Günstige Pulsuhr

Fünf Knöpfe, großes Display: Sigma Sport RC Move im Test

Pulskontrolle, Trainings-Analyse und Musik – die Sigma RC Move ist eine smarte Pulsuhr für wenig Geld. Ob sich der Kauf lohnt, zeigt eVivam in diesem Test.

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Sigma Sport RC Move Laufuhr

Sigma Sport RC Move: Die Pulsuhr selbst kommt ohne GPS aus. Stattdessen zapft sie den Ortungsdienst deines Handys an.

Die Pulsuhr Sigma RC Move gibt’s für weniger als 100 Euro – das ist günstig für eine Uhr mit Smartphone-Kontakt. Aber ist das Gadget auch clever genug? eVivam hat die smarte Sportuhr getestet und ihre Stärken und Schwächen ausgewertet.

Gurt und USB-Stift sind dabei

Als die Tester die 58 Gramm schwere Uhr aus der Pappschachtel schälten, purzelten noch ein Brustgurt mit Pulssensor, eine Lenkerhalterung fürs Fahrrad und ein fingernagelgroßer Bluetooth-USB-Stift auf den Tisch. Außerdem eine Karte mit Freischaltcode für die Trainingssoftware Sigma Data Center und ein Anleitungsheft in mehreren Sprachen.

Einfache Ausstattung

Die RC Move ist nur eine Stoppuhr mit Pulsmessung: Um das Lauftempo zu messen, muss sie per Bluetooth mit einem iPhone (ab iOS 7) verbunden sein. Die RC Move hat nämlich weder einen eigenen GPS-Chip noch Bewegungssensoren. Dieser Mangel hat aber auch Vorteile, denn so genügt der Uhr eine ganz normale Uhrenbatterie vom Typ CR2032. Die hält rund ein Jahr und kostet nur 2 Euro. Die Pulsmessung gehört zu den Stärken der Uhr. Denn die RC Move misst nicht nur EKG-genau, sie signalisiert während des Laufs unter anderem mit einer großen Balkenanzeige die Pulsbelastung. Abschaltbare Warntöne halten Jogger im Puls-Zielbereich. Gut: Intervall-Trainings mit wechselnder Belastung lassen sich mit der RC Move intuitiv planen und überwachen. Das ist mit etlichen teureren Sportuhren schwieriger.

Daten für die Sigma-Cloud

Fünf große Tasten an der Uhr machen die Bedienung einfach, auch während des Trainings. Die Menüstruktur ist übersichtlich, sodass die gedruckte Anleitung schnell entbehrlich ist. Nach dem Training zeigt die Uhr eine Zusammenfassung der Ergebnisse – insgesamt speichert die Uhr die Trainingsdaten für rund 260 Stunden. PC-Nutzer können die Uhr per Bluetooth-USB-Stift mit der Trainings-Software Datacenter verbinden. Dort und auch auf dem Smartphone mit der kostenlosen Move-App sieht nicht nur die Auswertung schöner aus, die Daten lassen sich dann auch in der Sigma Cloud bunkern, die Server in Europa nutzt. Pfiffig: Wer auf der RC-Move-Uhr ein sogenanntes Smartphone-Training startet, zapft nicht nur die Ortungssensoren des Handys an, sondern verlegt so auch die Steuerung für den Musik-Player des iPhones zum Handgelenk. Bleibt als dickes Manko, dass es für Android-Smartphones keine Move-App gibt.

Fazit

Der niedrige Preis ist fix erklärt: Der Laufuhr RC Move fehlen GPS und andere Sensoren. Im Duett mit einem iPhone ist diese Ausstattung aber nicht zwingend, und die Pulsmessung funktioniert gut.
Michael Link

von

Jahrgang 1965, studierte in Aachen Elektrotechnik und Geologie, seit dem Jahr 2000 in Hamburg. Beschäftigt sich mit allem, was mit Funk und Navigation zu tun hat. Faible für Dinge, die so neu sind, dass sie keiner versteht.

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