Eine Action-Cam, die überzeugt

Im Test: Die TomTom Bandit Action-Cam

TomTom ist der Einstieg ins Action-Cam Geschäft gelungen. Die Bandit-Cam muss sich vor dem großen Wettbewerber GoPro nicht verstecken. Wir zeigen warum.

Datum:
TomTom Bandit Action-Cam

TomTomBandit: Klein, handlich und praktisch.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Die Bandit Action-Cam ist ein äußerst gelungener Erstversuch von TomTom, auf dem hart umkämpften Markt Fuß zu fassen. Sie ist mit allen wichtigen Video- und Bildformaten bewaffnet. Das Gehäuse ist stabil und wertig. An den Halterungen und Platzierungsmechanik gibt es nichts zu meckern. Den 4k-Modus mit mangelhaften 15 FPS kann man verschmerzen. Witzig ist die Idee mit den Daten-Overlays. Die Smartphone-App funktioniert tadellos und einfach. GoPro darf sich warm anziehen, wenn TomTom nachlegen wird.

Pro

  • Gute Qualität
  • Zu einem fairen Preis
  • Prima Ausstattung
  • Zahlreiche Aufnahmemodi
  • Gelungener Drehring
  • Scharfe Aufnahmen bei guten Lichtverhältnissen
  • Schnelle Videobearbeitung in Smartphone-App
  • Pfiffige USB-Stick Lösung, keine SD-Kartenfummelei

Kontra

  • 4K-Modus mit 15 FPS
  • Keine Vorschau der Aufnahmen an der Action-Cam selbst
  • Bei schwachen Lichtverhältnissen typisches Nachlassen der Aufnahme-Qualität

TomTom Bandit

Klar, die GoPro ist schwer zu toppen. Allerdings hat sie auch ihren Preis, wenn man die Spartbrötchen-Version außen vor lässt.Die TomTom Bandit tritt gegen die Hero4 Black und die Hero4 Silver an. Gehen wir also gleich ans Eingemachte.

Filmmodi der TomTom Bandit Action-Cam

Leistungstechnisch sieht es daher bei der TomTom Bandit sehr ähnlich aus.
Video: 4K bei 15 FPS , 2,7K 30 FPS, 1080p 30 FPS und 60 FPS, 720p 60 FPS und 120 FPS.
Bilder: Einzelbild mit 16 MP, Serienbild bis zu 10/sek., fortlaufende Bilderreihe mit 1/Sek., 1/5 Sek. 1/10 Sek., 1/15 Sek., 1/30 Sek. oder 1/60 Sek.
Zeitlupe: 1080p 2 x, 720p 4 x und WVGA 6 x.
Zeitraffer: 4K bei 30 FPS oder 15 FPS, 1080p mit 30 FPS oder 15 FPS, Intervall mit 1/Sek., 1/5 Sek., 1/10 Sek., 1/15 Sek., 1/30 Sek. oder 1/60 Sek.
Testbericht der TomTom Bandit Action Cam Video abspielen

Was kann der erste Wurf aus dem Hause TomTom, die ihren Hut in den Action-Cam Ring geworfen haben? Für den ersten Versuch? Erstaunlich viel!

Ok, die 4k-Aufnahme mit 15 Frames pro Sekunde wirkt dementsprechend ruckelig und verwaschen.
Das hätte man sich auch schenken können (nur um 4K als Produktfeature auflisten zu können, reicht das nicht).
Alle anderen Modi sind bei Tageslicht knackscharf. Je dunkler es wird, umso deutlicher tritt die Krankheit aller Action-Cams auf: Die Aufnahmen rauschen qualitativ ab.
Wir konnten keine markanten Unterschiede bei der Aufnahmequalität zur GoPro feststellen.

Handhabung der Bandit Action-Cam

Galerie: Im Test: Die TomTom Bandit Action-Cam überzeugt

Hierbei glänzt die TomTom. Vor allen Dingen das qualitativ stabile Gehäuse und der Rotationsring. Mit dem sich die Actio-Cam um 180 Grad um die eigene Achse drehen lassen kann. Je nachdem ob man die Befestigung vertikal oder horziontal vornehmen muss. Platziere ich die Cam an der Beifahrertür meines Autos, drehe ich sie um 90 Grad nach oben, damit ich wieder ein horizontales Bild erhalte. Leichter geht es nicht. Besonders lobenswert sind die Verankerungspunkte an der Cam, die aus Metall sind und über vier leichtgängige Entriegelungsstifte verfügen.
Die Halterungsstifte

Gut zu erkennen: Die metallenen Verankerungsstifte.

