Sanft aus dem Schlaf

Philips Wake-up Light HF3505/01: Test des Lichtweckers

Der Philips Wake-up Light HF3505/01 ist schlicht im Design und bietet nur wenige Funktionen. Überzeugt das minimalistische Gerät trotzdem als Lichtwecker? Der Praxistest von eVivam-Autorin Kathinka Burkhardt bringt Licht ins Dunkel.

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Wake up Light in Aktion

So freudestrahlend wachen in der Regel wenige auf – ob das Philips Wake-up Light dabei helfen kann?

Der Philips Wake-up Light HF3505/01 Light (circa 65 Euro) gehört zu den günstigeren Modellen unter den Lichtweckern. Die Bedienung auf dem runden, weißen Touchscreen soll besonders einfach sein. Mit 200 Lux dürfte die LED-Lampe jedes Schlafzimmer hell erstrahlen lassen. Ob mich der Lichtwecker wirklich wach macht?

Sehen, was der Morgen bringt: Der Praxistest

Das kreisrunde Philips-Gerät macht sich gut auf meinem Nachttisch auf. Läuft’s auch bei der Bedienung rund? Dem Wecker liegt nur eine Kurzanleitung bei, aber tatsächlich ist er intuitiv zu bedienen. Als erstes leuchtet die digitale Uhranzeige auf, und ich kann zunächst die Uhr und dann den Wecker stellen. Ich programmiere die Aufstehzeit auf einen früheren Zeitpunkt als sonst, damit ich auf keinen Fall schon vor dem „Sonnenaufgang“ von alleine wach werde.
Dann drücke ich links auf das Sonnen-Zeichen: Das Display leuchtet kräftig und erhellt den ganzen Raum. Nun kann ich eintippen, in wie vielen Lichtphasen von eins bis zehn ich geweckt werden will. Ich probiere es mit zehn. Das Licht geht wieder aus, nur noch die digitale Uhrzeitanzeige leuchtet. Als Weckton am Ende des Sonnenaufgangs wähle ich nicht das Radio, sondern eines der zwei weiteren Geräusche aus: das Kuckucks- und Waldprogramm. Nun dimme ich noch das Licht der Digitalanzeige für die Nacht – und stelle meinen Handywecker. Sicher ist sicher.

Es dämmert langsam

Als ich aufwache, dämmert es bereits im Zimmer. Von dem Philips Wake-up Light geht ein leichtes, warmes Licht aus, das meine Augen nicht stört. Ich schließe sie wieder und überlege, wie lange ich wohl schon wach bin. Laut Anleitung dauert die Weckphase eine halbe Stunde. Die Uhrzeit verrät mir, dass der Wecker bereits seit 15 Minuten aktiv ist – und ich noch eine Viertelstunde liegen bleiben kann. Ich merke, wie es im Zimmer langsam taghell wird. Irgendwann zwitschern Vögel und tatsächlich kommt ein bisschen Waldfeeling auf. Mittlerweile bin ich so wach, dass ich gut aufstehen kann.

Galerie: Details zum Philips Wake-up Light HF3505/01

Fit statt gestresst

Für den nächsten Morgen setze ich die Weckzeit eine Stunde eher an und die Lichtphasen von der hellsten Stufe zehn auf die mittlere fünf. Das Ergebnis: Dieses Mal wache ich erst bei den Tönen des Radios auf. Die Helligkeitsstärke fünf holt mich also nicht aus meinen Träumen.
Aber insgesamt besteht der Philips-Lichtwecker den Test: Bei einem dritten Versuch mit Helligkeitsstufe sieben finde ich die für mich optimale Einstellung, um noch zehn Minuten bis zum Aufstehen zu haben und mich langsam an den Tag gewöhnen zu können. Dabei habe ich nicht das Gefühl, dass der Schlaf zu kurz kommt. Im Gegenteil: Ich fühle mich durch den langsamen „Sonnenaufgang" in meinem Zimmer besser, als wenn ich von einem Klingelton aus dem Schlaf gerissen werde. Statt mich noch einmal umzudrehen und auf den letzten Drücker hochzuspringen, bin ich wach und kann stressfrei aufstehen.

Leichtgewicht an der Bettkante

Der Philips Wake-up Light lässt sich leicht einstellen, aber etwas umständlich ausschalten. Eigentlich sollte ich nur auf die Oberseite des Touchscreen-Weckers tippen, doch er reagierte erst nach mehreren Versuchen. Dabei kippte der Wecker fast um, weil er sehr leicht ist und dadurch etwas instabil. Zudem lässt sich die LED-Leuchte des Weckers nicht auswechseln. Sie verbraucht zwar wenig Strom und hält sicherlich auch lang, aber sollte sie sich verabschieden, müsste ich den ganzen Wecker wegschmeißen. Der Philips Wake-up Light hat keinen Akku, muss also dauerhaft an die Steckdose.

Fazit

Der Philips Wake-up Light HF3505/01 hat mich überzeugt. Dank der einzelnen Lichtphasen werde ich sanft geweckt und nicht aus dem Schlaf gerissen. Die Lichtintensität lässt sich in zehn Stufen einstellen, die Lichtfarbe ist angenehm warm und nicht grell. Wem Wald- und Vogelgeräusche am Morgen auf den Wecker gehen, nutzt die Radiofunktion. Zudem besitzt das Gerät eine Schlummerfunktion, die nach neun Minuten noch einmal den Weckton ertönen lässt.
Wer sich abends nicht noch mit Tausenden Programmfunktionen auseinandersetzen will, dürfte mit dem leicht bedienbaren Philips Wake-up Light zufrieden sein. Technikfreaks, die vielleicht noch eine Einschlaffunktion, mehrere Weckzeiten oder andere Lichttöne wünschen, ist er eventuell zu puristisch.
Kathinka Burkhardt

von

Es sind die einfachen Dinge, die das Leben gesünder machen: regelmäßige Bewegung, gute Ernährung und natürlich Entspannung. Über diese Themen schreibe ich und stelle immer wieder fest: Gesund zu leben, ist gar nicht so einfach!

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