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Samsung Gear Fit: Praxis-Test der Smartwatch mit Zusatzfunktionen

Samsungs Gear Fit vereint Smartwatch- und Fitnessfunktionen in einem Gerät. Es zeigt die Uhrzeit, empfängt E-Mails, misst den Puls, zählt Schritte, dient als Fernsteuerung und überwacht den Schlaf. Dabei offenbart das Gerät Stärken – und Schwächen.

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Smartwatch Samsung Gear Fit

Die Smartwatch Samsung Gear Fit besitzt einen zuverlässigen Touchscreen.

Das Fitnessarmband Samsung Gear Fit ist primär eine Smartwatch – mit übersichtlichem Menü und zuverlässigem Touchscreen. Vor allem ist das Gerät mehr als nur eine Schnittstelle zwischen dem Nutzer und seinem Smartphone, es dient auch als ständiger Begleiter bei sportlichen Aktivitäten.
Der integrierte Pulsmesser misst beim Sport deinen Herzschlag und leitet daraus Trainingsempfehlungen ab – allerdings nur, wenn dein Arm nicht in Bewegung ist. Ein Schrittzähler und ein Gyrosensor sind ebenfalls im Gear Fit verbaut. Für Schwimmer ist das Gear-Fit-Armband aber nicht geeignet. Es ist nur gegen Spritzwasser geschützt.
Pulsmessung Samsung Gear Fit

Die Pulsmessung erfolgt per Diode und war nicht immer erfolgreich. Zudem zeigte das Gear Fit geradezu zickige Anweisungen: „Ruhig halten. Nicht sprechen.“

Fitnessarmband zählt die verbrannten Kalorien

Für viele andere Sportarten hat der Hersteller diverse Bewegungsprofile hinterlegt: Beim Joggen, Radfahren oder Wandern zählt das Fitnessarmband die verbrannten Kalorien. Vor Beginn der Messungen muss der Nutzer dazu einige persönliche Daten preisgeben, etwa sein Geschlecht, Alter, Größe und sein Gewicht.
Seine Stärken zeigt das 27 Gramm leichte Fitnessarmband Gear Fit in Verbindung mit einem Galaxy-Smartphone, etwa beim Bedienen des Musikplayers oder wenn es auf die GPS-Funktion zugreift. Dann zeigt es beim Radfahren sogar die aktuelle Geschwindigkeit. Nach dem Training siehst du im Display auch deine zurückgelegte Strecke, die Dauer des Trainings, deine Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeit sowie deine Pulsfrequenz.

Samsung Gear fit meldet sich auch nachts

Erhält der Träger des Fitnessarmbands eine neue E-Mail oder eine Nachricht, vibriert das Gear Fit und die Message erscheint auf dem Display des Geräts. Allerdings ist auf dem 1,84-Zoll-Bildschirm kaum Platz für Text. Wer die ganze Nachricht lesen will, muss wohl oder übel das Smartphone aus der Tasche ziehen. Das Gear Fit meldet sich auch nachts, wenn neue E-Mails eingehen. Deshalb solltest du vorsichtshalber den Ruhemodus einschalten, bevor du ins Bett gehst. Dann kannst du auch die Schlaferfassung starten. Allerdings solltest du dir davon nicht zu viel versprechen. Die Anzeige am nächsten Morgen ist nämlich wenig aussagekräftig: „7h36Min.; 89 % bewegungslos.“
Samsung Gear Fit beim Radfahren

Die angezeigte Geschwindigkeit stammt von den GPS-Daten vom gekoppelten Smartphone und weicht bisweilen recht stark ab. In diesem Fall (22,6 zu 22 km/h) gibt es aber keinen Grund zur Klage – schon eher beim zu niedrigen Puls.

Ebenfalls wenig Freude macht dem Nutzer das Display. In geschlossenen Räumen ist die Anzeige zwar recht scharf, kontrastreich und farbenfroh. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist aber auf dem gewölbten AMOLED-Display kaum noch etwas zu erkennen. Was das Display zeigt, entscheidet der Nutzer. Er wählt zwischen Anzeige im Hoch- oder Querformat, legt das Uhren-Design fest und ändert nach Belieben das Hintergrundbild. Je dunkler die Anzeige, desto länger hält der Akku. Der Hersteller verspricht, dass der Akku zwei bis vier Tage durchhält. Aufgeladen wird er mit einem mitgelieferten Adapter per Micro-USB. Das dauert rund zweieinhalb Stunden.

Fazit: Schönes Spielzeug

Insgesamt ist das Samsung Gear Fit ein schönes Spielzeug. Der Pulsmesser ist eine feine Sache, aber bei Weitem nicht so zuverlässig wie ein Brustgurt. Den Schrittzähler hätte sich Samsung eigentlich sparen können – schließlich ist diese Funktion bereits in den meisten Galaxy-Smartphones eingebaut. Das Gear Fit kostet mehr als 100 Euro. Da bleibt die Frage, wer so viel Geld dafür ausgibt. Andererseits sind normale Uhren teils deutlich teurer. Und mit denen kann man nicht seine E-Mails checken oder den Musikspieler des Handys bedienen.

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Michael Huch

von

Ich mag Technik. Das Studium brachte mich aus dem schönen Wendland in das auch ganz ansehnliche Hamburg. Hier studierte ich Medientechnik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

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