Bewegungsmotivation auf Knopfdruck

Runtastic Orbit: Dieser Fitness-Tracker macht Alarm

Ein Himmelskörper für irdische Aktivitäten: Der Fitness-Tracker Orbit aus dem App-Haus Runtastic ist leicht zu handhaben, sein Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung.

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Runtastic Orbit

Runtastic Orbit: Du hast die Wahl zwischen acht Farben, darunter Weiß, Schwarz und Blau.

Alles, was du den ganzen Tag so treibst, lässt sich irgendwie messen: Kalorienverbrauch, Schritte, Laufstrecke und so weiter. Solche recht einfach gesteckten Ziele können einige Menschen dazu motivieren, sich zu bewegen. Auch die Dokumentation über längere Zeit hilft Lauffaulen eventuell auf die Sprünge.
Wenn du so ein Typ bist, kann dich ein Fitness-Tracker prima im Alltag unterstützen und Entscheidungen beeinflussen: etwa bei der Wahl zwischen Rolltreppenfahren oder Treppensteigen. App-Hersteller Runtastic hat dazu vor ein paar Monaten seinen Tracker Orbit in den Handel gebracht – ein Nachzügler auf diesem Markt und ohne GPS-Funktion. Das Sport-Accessoire ist kein Schnäppchen: Der Orbit kostet rund 120 Euro.
Im Video: Runtastic Orbit im Praxis-Test

Gut ausgestattet, leicht handhabbar

Zum Lieferumfang gehören ein Sensor mit passendem Clip für Gürtel oder BH, zwei Bänder so dick wie Armbanduhren, ein USB-Ladekabel mit Haltemagneten, eine Kurzanleitung und eine Übersicht der zurzeit acht Farbmodelle. Das mit organischen Leuchtdioden (OLED) ausgestattete Display und der Knopf auf der Oberseite sind markanter Drück- und Angelpunkt des Bandes.
Ein Knopfdruck auf das selbstleuchtende Display zeigt dir die Uhrzeit an; ein weiterer deine Schrittanzahl, die verbrauchten Kilokalorien sowie die Minuten, in denen du dich bewegt hast, etwa beim Treppensteigen. Sobald du die sogenannte Runtastic-Me-App installiert hast, kannst du den gesamten Orbit-Funktionsumfang nutzen, also mehr als Schritte zählen. Die App gibt es gratis für iOS- und Android-Geräte mit Bluetooth-Smart-Verbindung sowie mittlerweile auch für Windows Phones.
Nach der Installation steckst du den kleinen Sensorchip in eines der Armbänder oder in den Clip. Beides funktioniert recht einfach. Der Chip ist in beiden Fällen gut gesichert. Die Bänder kannst du leicht verschließen und angenehm luftig tragen, sodass sie später nicht an deiner Haut festkleben.

Galerie: Runtastic Orbit: Das Fitnessarmband zur App

Messungen: grob wie genau

Wie bei anderen Tracker-Anbietern kannst du über die hauseigene App Alter, Geschlecht, Größe und Geschlecht eingeben. Auch die Vorgabe, wie viele Schritte du laufen willst, kannst du variieren. Da du deine individuelle Schrittlänge jedoch nicht eingeben kannst, wird die zurückgelegte Distanz nur grob geschätzt. Allerdings glänzt das Gadget beim exakten Schrittzählen: Statt Zappeleien aller Art zählt das Orbit tatsächlich Schritte.

Der Sensor fürs Schrittzählen ist auch für die Messungen deines Schlafverhaltens verantwortlich. Der Zusammenhang zwischen Schlafbewegungen und Schlafqualität ist allerdings immer noch umstritten. Zusätzlich zur Schlafbewegung bietet Runtastic Orbit einen Umgebungslichtsensor an, der die Lichtverhältnisse alle drei Minuten für die Schlafauswertung misst. Zwischen Schlaf- und Aktivitätsmodus kannst du übrigens mit einem Knopfdruck wechseln.

Vibrationen teils smart

Sinnvoll für einen Fitness-Tracker ist der Inaktivitätsalarm: Vibriert das Band, solltest du dich wieder bewegen. Doch ganz ehrlich: Wozu braucht ein Fitness-Tracker eine Weck- oder verschiedene Erinnerungsfunktionen mit bis zu drei Vibrationsalarmtypen? Oder anders gefragt: Wer lässt sein Smartphone auf der Laufstrecke liegen, um sich daheim mit dem Orbit-Tracker wecken zu lassen? Vielleicht nützt es dir, wenn Smartphone und Wecker gerade keinen Saft haben oder repariert werden.
Wenn du dein Smartphone allerdings beim Laufen zu Hause lassen möchtest, kannst du das Orbit als praktischen erweiterten Bildschirm deiner Runtastic-Lauf-App nutzen.
Michael Link

von

Jahrgang 1965, studierte in Aachen Elektrotechnik und Geologie, seit dem Jahr 2000 in Hamburg. Beschäftigt sich mit allem, was mit Funk und Navigation zu tun hat. Faible für Dinge, die so neu sind, dass sie keiner versteht.

Ingolf Leschke

von

Jahrgang 1975; geboren in Frankfurt (Oder). Automatisierungs- und Computertechniker, Studium Wirtschaftsingenieurwesen an der HTWK Leipzig.

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