Mit motorisierter Unterstützung ins Gelände

eMountainbikes: Bergauf ohne Anstrengung

Mit dem Mountainbike durchs Gebirge zu heizen, kostet viel Kraft. Deutlich weniger anstrengend geht’s mit einem eMountainbike. Steile Anstiege, unwegsame Strecken und ruppiges Gelände meistern die motorisierten Räder mühelos.

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eMountainbike von Cube

Ob sportlich oder gemütlich, ob bergauf oder bergab – Fahren mit dem eMoutainbike macht Spaß.

Geht’s um eMountainbikes (eMTBs), rümpfen traditionsbewusste Mountainbiker gern die Nase. Für weniger sportliche Naturen sind die Räder mit Zusatzmotor eine willkommene Möglichkeit, neue Wege entspannt zu erkunden, Spaß und Fitness zu verbinden oder mit trainierten Freunden mitzuhalten.
Nachdem die Verkaufszahlen für City-Pedelecs in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind, kommt die Motorisierung nun auch bei anderen Fahrradarten an. So bieten nahezu alle bekannten Radhersteller auch eMountainbikes an, darunter die deutschen Topmarken wie Cube, Stevens, Rotwild, Focus und Haibike. Treten musst du trotzdem. Es macht aber einfach Spaß, vielleicht mal nicht durchgeschwitzt oder mit Muskelkater am Gipfel anzukommen.
eMountainbike für Paare

Dank eMTB müssen sich stärkere Fahrer nicht bremsen, und schwächere halten locker mit.

Für ungleiche Paare und weniger Trainierte

Wenn Paare zusammen Urlaub machen, sieht das nicht selten so aus: Sie liegt am Pool oder macht Sightseeing, während er mit seinem Mountainbike die Berge bezwingt. Mit einem eMountainbike können auch sportlich ungleiche Paare gemeinsam auf Radtour zu gehen. Während er mit seinem normalen Mountainbike in die Pedale tritt, kann sie dank motorisierter Trittunterstützung locker mit ihm mithalten – und ihn vielleicht auch mal hinter sich lassen.
Motorisierte Eltern können ihren Nachwuchs sicher im Anhänger mit auf die Bergtour nehmen. Alters- oder leistungsbedingt schwächere Fahrer brauchen auch auf anspruchsvollere Touren nicht zu verzichten. Und sie können es locker mit muskelbepackten Kollegen, Freunden oder Familienmitgliedern aufnehmen, denen mit ihren Mountainbikes kein Weg zu steil oder zu lang ist.
Fully von Haibike

Ein Fully bietet durch die Vollfederung mehr Fahrkomfort.

Unterschiede Hardtails und Fullys

Genau wie die nicht motorisierten Mountainbikes werden die eMTBs in Hardtails und Fullys unterteilt. Hardtail heißt „harter hinterer Teil“ und bedeutet, dass das Rad nur vorne eine Federung besitzt. Im Gegensatz dazu haben Fullys – das Wort kommt von Full Suspencion und heißt übersetzt Vollfederung – jeweils eine Federung vorne sowie hinten. Hardtails wiegen und kosten in der Regel deutlich weniger als Fullys. Die klaren Vorteile von Fullys liegen in mehr Stabilität und Komfort dadurch höheren Geschwindigkeitsreserven beim Downhillfahren. Welches eMTB für dich infrage kommt, hängt stark vom Einsatzgebiet ab.

Mit dem Hardtail auf Langstrecken und befestigten Wegen

Gehörst du eher zu den ruhigeren Fahrern, die sich auf befestigten Wegen ohne Hindernisse und Unebenheiten aufhalten, oder fährst du gerne Langstrecken, dann ist ein Hardtail für dich empfehlenswert. Sie sind auch die idealen Einsteigermodelle. Die fehlende Technik am Hinterrad hat auch einen praktischen Vorteil: Das Rad braucht weniger Pflege und Wartung.

Mit dem Fully ins Gelände

Wer schwieriges, unebenes Gelände liebt oder gerne Downhill fährt, ist mit einem Fully gut beraten. Der Anschaffungspreis liegt zwar höher, aber die doppelte Federung bietet spürbar mehr Komfort – du musst nicht bei jedem Schlagloch aus dem Sattel gehen. Zudem gewährleistet die Federung besseren Bodenkontakt und ermöglicht damit den Reifen, sich gut zu verkrallen. So bietet das Fully auch bei hohen Geschwindigkeiten mehr Sicherheit. Nachteil: das hohe Gewicht (in der Regel über 20 Kilogramm) und der größere Pflegeaufwand für die technischen Bauteile.
eBike Mittelmotor

Beim Mittelmotor befindet sich der Antrieb direkt hinter dem Tretlager.

Die Motoren

Bei Elektrofahrrädern gibt es grundsätzlich zwei Motorvarianten: den Nabenmotor, der in Vorder- oder Hinternabe eingebaut ist, und den Mittelmotor. Wegen des besseren Fahrverhaltens durch den zentralen, niedrigen Schwerpunkt haben die meisten eMTBs einen Mittelmotor. Ein Nachteil hierbei: Es lässt sich nur ein Kettenblatt montieren. Das bedeutet, es stehen maximal elf Gänge zur Verfügung. Wer mehr braucht, muss auf einen Hinterradnabenmotor zurückgreifen. Dieser wiederum passt meist nicht mit einer hinteren Federung zusammen, sodass du kaum Fullys mit einem derartigen Motor finden wirst.

Geschwindigkeiten und Reichweiten

Wie bei den Pedelecs werden eMTBs in die Kategorien bis 25 km/h und bis 45 km/h eingeteilt. Das bedeutet, dass sich die elektrische Unterstützung ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h beziehungsweise 45 km/h automatisch abschaltet. eMountainbikes bis 45 km/h gehören damit zu den S-Pedelecs. Für sie gilt eine Kennzeichen- und Versicherungspflicht.
Wie lange der Akku durchhält, hängt unter anderem von deinem Gewicht, deinem Fahrstil und den Geländebedingungen ab. Die Angaben der meisten Hersteller liegen bei 100 bis 180 Kilometer pro Akkuladung. In den Alpen etwa gibt es inzwischen viele Akkuladestationen, die du während einer Rast aufsuchen kannst.

Die Kosten für ein eMountainbike

eMountainbikes sind deutlich teurer als Pedelecs für die Stadt. Während der Durchschnittspreis eines guten Pedelecs bei rund 1.700 Euro liegt, musst du für ein eHardtail mindestens 2.000 Euro veranschlagen, realistisch sind aber eher 3.000 Euro. Die eFullys beginnen bei 3.000 Euro, und nach oben gibt es keine Grenze. Damit gehören die eMTBs zu den teuersten Elektrorädern.
Sandra Bültermann

von

TCM, Qigong und Ayurveda sind für mich keine Fremdwörter. Ich probiere gerne Neues aus, mir gefallen asiatische Gesundheitskonzepte und eine gesunde Lebensweise ist mir wichtig.

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