Action-Cam für Radfahrer

Shimano CM-1000: Action-Cam im Test

Die Action-Cam von Shimano fällt besonders kompakt aus. Ob sie bei Qualität und Funktionalität mit GoPro & Co. mithalten kann, verrät der Test.

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Shimano CM-1000

Angenehm unauffällig: Mit ihren flachen Maßen sieht die Shimano CM-1000 sogar auf dem Helm gut aus.

Radfahrer haben zwei Möglichkeiten, eine Action-Cam mitzunehmen: Am Fahrradlenker fällt sie kaum auf, die Videos geraten aber sehr wackelig – gerade bei Rennrädern und ihren knallhart bis auf 11 Bar aufgepumpten Reifen. Auf dem Fahrradhelm ist eine Action-Cam sehr gut vor Vibrationen geschützt. Der Radfahrer sieht damit aber je nach Kamera etwas merkwürdig aus.

Shimano CM-1000: Flach und kompakt

Vor allem die marktbeherrschenden GoPro Hero thronen auf Helmen wie die Antennen auf Teletubbie-Köpfen. Shimano schafft Abhilfe. Der sonst für Angelgeräte und Fahrrad-Komponenten bekannte Hersteller aus Japan brachte seine Action-Cam in eine sehr kompakte und flache Form. Die trägt auf Fahrradhelmen nur wenig auf. Zum Lieferumfang gehört ein entsprechender Befestigungsgurt. Weiteres Montagematerial liefert Shimano nicht mit. Es passt aber Zubehör für GoPro-Kameras, das es auch von Dritt-Herstellern gibt.

Fummelig und nicht ganz scharf

Der Nachteil der kompakten Abmessungen: Für Tasten blieb an der Kamera kaum Platz, auf ein Display hat Shimano verzichtet. Zwei blinkende LEDs zeigen die wichtigsten Betriebszustände an. Das Geblinke versteht der Nutzer allerdings nur nach langer Übung oder mit der Bedienungsanleitung in der Hand.
Shimano CM 1000 App

Per Smartphone-App lässt sich die Shimano CM-1000 deutlich einfacher bedienen. Damit sind auch Einstellungen, etwa des Videoformats, möglich.

Abhilfe verschafft die Gratis-App für Android und iOS, mit der sich die Kamera steuern lässt. Die zeigt auch das Vorschaubild oder die aufgenommenen Videos. Die fallen im Vergleich zur Konkurrenz etwas unscharf aus, gerade an den Bildrändern. Die Farben sind kräftig, die Belichtung gelingt gut. Bei schlechtem Licht stört allerdings deutliches Bildrauschen.
Großer Pluspunkt: Die Shimano CM-1000 ist auch ohne zusätzliches Gehäuse wasserdicht (bis 10 Meter). Außerdem können Radfahrer Sensoren für Geschwindigkeit und Herzfrequenz koppeln (ANT+ Funktechnik) und parallel zum Film aufzeichnen. Mit der seit Ende April verfügbaren Gratis-Software Shimano Camera Editor lassen sich diese Daten dann unten in den Film einblenden.

Testfazit Shimano CM-1000

Die aktuellen GoPro-Modelle sind klar besser, eine Rollei 410 bei ähnlicher Videoqualität deutlich günstiger und besser ausgestattet. Aber diese Konkurrenten tragen nur unerschrockene Radfahrer auf dem Helm. Interessant für ambitionierte Radsportler ist außerdem die mögliche Erfassung von Tempo, Trittfrequenz und Puls. Preislich liegt die Shimano CM-1000 derzeit bei rund 260 Euro (Amazon, Stand: 1.6.2015).

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