Armband mit OLED-Display

Fitbit Charge: Fitnessarmband für Einsteiger im Praxis-Test

Mit dem Fitbit Charge möchte der Hersteller Sportmuffel erreichen, die wissen wollen, wie oft sie sich am Tag bewegen. Ob das Armband das Zeug zum Verkaufsschlager hat, verrät der eVivam-Test.

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Fitbit Charge in verschiedenen Farben

Bequemes Armband, hoher Preis: Kann sich das Fitbit Charge auf dem Markt etablieren?

Vor einem Jahr hatte Fitbit mit dem Fitbit Force den wohl besten Fitnesstracker im Programm. Allerdings musste das Unternehmen das kleine Gerät schon nach kurzer Zeit wieder vom Markt nehmen. Der Grund: Die im Armband verwendeten Materialien lösten bei einigen Trägern allergische Reaktionen aus. Im November 2014 brachte das Unternehmen mit dem Charge ein neues Armband mit ähnlichen Spezifikationen für Einsteiger auf den Markt.

Fitbit Charge: Das steckt drin

Das Band bietet nur wenig mehr als ein herkömmlicher Schrittzähler. Immerhin erkennt das Charge automatisch, wann der Nutzer schläft. Konkurrenzgeräte wie das Jawbone Up Move musst du manuell in den Nacht-Modus versetzen.
Ein kleines OLED-Display zeigt auf Knopfdruck verschiedene Daten, etwa die Anzahl gelaufener Schritte, dabei verbrannte Kalorien und die Uhrzeit an. Hast du dein Tagesziel erreicht, vibriert das Charge. Ist ein Smartphone mit dem Band verbunden, erhältst du zwar keine Infos über eingegangene Nachrichten auf dem Display, Anrufer zeigt das Gerät aber mit Namen und Rufnummer an.

Die Fitbit-App: Raus zum Sport!

Besonders im Winter fällt es vielen Menschen schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden, die Laufschuhe zu schnüren und an der frischen Luft ein paar Minuten Sport zu treiben. Mit dem Fitbit Charge soll die Überwindung leichter fallen. Der Grund: Auf Wunsch motiviert die zugehörige App den Träger, sein Leistungsziel zu erreichen.
Für erreichte Ziele gibt es außerdem digitale Auszeichnungen. Auch die Datenanalyse erfolgt per App. Erfreulich: Die Anwendung gibt es nicht nur für iOS und Android, sondern auch für Windows Phone. Wer gar kein Smartphone hat, schließt das Charge einfach an den PC oder Mac an und nutzt die Web-App.

Nahrungsangaben: Was der Bauer nicht kennt

Etwas enttäuschend sind die Nahrungsangaben in der App. Zwar bietet die Datenbank viele Gerichte wie Spaghetti Bolognese mit Nährwertangaben. Markenware, etwa eine bestimmte Cornflakes-Marke, enthält sie aber nicht. Immerhin kann der Nutzer die Daten per Hand nachtragen.
Allerdings bietet die Anwendung keinen Barcode-Scanner, der die favorisierten Frühstücksflocken erkennt. Trägst du nicht alle Daten selbst ein, bleibt die Darstellung der Kalorienzunahme durch standardisierte Angaben vage. Schade!

Fazit: Fitbit Charge

Mit einem Preis von 129,99 Euro (UVP) ist das an und für sich gut ausgestattete Fitbit Charge für sportliche Einsteiger etwas zu teuer. Andere Geräte wie das Jawbone Up Move gibt es bereits ab rund 50 Euro zu kaufen. Ambitionierte Hobbysportler bekommen schon für 20 Euro Aufpreis das Fitbit Charge HR mit integriertem Herzschlagmonitor.
Wer bereits intensiver Sport treibt und darauf verzichten kann, macht mit dem Charge nichts falsch. Immerhin bietet das Gerät ein bequemes Armband und eine gute Akkulaufzeit.
Marco Engelien

von

Jahrgang 1986; geboren in Bremerhaven. Beschäftigt sich beruflich in der Hauptsache mit Google, Android, Computer- und Unterhaltungselektronik.

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