Das läuft auch ohne Smartphone

Garmin Vivosmart: Praxis-Test des Fitnessband

Du willst beim Sport Handy- und Fitnessfunktionen am Handgelenk nutzen? Dann bist du mit dem Garmin Vivosmart gut ausgerüstet. Das Band kann beides.

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Garmin Vivosmart im Alltag

Auch im Alltag ein Begleiter: Das Garmin Vivosmart muss nicht zwingend mit einem Sport-Outfit einhergehen.

Erst hieß es Vivofit, nun Vivosmart: Doch nicht nur der Name des neuen Garmin-Fitnessbandes ist jetzt smarter:
Das Display ist nun dank der organischen Leuchtdioden-Technologie OLED empfindlicher für deine Berührungen und seine Helligkeit regulierbar. Sobald du dein Handgelenk mit dem weichen Kunststoffband anhebst, aktiviert sich die Anzeige.
Mit der Smartphone-App Garmin-Connect kannst du wählen, was angezeigt werden soll: zum Beispiel die Uhrzeit.
Wenn du das Band längere Zeit berührst, erscheint das Menü. Jetzt kannst du etwa den Sportmodus aktivieren oder die Helligkeit regeln. Du kannst das Band via Bluetooth problemlos mit iOS- und Android-Geräten koppeln.

Besonderheit Nummer eins: Fahrrad-Tempoanzeige

Mit dem Vivosmart kannst du dir sogar dein Tempo beim Radfahren mit dem Fitnessband anzeigen lassen. Dazu musst du Vivosmart mit den Trittfrequenz- und Geschwindigkeitssensoren von Garmin fürs Fahrrad koppeln. Das funktioniert allerdings ausschließlich mit ANT-+-Funktechnik-Sensoren.
Garmin Vivosmart

Garmin Vivosmart: Das clevere Armband gibt es in verschiedenen Farben und zwei Größen.

Natürlich lässt sich das Band auch mit einem Pulsgurt verbinden. Über einen Bewegungssensor kann es dir wie andere Fitnessbänder auch eine grobe Orientierung über deine Aktivitäten anzeigen. Neu ist aber, dass die Schrittlänge einstellbar ist, über die das Band deine zurückgelegte Wegstrecke in Kombination mit deiner Schrittzahl berechnet. Du hast sogar die Möglichkeit, deine Schrittlänge sowohl fürs Gehen als auch fürs Laufen einzugeben.
Solltest du dich selbst nicht einmal mehr zum Gehen motivieren können: Vivosmart versucht über seine Aktivitäten-Anzeige sogar das. Sind die fünf Segmente des horizontalen Bandes voll, heißt es: „Los!" Du musst dich allerdings zur entsprechenden Anzeige durchwischen. Oder du wartest, bis Vivosmart vibriert.
Beim Schlafen dient der Bewegungssensor auch als Indikator für deine Schlafqualität. Ob Bewegung im Schlaf allerdings etwas über dessen Qualität aussagt, ist wissenschaftlich umstritten.

Galerie: Garmin Vivosmart: Das Fitnessarmband im Detail

Du kannst dein Smartphone beruhigt vergessen

Du hast dein Smartphone verbummelt? Dann kann dir das smarte Band helfen, es wiederzufinden, und zwar indem du dessen Klingel- oder Vibrationsfunktion aktivierst.
Es verfügt zudem selbst über einige wichtige Smartphone-Funktionen: Dazu zählen SMS, E-Mails und von dir vorausgwählte Nachrichten aus Apps, die auf deinem Smartphone installiert sind. Das Band hat auch eine Weckfunktion via Vibration. Ihre Einstellungsoptionen: täglich oder wochentags. Hast du dein Smartphone dabei, kannst du die Musikwiedergabe über das Band per Titelsprung und Start/Stopp steuern.

Wünschenswert, fragwürdig und ausbaufähig

Die Lautstärke deiner Musik kannst du allerdings nicht über das Band regeln, ein Schwachpunkt des ansonsten vielseitigen Vivosmart.
Wenn dich das Thema Datenschutz umtreibt, solltest du dich wie bei fast allen Herstellern mit ausschließlicher Cloud-Speicherung fragen, ob es dir recht ist, dass deine Daten auf nicht-europäischen Servern landen. Schließlich synchronisiert Vivosmart per Bluetooth die erfassten Daten mit Smartphones (iOS und Android) sowie PC und Mac (via Garmin Express Software) per Garmin Connect-App mit deinem persönlichen myGarmin-Konto. Das Connect-Portal befindet sich noch in der Entwicklungsphase – entsprechend gibt es noch ein paar kleine Fehler.
Auch das Umweltkonzept ist noch ausbaufähig: Du kannst den eingebauten Akku nämlich nicht ausbauen und wechseln (lassen). Das heißt: Ist er leer, kannst du das gesamte Band in den Müll werfen. Du musst dich also zwischen smarter Technik und Nachhaltigkeit entscheiden.
Michael Link

von

Jahrgang 1965, studierte in Aachen Elektrotechnik und Geologie, seit dem Jahr 2000 in Hamburg. Beschäftigt sich mit allem, was mit Funk und Navigation zu tun hat. Faible für Dinge, die so neu sind, dass sie keiner versteht.

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