeichnung sinnvoll ist: Wandern, Traillauf, Skifahren und Snowboard. Schönes Extra für Wintersportler: Die Uhr soll automatisch Liftfahrten erkennen und dem Nutzer Informationen zur vorangegangenen Abfahrt liefern.

In der Sports-App präsentieren sich die Ergebnisse übersichtlich.

Smartphone-Funktionen und Smartphone-App

Die Adventurer empfängt zwar keine Smartphone-Benachrichtigungen. Die Daten synchronisiert sie aber mit iPhones ab iOS 8 sowie vielen Android-Smartphones, darunter aktuelle Samsung-, Nexus-, HTC-, LG-, Sony-, Huawei- und OnePlus-Modelle. Auf der Homepage von TomTom sehen Sie die genaue Auflistung. Die Sports-App gliedert sich in vier Reiter: „Neueste“, „Aktivitäten“, „Entwicklung“ und „Verwalten“. So kann der Nutzer beliebig detailliert in die Ergebnisse eintauchen. Außerdem vergleicht die App neue Ergebnisse und zeigt Verschlechterungen oder Höchstleistungen. Übrigens: Wer kein Smartphone nutzt, kann die Uhr alternativ über das USB-Kabel mit dem PC synchronisieren.
TomTom Adventurer Armband orange

Das breite, stabile Armband trägt sich bequem.

Preis und Verfügbarkeit

Die TomTom Adventurer ist für eine UVP von 299 Euro verfügbar. Bei Amazon beispielsweise ist sie deutlich günstiger.

TomTom Adventurer

Julia Struck

von

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