Digitaler Fahrradlotse am Lenker

Fahrradcomputer mit GPS: Nie wieder falsch abbiegen

Auf dem Fahrrad verirrt? Das soll dir mit einem GPS-Fahrradcomputer dank Routenplanung und digitalen Karten auf deiner nächsten Radtour nicht mehr passieren. eVivam stellt die fünf beliebtesten Modelle der Idealo- und Amazon-Nutzer vor.

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Fahrradcomputer Garmin Edge1000

Wissen, wo es langgeht: Ein Fahrradcomputer mit GPS wie hier aus der Garmin-Edge-Serie hilft dir, nicht vom rechten Weg abzukommen.

Geschwindigkeit, Trittfrequenz, Strecke – all diese Angaben liefern dir Fahrradcomputer ab rund 40 Euro bereits zuverlässig und sogar kabellos. Immer mehr Fahrradcomputer sind zudem mit GPS ausgestattet. eVivam hat sich die beliebtesten Modelle, drei davon von Garmin, genauer angesehen.

GPS-Fahrradcomputer: Kein Vergleich zum Auto-Navi

Der größte Vorteil der Fahrradcomputer mit GPS-Funktion ist unbestritten und geht weit über die Funktionen herkömmlicher Fahrradtachos hinaus: Der Computer zeichnet die gefahrene Strecke auf, die du nach der Tour am PC nachvollziehen und an andere Biker weitergeben kannst. Es ist auch möglich, eine Strecke vorab am PC zu planen, auf das Fahrradnavi zu übertragen und dann nachzufahren.
Aber Achtung: Garmin Edge 200 sowie Sigma Rox 10.0 zeigen die geplante Strecke nicht auf einer Karte, sondern nur als einzelne Linie. Wenn du von dieser abweichst, gibt es einen optischen oder akustischen Hinweis, allerdings keine neuberechnete Route, wie du es von Auto-Navigationsgeräten gewohnt bist. So kannst du dich zwar nicht völlig verfahren, dennoch ist es lästig, ständig auf das Display zu schauen, ob du noch auf der Linie fährst oder eine Abzweigung verpasst hast.
Besser klappt die Fahrradnavigation mit den anderen drei Geräten, auf denen „echte“ Karten zu sehen sind. Dennoch kommt keiner der GPS-Fahrradcomputer an die Qualität und Übersichtlichkeit eines Pkw-Navigationsgeräts ran. Bei allen Modellen funktioniert die Aufzeichnung der gefahrenen Strecke aber sehr gut.

Mehr GPS-Navigation, weniger Präzision

Wenn du bisher einen „normalen“ Fahrradcomputer hattest, der die Daten mit empfindlichen Trittfrequenz- und Geschwindigkeitssensoren sehr exakt überträgt, wirst du von GPS-Modellen möglicherweise enttäuscht sein. Da die Geräte keine Sensoren verwenden, berechnen sie etwa auch die Geschwindigkeit über GPS-Daten. Diese Daten sind allerdings selten hundertprozentig exakt, sondern eher als grobe Richtwerte zu verstehen.
Die Hersteller haben dieses Problem erkannt. Das Garmin Edge 500 kannst du optional mit sämtlichen Sensoren aufrüsten, das Garmin Edge Touring Plus immerhin mit einem Brustgurt zur Pulsmessung. Beim Teasi One sowie dem Garmin Edge 200 ist keine Kopplung mit zusätzlichen Sensoren möglich. Am meisten bietet das Sigma Rox 10.0, hier werden laut Hersteller alle Sensoren mitgeliefert, also Brustgurt, Geschwindigkeitssensor mit Magnet, Trittfrequenzsensor mit Magnet sowie das zugehörige Montagematerial und alle Halterungen. Für diese Teile entstehen sonst insgesamt bis zu 100 Euro Zusatzkosten.
Auch die Höhenmessung ist mit reinen GPS-Daten sehr ungenau. Wenn ein Gerät allerdings zusätzlich mit einem barometrischen Höhenmesser ausgestattet ist, werden die Daten deutlich zuverlässiger. Barometrisch bedeutet, dass das Gerät die Höhe mittels des am Messort herrschenden Luftdrucks misst. Das bieten das Garmin Edge Touring Plus, das Sigma Rox 10.0 und das Garmin Edge 500.

GPS-Fahrradcomputer – was kostet ein Fahrradnavi?

Die vorgestellten Modelle variieren von knapp unter 100 Euro (Garmin Edge 200) über 200 Euro (Garmin Edge 500) bis knapp 300 Euro (Garmin Edge Touring Plus, Sigma Rox 10.0). Im preislichen Mittelfeld liegt das Teasi One mit etwa 150 Euro. Tatsächlich gilt: Je teurer, desto besser. Die teuersten Modelle bieten am meisten Features und Zubehör, der günstigste GPS-Fahrradcomputer am wenigsten.
Wenn du nur deine Strecke aufzeichnen und im Nachhinein am PC nachvollziehen willst, reicht ein günstiges Modell. Je mehr Präzision der Leistungsdaten und je mehr Navigationsdaten du erwartest, desto teurer und aufwendiger wird es. Unser Tipp: ein guter Fahrradcomputer ohne GPS für rund 50 Euro sowie ein Smartphone mit Extra-Akku.
Anna Brüning

von

Mit guter Musik auf den Ohren am Wasser entlang joggen – der perfekte Ausgleich zum Alltag. Ich liebe es, aktiv zu sein, gesund zu leben und, na klar, darüber zu schreiben.

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