Kleiner, günstiger Chip-Helfer

Jawbone UP Move: Praxis-Test des Fitness-Trackers

Der Jawbone UP Move ist ein kleiner, preisgünstiger Fitness-Tracker für Einsteiger. eVivam hat den Clip ausprobiert.

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Jawbone Up Move in verschiedenen Farben

Der Jawbone UP Move ist sowohl in knalligen als auch unauffälligen Farben erhältlich.

Für einen Verkaufspreis von gerade einmal 50 Euro kannst du beim UP Move kein Hightech-Wunder erwarten. Aber dieses Ziel verfolgt Jawbone auch gar nicht. Der Hersteller möchte weniger den ambitionierten Sportler ansprechen, sondern Menschen, die gesünder leben und ihre Aktivität im Blick haben möchten. Wie weit der kleine Fitness-Tracker dabei hilft, liest du bei eVivam.

Das gehört zum Jawbone UP Move

Nach dem Kauf des Jawbone UP Move ist ein wenig Fummelarbeit angesagt: Der Fitness-Tracker lässt sich nur schwer aus der Verpackung lösen. Im Anschluss musst du das Gerät mit dem beigelegten Werkzeug aufschrauben und die mitgelieferte Knopfbatterie einlegen. Diese soll bis zu sechs Monate durchhalten. Eine Anleitung gibt es nicht, ein Beipackzettel verweist lediglich auf die Herstellerhomepage. Dafür liefert die UP-App alle wichtigen Informationen während der Einrichtung. Die App gibt es kostenlos im Google Play Store sowie in Apples App Store für iOS.

Galerie: Smarte Fitness-Gadgets

Jawbone UP Move mit Armband

Ein Armband verhindert, dass du den Jawbone UP Move beim Kleiderwechsel vergisst.

Einfacher Start

Hast du zuvor weder UP-Gerät noch Fitness-App von Jawbone genutzt, legst du zunächst einen neuen Account an. Das geht schnell! Lediglich E-Mail-Adresse, Passwort, Name, Größe und Gewicht eintippen, und schon kannst du den UP Move via Bluetooth mit deinem Smartphone oder Tablet verbinden. Für unerfahrene Nutzer bietet die App eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung an. Sobald du den kleinen Clip an der Kleidung befestigt hast, zählt er deine Schritte und zeichnet dein Schlafverhalten auf. Da kein Armband zum Lieferumfang gehört, musst du beim Kleidungstausch darauf achten, den Clip ebenfalls zu wechseln. Jawbone empfiehlt zwar, den Fitness-Tracker am Handgelenk zu tragen, aber dafür musst du 14 Euro in ein nicht sonderlich hochwertig wirkendes Armband investieren.

Intuitive Bedienung

Die Bedienung des Jawbone UP Move ist simpel. Das Gerät besitzt nur eine einzige Taste. Drückst du sie, zeigen LEDs, wie nah du deinem festgelegten Schrittziel gekommen bist. Hältst du die Taste länger gedrückt, wechselt der Fitness-Tracker vom Wach- in den Schlafmodus oder umgekehrt. Drückst du einmal kurz und einmal lang, startet und stoppt der Aktivitätsmodus, der die sportlichen Aktivitäten aufzeichnet. Erst später legst du über die App fest, welche Sportart du ausgeübt hast. Da der UP Move nicht wasserdicht, sondern nur spritzwassergeschützt ist, eignet er sich nicht zum Schwimmen. Durch zweimaliges kurzes Drücken der Taste zeigt der Fitness-Tracker die ungefähre Uhrzeit.

Die UP-App

Ein Highlight ist die UP-App. Hier legst du nicht nur dein tägliches Schrittziel fest, sondern wertest auch die gesammelten Daten aus und erfasst, was du über den Tag gegessen hast. Die App errechnet dann Kalorienverbrauch und Kalorienzunahme. Nachteil: Viele Speisen sind der Anwendung unbekannt. Aber immerhin erkennt der Barcode-Scanner die meisten Lebensmittel. Für alles andere aus der Datenbank gibt es durchschnittliche Kalorienangaben.

Mehr Motivation dank Smart Coach

Der sogenannte „Smart Coach“ gibt in der App nützliche Hinweise, wie du deine tägliche Schrittanzahl erhöhen oder deinen Schlaf verbessern kannst. Er hilft dabei, deine Ziele so gut wie möglich zu erreichen und deine Motivation zu steigern. Möchtest du dich mit anderen messen, kannst du befreundete UP-Träger zu deinem Team hinzufügen. Je nach App-Einstellungen lassen sich die Leistungen dann untereinander teilen.

Fazit: Jawbone UP Move

Wenn du herausfinden möchtest, wie viel du dich im Alltag bewegst und wie es sich mit deinem Schlaf verhält, ist der UP Move für einen Preis von rund 50 Euro ideal. Verfolgst du indes ambitioniertere Fitnessziele, ist der Fitness-Tracker weniger geeignet. Beim genaueren Hinsehen fiel auf, dass die Nahrungs-Bibliothek der UP-App unvollständig ist, Angaben der zugenommenen Kalorien sind bestenfalls Richtwerte.
Jawbone Up3

Das Jawbone UP3 hat mehr Funktionen als das UP Move, kostet aber auch mehr.

Jawbone UP3 – die Alternative für Profis

Möchtest du genauere Körperdaten während des Trainings erfassen und analysieren, könnte das Jawbone UP3 für dich richtig sein. Dieser Fitness-Tracker misst mithilfe des integrierten Pulsmessers kontinuierlich den Herzschlag. Zudem soll ein Bioimpedanz-Sensor das Schlafverhalten noch detaillierter kontrollieren und beispielsweise die REM-Phase aufzeichnen.
Marco Engelien

von

Jahrgang 1986; geboren in Bremerhaven. Beschäftigt sich beruflich in der Hauptsache mit Google, Android, Computer- und Unterhaltungselektronik.

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