Mit unaufdringlicher Uhr

Das Fitness-Armband Garmin Vivofit im Test

Das Fitness-Armband Garmin Vivofit motiviert zu mehr Bewegung und liefert dabei ein stimmiges Gesamtpaket mit vielen Features. Das zeigt der Praxistest von eVivam.

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Fitness-Armband Garmin Vivofit

Das Garmin Vivofit zeigt unter anderem die verbrannten Kalorien an..

Ein Fitness-Armband soll seinen Träger zu mehr Bewegung motivieren. Am Markt sind unzählige Modelle erhältlich. Kaufinteressenten verlieren da leicht die Orientierung. Wir haben den Fitness-Tracker Garmin Vivofit getestet.

Vor dem Start

Das Einrichten des Fitness-Armbands Vivofit ist kein großer Akt. Per Bluetooth verbindet es sich mit der Garmin-Connect- App auf deinem Smartphone. Allerdings klappt das nur, wenn das Telefon über das Stromspar-Bluetooth 4.0 verfügt. Bei neueren Android-Smartphones wie dem Galaxy S4 ist diese Technologie aber ebenso Standard wie bei den iPhone-Modellen ab dem 4s aufwärts. Die App möchte von dir zunächst noch ein paar persönliche Daten wissen: Geschlecht, Alter, Größe und dein Aktivitätsniveau. Und dann kann es schon losgehen.

Galerie: Garmin Vivofit: Das Fitnessband im Detail

Die Idee

Ein Fitness-Armband will, dass sich sein Träger möglichst viel bewegt. Es sammelt ständig Bewegungsdaten, allerdings ohne GPS-Unterstützung. Also kann es die am Tag zurückgelegten Kilometer nur schätzen. Absolute Genauigkeit gibt es daher nicht. Du kannst die Uhr auch einfach nur schütteln, dann registriert sie Daten, als seist du sportlich unterwegs. Aber so lassen sich alle Fitness-Tracker austricksen.
Garmin Vivofit

In verschiedenen Farben und zwei Längen ist das Fitnessarmband Garmin Vivofit erhältlich.

Das Vivofit-Armband schlägt Alarm, wenn du dich zu lange nicht bewegst und zeigt einen roten Warnbalken an. Wer sich aber fleißig durch die Gegend bewegt, den belohnt das Armband: Ab 5.000 zurückgelegten Schritten gibt es virtuelle Pokale. Und falls du eher wenig sportlich bist, gibt dir das Vivofit auch eine leichter erreichbare Zielvorgabe. Nach und nach passt sich das Ziel dann deinen Fortschritten an.

Technische Highlights

Das Garmin Vivofit ist ein Leichtgewicht. Es wiegt gerade einmal 25,5 Gramm – und es besteht aus zwei Teilen: dem Armband und dem eigentlichen Chip. Ähnlich wie ein eBook-Reader hat der wasserdichte Chip ein sogenanntes eInk-Display. Die Anzeige ist immer aktiv, und weil es keine stromfressende Hintergrundbeleuchtung gibt, ist der Batterieverbrauch sehr gering. Hersteller Garmin verspricht, dass die eingebaute Knopfzelle das Armband ein Jahr lang mit Energie versorgt.
Die Bedienung ist denkbar einfach: Es gibt nur einen Knopf an der Oberseite, mit dem du durch die Anzeigen springst: Uhrzeit, Datum, Schritte bis zum Erreichen des Fitnessziels, gelaufene Kilometer. In der Garmin-Connect-App stellst du ein, was dir angezeigt werden soll.

Die Daten überspielen

Der Speicher des Fitness-Trackers ist nach spätestens einem Monat voll. Dann musst du die gesammelten Daten ans Smartphone oder den Rechner übertragen. In der Regel klappt das gut, manchmal braucht es aber mehrere Versuche. Du drückst den Knopf des Vivofit, bis es „Sync“ anzeigt – dann schweben die Daten vom Armband zum Smartphone. Für die Verbindung zum Rechner sorgt ein USB-Bluetooth-Stift.
Garmin-Connect-App

Die Garmin-Connect-Seite speichert und kombiniert die Daten vieler Geräte. Berichte fassen Aktivitäten, Erfolge und Langfristtrends übersichtlicher zusammen als in der App.

Der Gesamteindruck

Das Armband Vivofit ist als Fitness-Tracker ein stimmiges Gesamtpaket: lange Batterielaufzeit, eInk-Display und Pulsuhr (mit optionalem Gurt). Allerdings ist das Gerät – wie alle Fitness-Tracker – nicht sehr genau. Es setzt motivierte Bewegungsziele und motiviert dezent. Und falls es dir auf den Fitness-Faktor gar nicht so sehr ankommt, kannst du das Armband auch als schlichte und unaufdringliche Uhr tragen.
Michael Link

von

Jahrgang 1965, studierte in Aachen Elektrotechnik und Geologie, seit dem Jahr 2000 in Hamburg. Beschäftigt sich mit allem, was mit Funk und Navigation zu tun hat. Faible für Dinge, die so neu sind, dass sie keiner versteht.

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