Subventionierte Fitness-Tracker

TK: 250 Euro Zuschuss für die Apple Watch geplant

Einige Krankenkassen wollen einen Zuschuss beim Kauf eines Fitness-Trackers wie der Apple Watch gewähren. Politiker kritisieren dieses Angebot.

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Apple Watch

TK-Mitglieder bekommen Geld für den Fitness-Tracker-Kauf – zum Beispiel auch für die Apple Watch.

Die Techniker Krankenkasse (TK) will ihre Mitglieder laut Gründerszene beim Kauf von Fitness-Trackern finanziell unterstützen. Als Erweiterung des Bonusprogramms winkt so ein Zuschuss von 250 Euro, den Sie beispielsweise in die Apple Watch investieren können. Allerdings bekommt man das Geld nur unter einer Bedingung.

Voraussetzung: Teilnahme am Bonusprogramm

Nach der AOK Nordost, die beim Fitness-Tracker-Kauf bis zu 50 Euro beisteuert, ist die TK bereits die zweite gesetzliche Krankenkasse mit entsprechenden Zuschuss-Plänen. Voraussetzung für den finanziellen Anreiz ist hier jedoch die jährliche Teilnahme an mindestens neun unterschiedlichen Maßnahmen des Bonusprogramms. Sind die neun Punkte gesammelt, haben Mitglieder die Wahl aus einer Barauszahlung von 90 Euro oder dem Fitness-Tracker-Gutschein im Wert von 250 Euro. Vor Inkrafttreten des erweiterten Bonusprogramms muss das Bundesversicherungsamt die neuen Regelungen noch auf ihre Vereinbarkeit mit dem Sozialgesetz prüfen.

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Politiker kritisieren Zuschuss

Offenbar kommen die geplanten Aktionen der Krankenkassen nicht bei allen gut an. Als „Marketingmaßnahme der Kassen auf Kosten der Beitragszahler“ bezeichnete der Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein die Bezuschussung von Fitness-Trackern wie der Apple Watch. Auch Karl Lauterbach (SPD) hält die neue Idee der Kassen für „fragwürdig“ und verglich das Vorhaben mit der Idee, man könne dann auch Laufschuhe in Zukunft subventionieren. Für Kunden könnte die Anschaffung eines Fitness-Trackers allerdings tatsächlich einen positiven Effekt auf die eigene Gesundheit haben. Studien zufolge wirken sich die ständigen Erinnerungen der Apple Watch beispielsweise merklich auf die Selbstwahrnehmung der Träger aus. Aktuell plant sowohl die Techniker Krankenkasse als auch Teile der AOK derartige Programme.

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