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Panasonic HX-A1M: Test der winzigen und leichten Action-Cam

Klein, sehr robust, unglaublich leicht und für recht wenig Geld zu bekommen: die Einsteiger-Action-Cam Panasonic HX-A1M im Hands-on.

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Panasonic HX-A1M

Die Action-Cam lässt sich vielseitig einsetzen, etwa per Kopfhalterung.

Beim Wetter in Hamburg weiß man nie genau, was man bekommt. Anders läuft es hingegen bei der Action-Cam Panasonic HX-A1M, dem – nach der HX-A500 – zweiten Modell des Herstellers im ungewöhnlichen Patronenformat. Sie kommt im Vergleich zum Vorgänger mit einigen Neuerungen. Wie sie sich wohl in der Praxis schlägt?

Leicht und robust

Die Panasonic HX-A1M ist gerade einmal 8,3 Zentimeter lang und misst etwa 2,6 Zentimeter im Durchmesser. Aufhorchen lässt das Gewicht von nur 45 Gramm, das einen die Kamera schnell vergessen lässt, selbst wenn sie zum Beispiel am Fahrradhelm befestigt ist. Im Vergleich zum Vorgänger kommt die HX-A1M kabellos und ohne externes Aufnahmegerät. Das macht die Befestigung einfacher: Mit der neuen Kamera bringt Panasonic auch eine neue Halterung ins Spiel. Die fixiert die Action-Cam mit einer Schlaufe, die über einen Drehmechanismus zugezogen wird. Im Test erwies sich das als recht fummelige Angelegenheit. Die Rückseite der HX-A1M lässt sich jetzt aufschrauben, um die microSD-Speicherkarte einzulegen und die Kamera über einen USB-Anschluss aufzuladen. Ansonsten finden sich nur noch drei Tasten am Gehäuse: Eine zum Einschalten, eine für die Auswahl der Aufnahmemodi und eine, um die Aufnahme zu starten und zu stoppen. Ein Display gibt es nicht, drei LEDs zeigen den gewählten Status.

Steuerung per Smartphone-App

Damit die Kamera nicht nur den Boden oder den Himmel filmt, bietet Panasonic die kostenlose „Image App“ für Android- und Apple-Geräte an. Per WLAN verbindet sich die Action-Cam mit dem Smartphone, sodass anschließend das Live-Bild auf dem Handy zu sehen ist. Dazu startet man die Action-Cam und drückt die Mode-Taste für etwa 2 Sekunden. Das WLAN-Lämpchen beginnt zu blinken. Auf dem Smartphone lässt sich dann in den Einstellungen das WLAN der Kamera auswählen. In der App stehen dem Filmer anschließend weitere Optionen zur Verfügung: So kann er etwa zwischen der normalen Ansicht und einer mit stärkerem Weitwinkeleffekt wechseln, das Mikrofon ein- und ausschalten, die Videoauflösung einstellen oder auch eine Zeitlupen-Aufnahme aktivieren. Der integrierte Akku hielt im Test rund 70 Minuten durch. Für die Größe der Action-Cam ein durchaus ordentliches Ergebnis. Die (teurere und größere) Konkurrenz schafft es jedoch länger: Die GoPro Hero4 Black macht erst nach 98 Minuten, die Sony HDR-AS100V sogar erst nach 131 Minuten schlapp.
Screenshot Video HX-A1M

Screenshot aus einem Testvideo: Die Panasonic HX-A1M liefert eine knackige Schärfe und eine gute Farbwiedergabe.

Knackig mit Abstrichen

Zunächst die schlechte Nachricht: Mit der Panasonic HX-A1M filmen Adrenalin-Fans „nur“ in Full-HD-Auflösung. 4K-Videos, wie sie etwa das Schwestermodell HX-A500, die GoPro Hero4 Black und die Sony FDR-X1000V beherrschen, sind mit der kleinen Panasonic nicht möglich. Ihre Videos mit 1920x1080 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde sehen aber sehr knackig aus. Die Farben sind nicht zu übersättigt und kommen nah an das Original heran. Etwas Probleme machen ihr feine Details wie etwa körniger Fahrbahnbelag. Der wirkt dann schnell etwas matschig. Auch starke Kontraste machen der HX-A1M zu schaffen. Dann wird entweder der Himmel zu weiß oder das Motiv zu dunkel. Das kann zum Beispiel die 140 Euro günstige GoPro Hero etwas besser. Der Ton war in der Wiedergabe etwas dumpf. Bewegungen sehen aber ruhig und flüssig aus.

Fazit

Die Action-Cam HX-A1M ist Panasonic gut gelungen: Sie überzeugte im Hands-on mit ihren kompakten Abmessungen, dem geringen Gewicht und einer für den Preis ordentlichen Videoqualität. Die Haken sind die recht kurze Akkulaufzeit und die Schlaufenbefestigung.
Jan Becker

von

Jahrgang 1983; geboren in Castrop-Rauxel. Studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Begeistert sich für Technik und Sport.

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