Besser einschlafen und aufwachen?

Im Test: Philips Wake-up Light LED HF3651/01

Besser einschlafen und ausgeruhter aufwachen – das soll ein moderner Lichtwecker leisten. Wir haben das Philips Wake-up Light LED HF3651/01 getestet.

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Philips Wake-up Light LED HF3651/01

Guten Morgen? Das Philips Wake-up Light LED HF3651/01 simuliert einen Sonnenaufgang und ändert dabei die Farbe von Orange/Gelb zu Weiß. Im Bild der Unterschied zwischen Helligkeitsstufe 7 und 18. Es geht bis 25.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Der Philips HF3651/01 bietet zahleiche Einstellungsmöglichkeiten, um ein persönliches Weckprofil zu erstellen. Leider lassen sich nicht viele unterschiedliche Weckzeiten programmieren. Viele Leute empfinden das Aufwachen als sanfter. Auch beim Einschlafen soll das Gerät dank Sonnenuntergangsfunktion oder Atemübungen helfen. Der Lichtwecker gibt eine prima Nachttischlampe ab und punktet mit einer intuitiven Bedienung.

Pro

  • Weckszenarien individuell einstellbar
  • Einfach bedienbar
  • Perfekt einstellbares Leselicht
  • Integrierte USB-Ladebuchse
  • Funktioniert auch nach/bei Stromausfall
  • FM-Radiofunktion

Kontra

  • Keine unterschiedlichen Weckzeiten programmierbar
  • „Lichtschalter” nur über das Menü erreichbar
  • Etwas wenig Wecktöne

Philips Wake-up Light LED HF3651/01

Das Prinzip der Lichtwecker ist nicht mehr ganz neu. Die Lampen simulieren einen Sonnenaufgang am Morgen, der dafür sorgt, dass man natürlicher aufwacht, weil der Körper denkt: „Oh, die Sonne scheint ja schon.” Gerade im Winter spielt dieser Trick seine Stärken aus, denn dann fällt das Aufstehen bekanntermaßen noch schwerer als sonst. Am Abend soll ein simulierter Sonnenuntergang dafür sorgen, dass man langsam einschlummert und nicht schlagartig im finsteren Raum liegt. Darum nennt Philips sein Produkt auch „Sleep & Wake-up Light”. Einen Vorgänger, den Philips HF3505/01, hatten wir bereits im Test. Nun muss das neue Wake-up Light Philips HF3651/01 zeigen, was es dazugelernt hat.
Philips Wake-up Light LED HF3651/01

Die Aufstellung des Philips Wake-up Light LED HF3651/01 ist wie bei einer klassischen Nachttischlampe.

Lichtwecker: Philips Wake-up Light LED HF3651/01

Die wichtigste Funktion ist wohl der Lichtwecker. Sie legen die Weckzeit fest und wie lang der Sonnenaufgang dauern soll, etwa 10, 20 oder 30 Minuten. Der Wecker nimmt diesen Zeitraum vor Ihrer Weckzeit die Arbeit auf und beginnt, in einem dunklen Rot zu glimmen was sich über die Zeit über Orange und Gelb zu einem hellen Weiß entwickelt. Je nachdem, welche Endhelligkeit man von den 25 Stufen eingestellt hat. Bei 25 ist es schon sehr hell im Raum, sodass man schon wach wird bevor eventuell ein Weckton einsetzt. Das ist genau das, was das sanfte Aufwachen ausmacht. Man wird nicht von einem Ton aus dem Schlaf gerissen, sondern langsam aus dem Schlaf geleuchtet. Hat bei mir funktioniert. Ich war immer vor dem Weckton oder dem zur Vorsicht eingestellten Handyalarm wach. Beim Weckton am Gerät hat man die Wahl zwischen verschiedenen Naturgeräuschen und Radio. Die Auswahl der Naturgeräusche erschien mir etwas mager und die Sounds waren mir persönlich auch etwas zu sanft angehaucht. Warum kann man den Wecker über die USB-Buchse nicht mit seinem Lieblingslied oder Weckton füttern? Für Snooze-Fans gibt es die Möglichkeit, den Wecker für neun Minuten auszusetzen. Dazu reicht eine Berührung auf den Sensor auf der Lampe.
Philips HF3651/01

Dieser Sensor entspricht der Snooze-Taste (Schlummerfunktion), wenn der Wecker läuft. Oder er aktiviert ein Entspannungsprogramm, wenn er fünf Sekunden lang betätigt wird.

Entspannungsfunktion Sonnenuntergang

Die Sonnenuntergangssimulation entpuppte sich zumindest bei mir als super Funktion, damit das Kind langsam zur Ruhe kommt. Anstatt eines Nachtlichtes wird der Lichtwecker peu à peu dunkler bis das Kind schläft (oder halt quakt, dass es noch einen Sonnenuntergang will).

Entspannungsfunktion RelaxBreathe

Hinter RelaxBreathe verbirgt sich ein durch Licht oder Ton geführtes Atemprogramm. Ähnlich dem 4-7-8-Trick soll die bewusste Bauchatmung für Entspannung sorgen. Zwischen vier und zehn Atemzügen pro Minute ist alles einstellbar. Entweder signalisiert das anschwellende Wellenrauschen den Atemzug oder die zunehmende Lichtintensität.
Philips HF3651/01

Unter dem Netzkabel sitzt die fest verbaute Antenne für den Radioempfang. Dazu gibt es noch einen USB-Anschluss, um etwa das Handy zu laden und einen AUX-Eingang für externe Quellen, wie MP3-Player oder Handy.

