Smartes Fitnessarmband im Test

Polar Loop 2: Mehr als nur ein Activity Tracker

Das Fitnessarmband Polar Loop 2 ist keine Smartwatch. Wohl gerade deshalb sind Smart Notifications das wirklich Neue an dem Modell. Denn: Am Handgelenk müssen Activity Tracker mit ihnen konkurrieren. eVivam hat die Polar Loop 2 für dich getestet.

Datum:
Polar Loop 2 Mann Frau Fitnessarmband

Die Polar Loop 2 ist der Nachfolger des beliebten Fitnessarmbandes des Pulsspezialisten.

Dem Trend zu immer mehr Konnektivität kann sich auch der Pulsuhrenspezialist Polar nicht entziehen. Mit dem Fitnessarmband Polar Loop 2 eifert er den Smartwatches nach. Mehr Neues bietet der Activity Tracker kaum. Das dies kein Manko ist, liegt am Vorgänger: die Polar Loop konnte alles, was Hobbysportler von ihr erwartet haben.

Smarter Activity Tracker

Über Anrufe, Nachrichten und Erinnerungen an Termine informiert dich das Fitnessarmband Polar Loop 2 auf dem Display. Um fit und gesund zu bleiben, sind die Smart Notifications aber überflüssig. Dennoch: Dass die App Polar Flow Benachrichtigen an den Activity Tracker sendet, mag für einen gewissen Typ User ein netter Zusatz sein. So mancher Mensch schafft es ja nicht mal eine Minute, keinen Blick auf das Display seines Smartphones zu werfen. Hier beugt sich Polar dem Zeitgeist und rüstet sich für Zukunft, wenn die Verkaufszahlen von Smartwatches endlich anziehen sollten.

Vibrationsalarm der Polar Loop 2

Joggst du etwa durch den Park, dann macht dich ein Vibrationsalarm auf Nachrichten auf dem Handy aufmerksam. Was dich auf dem Smartphone erwartet, steht auf der Leuchtanzeige. Sie besteht aus 85 LED-Lichtern, weswegen du natürlich eine Nachricht oder Nummer und Name eines Anrufers nicht direkt auf dem Armband ablesen kannst. Willst du wissen, was in der Whatsapp-Nachricht steht, dann musst du immer noch das Smartphone zücken.

Galerie: Polar Loop 2: Ein Gerät, viele Funktionen

Nicht für das Windows Phone geeignet

Die App gibt es aktuell nur für Android und iOS. Eine Version für das Windows Phone steht noch aus. Da das kompatible Bluetooth Smart sich jedoch ausbreitet, so Polar, soll die App auch irgendwann im Store von Microsoft erhältlich sein. Wann das sein soll, steht nicht fest.

Schritte und Kalorien zählen

Was das Fitnessarmband Polar Loop 2 aber ausmacht, das bleibt das Zählen von Schritten und Kalorien. Das Modell einen Schrittzähler zu nennen, trifft es aber nicht. Der integrierte 3D-Bewegungssensor misst jede Art von Bewegung und hält sie fest. So füllt sich der Aktivitätsbalken auch bei der Arbeit im Stehen, leichter Hausarbeit oder einem Spaziergang. Drei Stufen stehen hier zur Auswahl, deren Ziele auch von Werten wie dem Alter abhängig sind. Je nachdem welches Aktivitätsziel du dir gesteckt hast, gehört natürlich Laufen oder Walken zum täglichen Fitessprogramm. Bewegst du dich zu lange nicht, gibt das Armband Alarm. Mit der App oder im Online-Portal von Flow lassen sich die Aktivitäten verfolgen und analysieren. Mit dem passenden USB-Kabel synchronisiert der Tracker die Daten mit dem Computer.

Wasserdicht bis 20 Meter

Polar Loop 2 solltest du den ganzen Tag tragen. Auch unter der Dusche, in der Badewanne oder beim Schwimmen kann das Gerät am Handgelenk bleiben. Es ist bis zu 20 Meter wasserdicht. So übersteht das Fitnessarmband theoretisch auch Tauchgänge. Während der Nacht analysiert der Activity Tracker den Schlaf.

Fehlender Pulssensor

Was tatsächlich fehlt, das ist ein Pulsmesser. Dass ein solcher Sensor nicht direkt integriert ist, mag an der Philosophie von Polar liegen. Der Hersteller hat schon immer großen Wert auf den Puls beim Training gelegt. Und ein Brustgurt mit Pulssensor ist nach wie vor genauer, als die im Armband integrierte Variante. Hier wäre es allerdings schön gewesen, wenn der Brustgurt im Lieferumfang beim Polar Loop 2 enthalten wäre. So musst du ihn separat kaufen. Und der Pulssensor ist durchaus sinnvoll, um nicht Aktivitäten festzuhalten, sondern auch die körperliche Belastung während des Sports. Aber hier kannst du dir auch mit der Faustformel „Laufen ohne zu Schnaufen“ behelfen.

Galerie: Die 20 beliebtesten Fitness-Armbänder ab 20 Euro

Armband anpassen

Ein weiteres Manko ist das Armband. Um es an das Handgelenk anzupassen, musst du es mit dem Kater kürzen. Hier passiert es schnell, dass du zu viel oder zu wenig abschneidest. Ersteres ist ein Problem, letzteres nur ärgerlich. Die kleinen Stifte mit denen der Verschluss am Armband angebracht ist, sind dabei nichts für Grobmotoriker. Bis das Armband sitzt, der Verschluss angebracht ist und es losgehen kann, stellen sich so leicht Frustrationsmomente ein. Packung aufmachen, Gerät einrichten und mit dem Training starten – das geht beim Polar Loop 2 nicht.

Fazit: Motivation für Sportmuffel und Fitnesssportler

Ein Activity Tracker ist kein Trainingspartner wie eine richtige Pulsuhr. Das soll das Fitnessarmband Polar Loop 2 aber auch gar nicht sein. Sportmuffel, die sich mehr bewegen wollen, oder Freizeit- und Fitnesssportler sind mit dem Gerät aber sehr gut bedient. Gerade die Aktivitätsziele spornen an, sich im Alltag mehr zu bewegen – das ist vor allem für Büromenschen schick. Wenn auf der Anzeige „Goal“ aufblinkt und Pixel-Konfetti geworfen wird, dann motiviert das. Einmal begonnen, ist schon der Ehrgeiz dabei, das persönliche Aktivitätsziel Tag für Tag zu erreichen. Den fehlenden Pulssensor und das doch etwas nervige Armband sieht man Polar hier dann doch nach.
David Huth

von

Ob Gadgets, Apps oder Trends – alles was neu ist, probiere ich aus. An meiner Neugier lasse ich hier bei eVivam andere teilhaben.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.