Gar nicht so sportlich

Datensammler Fitbit Surge: Smarte Pulsuhr im Test

Nach den Fitness-Armbändern präsentiert Hersteller Fitbit nun eine neue Pulsuhr. Die Fitbit Surge punktet zunächst mit ausführlichen Messdaten und einer langen Akkulaufzeit. eVivam hat getestet, was die smarte Sportuhr sonst zu bieten hat.

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Fitbit Surge

Die Fitness-Daten landen via App im Fitbit-Universum aus Fitnesstrackern, einer Waage und einem Tagebuch fürs Essen.

„Surge“, das ist das englische Wort für „fluten“. Und tatsächlich: Wer eine Fitbit Surge trägt, spült damit im Laufe des Tages eine Flut von Daten in Fitbits Datenspeicher. Denn im Gegensatz zu den Fitnessbändern des Herstellers hat die smarte Pulsuhr aufgebohrte Sportfunktionen und als erstes Fitbit-Gadget einen GPS-Chip an Bord.

Fitbit Surge: Wischen und gucken

Auf der Unterseite der Uhr misst ein optischer Pulssensor mit Lichtsignalen den Puls des Trägers. Seine Schritte zählen die in Fitness-Gadgets üblichen dreiachsigen Beschleunigungs- und Lagesensoren. Ungewöhnlich: In der Surge sind auch noch Kompass und Höhenmesser eingebaut.
Das berührungsempfindliche Display ist hingegen recht einfach gehalten: Der LCD-Bildschirm mit 3,2 Zentimetern Diagonale löst mit 144 x 168 Pixeln zwar recht fein auf, in heller Sonne ist er aber dunkel und deshalb nicht gut ablesbar. In der Standardanzeige ist immer eines von vier wählbaren Uhren-Layouts sichtbar. Per Wisch nach links zeigt das Display Schrittzahl, aktuellen Puls, zurückgelegte Wegstrecke, verbrannte Kilokalorien und absolvierte Stockwerke.

Die Uhr im Alltag

Die Surge wird per App (ab iOS 7, Android und Windows Phone 8.1) mit einem Smartphone verbunden. Die gesammelten Daten übermittelt sie an die Fitbit-Cloud, sie lassen sich so später auch am PC ansehen. Die Pulsmessung läuft über den ganzen Tag, was den Akku kaum in die Knie zwang: Er hielt knapp fünf Tage – klasse!
Auch die Schlaferkennung überzeugte, doch als Sportuhr enttäuschte die Surge: Sie hat zwar Lauf- und Radfunktionen, aber weitere Sensoren lassen sich nicht koppeln. Zudem ist das GPS ungenauer als das anderer Sportuhren, und Intervalltraining oder Trainingspläne fehlen.

Fazit

Die Fitbit Surge bietet mehr als die gängigen Fitbit-Bänder. Sie ist auch ein bisschen Smartwatch, zeigt Anrufe und SMS, aber: Eine richtige Sportuhr ist sie nicht, dazu fehlen viele Sportfunktionen. Zudem taugt die Surge nicht fürs Schwimmen und ihr GPS ist ungena.


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Michael Link

von

Jahrgang 1965, studierte in Aachen Elektrotechnik und Geologie, seit dem Jahr 2000 in Hamburg. Beschäftigt sich mit allem, was mit Funk und Navigation zu tun hat. Faible für Dinge, die so neu sind, dass sie keiner versteht.

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