Tragbarer Laufcomputer

Polar M430: Test der Sportuhr

Ein Laufcomputer am Handgelenk informiert über Fitness und Erfolge bei Trainings. Ob Polar bei der M430 starke Technik gut verpackt hat, zeigt der Test.

Datum:
Polar M430 ums Handgelenk gebunden

Nichts für zarte Handgelenke: die Polar M430.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Die Polar M430 ist definitiv kein Mode-Accessoire, sondern ein richtiger Lauf-Computer. Neben GPS und Pulssensor bietet sie individualisierbare Trainingspläne. Zahlreiche Sportprofile kann man per Polar-Flow-App auf den Trainingscomputer übertragen.

Pro

  • GPS
  • Pulssensor
  • Trainingspläne
  • Viele Sportarten
  • Wasserdicht bis 30 Meter

Kontra

  • Nicht modisch
  • Kein Farbdisplay
  • Koppeln bedarf Geduld

Polar M430

Als „GPS-Trainingscomputer“ bezeichnet Polar den M430. Von einem solchen erwartet der Käufer keine Mode-Uhr. Dennoch sollte der Tragekomfort bei einem Gerät, das man sich ans Handgelenk bindet, stimmen. eVivam hat die Uhr im Alltag und beim Sport getestet.

Polar M430: Erster Eindruck

Dezent ist ein Wort, das die Polar M430 so gut beschreibt wie „flauschig“ eine Nacktkatze. Das Gehäuse ist mit 12 Millimetern etwas hoch. Der quadratische Bildschirm misst 24 Millimeter, störend ist dabei der etwas breite zusätzliche Rand, der viel Platz beansprucht, sodass die Maße des gesamten Bildschirms auf 40 x 34 Millimeter wachsen. Immerhin: Mit 51 Gramm ist die Uhr nicht zu schwer. Das schwarz-weiße Display löst mit 128 x 128 Pixel auf – das ist nicht bahnbrechend, aber gut lesbar. Ein schöner Rücken kann entzücken, im Falle der Polar Uhr stört aber, dass der Pulssensor hervorragt. Mit sechs Dioden will Polar den Puls möglichst genau bestimmen. Im Test zeigte sich, dass der durchschnittliche Puls tatsächlich mit nur geringen Abweichungen bestimmt wurde.
Polar M430

Der Pulssensor ist kein Hingucker, misst aber genau.

Polar M430

Auf einer Seite befinden sich drei, auf der anderen zwei Knöpfe.

Bedienung der Polar-Laufuhr

Einen Touchscreen gibt es nicht, sondern fünf rund um das Display verteilte Knöpfe. Nach etwas Eingewöhnung geht die Steuerung durch die Menüs in Ordnung, die Knöpfe reagieren allerdings etwas träge. Es gibt sieben Register zu denen man per Hoch- und Runter-Taste navigiert. Unter „Mein Tag“ zeigt der Laufcomputer verbrannte Kalorien, zurückgelegte Schritte und aktive Zeit. Außerdem setzt die Uhr hier Ziele: Sie gibt etwa an wie lange man noch stehen und sich bewegen sollte. Im „Tagebuch“ sieht der Nutzer die Ergebnisse der vergangenen Tage. Unter „Eingaben“ kann er Einstellungen vornehmen, unter „Meine HF“ den Puls bestimmen lassen. Der „Timer“ bietet klassische Stoppuhr-Funktionen und die „Favoriten“ hängen mit der Strava-App zusammen. Dort kann man seine Segmente, also Streckenabschnitte im zeitversetzten Rennen gegen andere, speichern.
Polar M430

Per Knopfdruck misst die Polar M430 den Fitnesszustand – theoretisch.

Die Sportmodi der Polar M430

Auf der Uhr gibt es individualisierbare Trainingspläne, etwa zur Marathon-Vorbereitung. Pläne für andere Sportarten lassen sich über die Polar-Flow-App für iPhone (ab iOS 9) und Android (ab 4.3) ergänzen und auf die Uhr überspielen. Schwimmen ist genauso dabei wie Reiten, Radfahren und über 100 weitere Sportarten. Bei den meisten Sportarten zeichnet die Uhr vor allem die Herzfrequenz auf und teilt sie in Zonen ein. Die Länge der geschwommenen Bahnen etwa erfasst sie nicht.
Polar M430

Diese Daten zeigt Polar Flow dem Nutzer nach dem Training im Online-Portal.

Funktionen und Probleme

Eine besondere Funktion der Polar M430 ist der Fitnesstest. Dabei legt der Nutzer sich für fünf Minuten auf den Boden. Die Uhr ermittelt dann das Fitness-Level. Im Test funktionierte das nicht bei allen Probanden einwandfrei, bei einigen zeigte die Uhr Fehlermeldungen. Probleme gab es auch beim erstmaligen Koppeln mit dem Smartphone. Ein Tipp: Es hilft, die Uhr zunächst per USB mit der Polar-Flow-App am Windows (Windows XP) oder Mac (ab OS X 10.6) zu verbinden.

» Download: Polar Flow für Mac und Windows
Polar M430

In der Smartphone-App kann sich der Nutzer die Auswertung auch ansehen.

Polar M430: Der Test

Im Test hielt der Akku 4,5 Tage durch. „Nur“ muss man sagen. Denn anderen Sportuhren, teils sogar mit Farbdisplay, geht erst nach doppelter Zeit der Saft aus, das gilt etwa für die Garmin Fenix 5S. Nicht im Test überzeugt hat der Tragekomfort. Die Rückseite ist zu breit, der Pulssensor drückt, wenn man das Armband für den Sport enger schallt. Die Polar M430 ist zu sperrig und unmodisch, befanden die Tester. Beim Sport wäre das noch okay. Allerdings: Wer Bewegungserinnerungen und Sleeptracker-Funktionen ausnutzt, muss die M430 den ganzen Tag tragen.

Preis und Verfügbarkeit

Die Polar M430 kostet 215 Euro (Stand 28. Juli 2017). Es gibt sie in Einheitsgröße M/L und in drei Farben: Grau, Orange oder Weiß. Die Armbänder sind nicht wechselbar.

Polar M430

Julia Struck

von

Beauty, Sport und Technik – für euch teste ich auf eVivam die besten neuen Produkte und fühle aktuellen Trends auf den Zahn!