Pulsuhr

Garmin Forerunner 15: Das kann die GPS-Laufuhr

Die Pulsuhr Garmin Forerunner 15 ist besonders für Anfänger geeignet. Das Gerät ist preisgünstig und einfach in der Bedienung. Wer mehr als die Basisfunktionen erwartet, muss tiefer in die Tasche greifen.

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Pulsuhr Garmin Forerunner 15

Die Sportuhr Garmin Forerunner 15 setzt auf ein schlichtes Schwarz-Weiß-Display. Per Funk verbindet sie sich mit einem Pulsgurt.

Pulsmessung ist wichtig, um vernünftig zu trainieren. Und die Garmin Forerunner 15 ist ein nützliches Tool zur Kontrolle seiner persönlichen Trainingsleistung. Sie ist Fitnessarmband und Laufuhr in einem: Im Alltag zählt sie Schritte, beim Lauftraining hält sie via Pulsgurt und Laufsensor alle wichtigen Daten fest, die du später in Garmins Online-Portal Connect überspielen kannst. Im Netz ist dann sichtbar, wo der Sportler mit seiner Forerunner 15 unterwegs war, er kann seine Daten auswerten und mit Freunden teilen.
Die Bedienung der Forerunner 15 ist denkbar einfach. Es gibt nur vier Knöpfe. Besonders Nutzer, die schon andere Garmin-Produkte kennen, finden sich schnell zurecht. Wenn du die Taste oben links drückst, schaltest du die Laufuhr ein. Tippst du die Taste nur kurz an, aktivierst du die Displaybeleuchtung. Ein Training startest du mit dem Knopf oben rechts.

Das Training mit der Garmin Forerunner 15

Bevor die Trainingsaufzeichnung beginnt, sucht die Forerunner 15 ein GPS-Signal. Das kann ganz schnell gehen, unter Umständen dauert die Suche aber auch ein paar Minuten. Beim Laufen speichert die Laufuhr dann die absolvierte Strecke und zeigt im Display diverse Daten an, etwa die Pulsfrequenz. Überschreitet der Herzschlag einen vorab gewählten Bereich, weist die Uhr den Träger mit Pieptönen darauf hin.
Sportler, die für ein bestimmtes Tempo trainieren, können den „Virtual Pacer“ einstellen, der sich bei Geschwindigkeitsänderungen bemerkbar macht. Nach dem Training zeigt die Forerunner 15 alle wichtigen Daten an, etwa die verbrannten Kalorien und die schnellste gelaufene Runde.
Garmin hat der Forerunner 15 einen stärkeren Akku spendiert. Beim Vorgängermodell Forerunner 10 war die Batterie nach vier Stunden leer. Die Forerunner 15 soll bis zu acht Stunden durchhalten. Das Aufladen dauert etwa eine Stunde. Dazu lässt sich die Uhr mit einem Ladekabel an einen USB-Stecker anschließen. Mit diesem Kabel überspielst du übrigens auch deine Laufdaten auf den Computer. Die Möglichkeit, Daten per Funk zu übertragen, etwa ans Smartphone, gibt es bei der Forerunner 15 nicht.
Garmin Forerunner 15 Varianten

Die Garmin Forerunner 15 gibt es in drei Farbvarianten für Frauen und zwei größeren Modellen für Männer.jpg

Kein hochauflösendes Display

Das Display der Forerunner 15 ist mit seinen 55 mal 32 Pixeln alles andere als hochauflösend. Preislich vergleichbare Geräte, etwa die „Runner“-Uhr von TomTom, haben zwar Displays mit mehr Bildpunkten. Im Einsatz macht sich die reduzierte Anzeige der Forerunner 15 aber nicht unangenehm bemerkbar. Das Display ist insgesamt gut ablesbar.
Der Standardbildschirm der Forerunner 15 zeigt die Uhrzeit und die Zahl der gelaufenen Schritte. Zusätzlich wird ein Schrittzähler-Balken angezeigt, der wächst, wenn du dich bewegst. Das erinnert ein wenig an die Balken-Funktion von Garmins Fitness-Armband Vivofit. Wie beim Vivofit „merkt“ sich die Forerunner 15, wie viel sich sein Träger bewegt – und passt das Schrittziel jeweils entsprechend an.
Die Forerunner 15 gibt es in verschiedenen Farbvarianten: Das 43 Gramm leichte Herrenmodell ist in Schwarz/Blau und Rot/Schwarz erhältlich, und die 36 Gramm leichte Damenversion gibt es in Schwarz/Grün, Türkis/Weiß und Violett/Weiß. Die Laufuhr ist nach Herstellerangaben wasserdicht bis fünf Bar – in der Praxis verdient die Forerunner damit aber eher das Attribut „spritzwassergeschützt“.

Fazit: gut für Anfänger

Anfänger sind mit der Laufuhr Forerunner 15 gut bedient. Insgesamt sind die Funktionen aufs Wesentliche beschränkt, aber für Einsteiger vollkommen ausreichend. Besonders punkten kann die Forerunner 15 mit ihrem günstigen Preis. Ambitionierte Sportler, die mehr Features wollen, sollten allerdings überlegen, eine Sportuhr aus einer höheren Preisklasse zu wählen.
Und: Für nur knapp 20 Euro mehr gibt es die Runner von TomTom. Das Gerät hat vergleichbare Funktionen wie die Forerunner 15, punktet aber mit einem besseren Display und kabelloser Datenübertragung ans Smartphone. Dafür kann aber TomToms Online-Portal nicht mit Garmins Connect mithalten.
Die Forerunner 15 kostet laut Hersteller 149 Euro, im Internet kannst du ein paar Euro sparen. Die Variante mit Brustgurt zur Pulsmessung gibt es für 179 Euro (UVP).
Michael Link

von

Jahrgang 1965, studierte in Aachen Elektrotechnik und Geologie, seit dem Jahr 2000 in Hamburg. Beschäftigt sich mit allem, was mit Funk und Navigation zu tun hat. Faible für Dinge, die so neu sind, dass sie keiner versteht.

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