Preiswerte Mini-Videokamera

Im Test: Rollei Action-Cam 410 mit Farbdisplay

Rollei bietet mit der Action-Cam 410 eine preiswerte Alternative zu GoPro-, Sony- oder Panasonic-Action-Cams. Was die Kamera kann, zeigt der Test.

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Rollei Actioncam 410

Die Rollei Action-Cam hat ein Farbdisplay und eine Fernbedienung fürs Handgelenk.

Der Name GoPro gilt als Synonym für Action-Cams, jene kleinen und robusten Videokameras, die jeden Spaß mitmachen. Outdoor-Fans können damit ganz normal aus der Hand filmen und fotografieren, sie per Gurt am Körper befestigen, auf einem Helm fixieren oder am Fahrrad, Auto, Motorrad, Skateboard und Surfbrett. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, die Kameras im Format einer halben Zigarettenschachtel passen wirklich überall hin. Auch Rollei mischt dabei mit und will nun mit der günstigen Action-Cam 410 auftrumpfen.

Rollei 410: Action-Cam mit Farbdisplay

Rollei Actioncam 410

Das Display der Rollei 410 ist – erst recht im Gehäuse – etwas kontrastarm.

Mit 150 Euro ist die Rollei kaum teurer als die Hero, das Einsteigermodell von GoPro. Aber die 410 hat auf der Rückseite ein kleines Farbdisplay. Damit kann der Filmer die Kamera präziser für die Aufnahme ausrichten, Clips anschauen und vor allem das Menü einfacher bedienen.
Viele andere Action-Cams haben nur ein primitives Mini-Display für Menüeinstellungen, das Motiv wird im Blindflug angepeilt. Allerdings zeigte sich im Outdoor-Test, dass das Display doch etwas zu kontrastarm ausfällt. Im Sonnenlicht ist kaum etwas zu erkennen. Bei GoPro gibt es ein Farbdisplay erst beim 390 Euro teuren Modell Hero4 Silver sowie als 100-Euro-Extra fürs Topmodell Hero4 Black.
Alternativ lässt sich die Rollei auch per WLAN mit dem Smartphone verbinden (Gratis-App für iOS und Android) und dort das Motiv oder aufgenommene Filme schauen. Erfreulich: Die Rollei wiegt nur 77 Gramm und ist mit 5,3 x 5 x 3,4 Zentimeter recht klein.

Gute Qualität, aber kurze Akkulaufzeit

Scheint die Sonne, liefert die Rollei sehr knackiges Videomaterial. Im Test zeigten sich nur geringe Unschärfen und Störungen in Form von Farbsäumen oder Bildrauschen. Auch bei schnellen Bewegungen hielt die Action-Cam alles flüssig in Full-HD-Auflösung fest. Der Ton ist arg dumpf und erfordert die Nachbearbeitung am Computer – glücklicherweise werden Action-Cam-Videos generell gerne mit Musik unterlegt, sodass der Originalton nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Der Akku der Rollei hielt im Test gut 118 Minuten durch und damit länger als die Stromquelle etwa der GoPro Hero4 Black. Zum Vergleich: Die günstige GoPro Hero schaffte hingegen 173 Minuten – allerdings hat die auch kein Display.

Testfazit: Rollei 410

Die fast niedlich kleine Rollei 410 ist eine ernst zu nehmende Action-Cam. Ihre Bilder sind etwas zu bunt und überschärft, aber das können sonst nur doppelt so teure Modelle besser. Die Ausstattung mit Monitor, Fernbedienung, WLAN und viel Befestigungsmaterial für Helme, Fahrrad- und Motorradlenker ist top. Preislich liegt die Rollei 410 derzeit bei rund 150 Euro (Amazon, Stand: 1.6.2015).
Jan Becker

von

Jahrgang 1983; geboren in Castrop-Rauxel. Studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Begeistert sich für Technik und Sport.

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