Smartwatch für Sportler

Motorola Moto 360 Sport: Intelligenter fit werden?

Smartwatches: Für die einen Spielerei oder Angeberei. Für andere ein Must-have. Was verspricht die Moto 360 Sport?

Datum:
Motorola 360 Sport

Die Moto 360 Sport erscheint im Januar 2016.

Smartwatches? Das sind diese von innen beleuchteten Uhren, die nach weniger als einem Tag leer, schwer abzulesen und von zweifelhaftem Nutzwert sind? Sagen die einen. Das tut nichts zur Sache, denn andere erstehen einfach so für 16.000 Euro die Apple Edition im 42-mm-Gehäuse aus 18 Karat Roségold mit klassischem Lederarmband in Mitternachtsblau. Tröstlich, wie breit gefächert doch Menschen und ihre Meinungen sind.
Wir könnten uns vorzüglich über den Sinn und Unsinn dieser Uhren streiten. Letztlich gibt es Käufer, Interessenten und Analoguhrenträger. Dabei entwickelt sich der Markt für Smartwatches nicht so übel:
„Im September 2015 veröffentlichte der Digitalverband Bitkom Prognosen für den deutschen Markt, nach denen Smartwatches im Gesamtjahr 2015 voraussichtlich Umsätze von insgesamt 169,2 Millionen Euro erzielen. Die Absatzzahl wird auf rund 645.000 Geräte geschätzt. Laut Bitkom liegt der Durchschnittspreis für eine Smartwatch 2015 bei 262 Euro“, sagt die Wikipedia mit Bezug auf Bitkom.
Motorola versucht es als einer der ersten Smartwatch-Hersteller mit einer auf Sport spezialisierten Variante der Moto 360. Sie nennt sich wenig geheimnisvoll Moto 360 Sport und sagt damit schon deutlich, für wen die Uhr gedacht ist.

Unterschiede zwischen Moto 360 und Moto 360 Sport

  1. Der Akku der Sportvariante weist eine Ladung von 300 mA statt 400 mA auf.
  2. Zusätzlich sind GPS- und Höhensensoren verbaut. Herzmesser, Gyroskop, Lichtsensor, Beschleunigungsmesser, Vibrations- und Haptik-Engine, die es bereits in der normalen 360 gibt, sind ebenfalls an Bord. Ob Langläufer damit glücklich werden, wenn die Uhr genauso ausgepumpt nach Hause kommt wie der Läufer, muss ein Test zeigen. Wir wissen es noch nicht, wie schnell der kleinere Akku schlapp macht.
  3. Womöglich hilft eine spezielle Beleuchtungstechnik, den Akku zu schonen. Motorola spricht von selbstreflektierenden Materialien, die bei Tageslicht die Anzeigen leicht ablesbar machen sollen: „Motorolas AnyLight-Display ist der weltweit erste Hybrid-Bildschirm, der sich automatisch an die Intensität des Umgebungslichts anpasst. ... Drinnen ist es ein traditionelles LCD-Display für maximale Lesbarkeit. Draußen bei der Laufrunde reflektiert es das natürliche Licht, um die Lesbarkeit insbesondere bei hellen, sonnigen Bedingungen zu verbessern.“ Die Idee klingt nicht übel! Was es bringt? Auch hier, abwarten.
  4. Die Armbänder bestehen aus Silikon, was naturgemäß etwas angenehmer denn im schlimmsten Fall Leder ist. Für Sportler und Fitness-Aktive ein absolutes Must-have. Die Farbvielfalt beschränkt sich auf Schwarz, Weiß und knalliges Orange.
  5. Die restlichen Eigenschaften bleiben gleich. Das Speichervolumen beläuft sich auf 4 GB. Gorilla-Glas schützt die Oberfläche. Die Uhr ist nach wie vor nicht wasserdicht, was sie für Schwimmer ausschließt. Die Uhr lässt sich dank Android Wear mit allen gängigen Sport- und Fitness-Apps koppeln. Motorola bietet die hauseigene App Moto Body an.

Preis und Erscheinungsdatum

  1. Motorola spricht von einem UVP von 300 Euro. Der Straßenpreis wird sich erfahrungsgemäß darunter einpendeln.
  2. Die Moto 360 Sport soll ab Anfang Januar 2016 verfügbar sein.

Für besonders Neugierige

Die Kollegen des US-Blogs The Verge haben die Moto 360 Sport vor wenigen Tagen testen können. Wer vor der englischen Sprache nicht zurückschreckt, kann sich dieses Video anschauen:
Robert Basic

von

Seine Passion sind Menschen, sein Antrieb ist die Neugier.

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