Nachttischlampe mit Lademöglichkeit

Das Philips Wake-up Light LED HF3651/01 gibt eigentlich eine hervorragende Nachttischlampe ab. Etwas nervig nur, dass man erst ins Menü muss. Die Helligkeit kann dafür sehr genau eingestellt werden. Der USB-Anschluss (bis 1000 mAh) macht ein extra Netzteil fürs Handy überflüssig und spart so eine Steckdose am Bett. Die Radiofunktion ist nett als Weckton, der Aux-Anschluss erscheint für mich verzichtbar. Schließlich ist der Sound zwar besser als bei den Vorgängern aber nicht so überragend, dass ich die Lampe als Lautsprecher nutzen möchte. Zudem funktioniert der Aux-Eingang nicht zum Wecken. Gut – haben ist trotzdem besser als brauchen.
Philips HF3651/01

Der Philips HF3651/01 hat ein eingebautes FM-Radio (die Modellnummer HF3653 hat kein Radio). Bis zu fünf Stationen sind speicherbar. Es gibt zwar einen automatischen Suchlauf, aber kein RDS. Neben den Wecktönen ist auch Radio zum Aufwachen einstellbar.

Loch als Design

Was haben Henrys Eimer, ein Donut und das Wake-up Light von Philips gemeinsam? Richtig, ein Loch. Das ist tatsächlich neu und man findet dieses auffällige Design (noch) nicht bei der Konkurrenz. Das Loch und die ganze Formgebung sorgen für eine gewisse Leichtigkeit auf dem Nachttisch. Die Anzeigen der Uhrzeit, das Display und die kontextsensitiven Tasten sind nahtlos in die Lampe integriert. Es gibt keine physischen Tasten. So wirkt die Lampe sehr schick und clean.

Philips HF3651: Intuitive Bedienung – außer Licht

Ich gehöre nicht zuletzt aufgrund der Vielzahl von Geräten, die ich so ausprobiere, zu den Bedienungsanleitungsmuffeln. Eine gute Nutzerführung sollte meiner Meinung nach ohne Papier funktionieren. Das klappt beim Wake-up Light HF3651/01. Im Standby wird nur die Zeit angezeigt und der Home-Button. Ein Druck auf die Touchtaste und man kommt in das nächste Menü. Es werden nur die Tasten/Funktionen angezeigt, die man in dem Menü gerade nutzen kann und es gibt immer eine Zurücktaste oder die Hauptmenütaste. Man sieht gleich, was man überhaupt einstellen kann. Das geht dank der wenigen Untermenüs ohne große Eingewöhnung und ist meiner Meinung nach sehr nutzerfreundlich umgesetzt. Spätestens nach einem Druck auf ein Symbol wird klar, was hier gemeint ist. Allerdings wünscht man sich in der Praxis eine stets zur Verfügung stehende Taste für die Beleuchtung, ohne dass man sich erst ins Menü begeben muss. Immerhin genügt ein Berührung an der Rückseite, damit eine Minimalbeleuchtung angeht, damit man nicht durchs dunkle Zimmer irrt.

Anpassbare Anzeige

Je nach Geschmack kann der Kontrast der Anzeige in mehreren Stufen ein- oder ganz ausgestellt werden. Die Helligkeit der Anzeige passt sich der Umgebungsbeleuchtung an, sodass sie am Tag gut ablesbar ist und nachts nicht stört. Wenn nichts zu sehen ist, genügt ein Wisch über den unteren Teil der Lampe.
Philips HF3651/01

Was verrät die Anzeige in der oberen Reihe? 1. Der Wecker ist deaktiviert. 2. Er wäre eingestellt auf 6:20 Uhr. 3. Er gipfelt bei einer Helligkeit von 22 (von 25). 4. Der Ton ist aus. Die untere Reihe zeigt die möglichen Einstellungstasten: Home-Menü, Zurück, Weiter, Wecker ein/aus, Weckereinstellungen.

Warum nicht smart?

Heute gibt es smarte Wasserkocher oder vernetzte Kaffemaschinen, deren Notwendigkeit sich mir nur bedingt erschließt. Aber warum gibt es keinen vernetzten Lichtwecker? Das fände ich im Gegensatz zu den eben aufgeführten Beispielen sinnvoll. Das Philips Wake-up Light muss für den nächsten Tag eigentlich immer einzeln eingestellt werden, wenn sich die Zeit ändert. Es gibt lediglich zwei Weckprofile, die man anlegen kann. Mehr unterschiedliche Weckzeiten über die Woche lassen sich nicht programmieren. Aber: Einen Tag in der Woche muss ich früher raus, am Wochenende möchte ich gar keinen Wecker. Das muss ich also am Vorabend einstellen. Immerhin ist der ein- oder ausgestellte Wecker immer auf einen Blick erkennbar. Aber warum gibt es keine App, die meine programmierten Handyweckzeiten mit dem Wake-up Light synchronisiert? Wir reden ja nicht über einen Wecker für 39 Euro, sondern ein Gerät für 199 Euro UVP. Also Philips, das wäre mein Wunsch für die nächste Generation. Und wenn schon WLAN an Bord ist, könnte anstatt eines FM-Radios auch gleich ein Webradio integriert werden, eine automatische Uhrzeiteinstellung und die Möglichkeit, andere Wecktöne runterzuladen.

Technische Daten Philips HF3650/HF3651/HF3653/HF3654

Stromverbrauch im Standby

< 1 Watt

Wecktöne

8

Weckzeiten 

2

Lichtstärke (bei 45 cm)

1-350 Lux

Lichtfarbe

1500-2800 K

Abmessungen (HxBxT)

22,5x22x12 cm

Kabellänge

150 cm

Philips Wake-up Light LED HF3651/01

Michael Huch

von

Redakteur und Content Manager, interessiert sich für Technik und mag Dinge, die den Alltag erleichtern. Egal ob unterwegs, im Garten oder der Küche.