Zum Einschalten und Starten der Aufnahmen drückt man auf einen rückwärtigen Schalter, der gut erreichbar ist. Zum Stoppen der Aufnahmen und Ausschalten drückt man vorne auf eine Schaltfläche oberhalb der Linse. Dazwischen befindet das Display in Schwarz-Weiß und ein Bedienfeld, das mehr oder minder 1:1 an die TomTom Spark Watch erinnert. Wir zeigen Euch das detailiert im Video. Ebenso die kostenlos erhältliche Smartphone-App, die es sowohl für iOS als auch Android gibt. Mittels der App kann die Kamera ebenso gesteuert werden. Was prima funktioniert.
Die App für die TomTom Bandit

Die App für die TomTom Bandit, um die Action-Cam fernzusteuern, sich die Aufnahmen anzuschauen und um Filme zusammenzuschneiden.

Obacht: Da die Action-Cam selbst über kein Vorschaudisplay verfügt, muss man zwingenderweise das Smartphone zücken, um ganz sicher zu sehen. Hierzu verbindet man das Smartphone mit dem WLAN-Hotspot der Bandit. Bluetooth-Connect wird nicht angeboten. Wir hatten es im Test aber auch nicht vermisst. Zusätzlich werden über die App die Aufnahmen zusammengefügt und veröffentlicht. Was in der Tat besser geht als man meint. Zumindest für einfache Szenarien. Wer es komplexer mag, muss zum traditionellen Video-Editor greifen.
TomTom hat der Action-Cam Markierungsmöglichkeiten mitgegeben. Hierbei handelt es sich um von Sensoren detektierte Momente, die besonders markiert werden. Was bedeutet das? Sobald sich die Geschwindigkeit deutlich verändert, vermutet die Software der Cam eine besonders spannende Szene zu erkennen. Das funktioniert ebenfalls bei G-Kraftveränderungen, schnellen Höhenunterschieden und sogar Änderungen der Herzfrequenz (insofern man den TomTom Brustgurt umgeschnallt hat). Diese Szenen sind als markierte Stellen in der App abrufbar und zu einem Film mit wenigen Klicks zusammenstellbar.
Der USB-Stick.

Der besagte USB-Stick (Lademöglichkeit und Aufnahmentransfer).

Was auch überzeugt: Die Bandit wird mittels USB-Stick aufgeladen. Der sich Innengehäuse befindet und mittels Schraubverschluss sehr zügig entnehmbar ist. Zugleich dient er zum Übertragen der Aufnahmen, denn am USB-Stick ist die SD-Karte untergebracht (miniSD). Wer möchte, installiert sich TomTom Bandit Studio. Sozusagen die Desktop-Variante der Smatrphone-App. Vorteil: Am größeren Monitor lässt es sich ergonomischer arbeiten, um die einzelnen Aufnahmen zu einem spannenden Filmchen zusammenzufügen.
Overlays im Videoeditor der TomTom Bandit

Die Overlays: Infodaten zum Einblenden in den Filmabschnitten.

Zu guter Letzt: Overlays sind Daten, die man über eine Filmsequenz optisch legen kann. Beispielsweise? Wer mit dem Rad unterwegs war, kann sich die GPS-Route, Geschwindigkeiten und Höhenmeter anzeigen lassen. Hierzu werden im Video-Editor von TomTom vier Zonen angeboten. Auch das ist in unserem Testvideo zu erkennen.

Zubehör der Bandit

Als smart ist ein besonderes ein Zubehör zu bezeichen: Wohlwissend, dass die meisten eine Action-Cam von GoPro verfügen, bietet TomTom für je 10 Euro Adapter für GoPro-Halterungen an (siehe Amazon).
GoPro Adapterhalterung

GoPro Adapterhalterung.

Was das Zubehör-Set generell angeht, hängt es davon zunächst ab, welche Version man bestellt: Zwar gibt es nur das eine Modell, aber der Interessent hat die Wahl zwischen dem Adventure Pack und der Bike Pack Ausrüstung. Im Adventure Pack sind eine Rucksackhalterung, eine Unterwasserlinse (für bis zu 40 m), eine Standardhalterung, ein Adapter für GoPro-Halterungen, ein Anti-Rotations-Clip und ein Mikrofon-Windschutz enthalten. Im Bike Pack sind eine flexible Lenkerhalterung, eine Halterung für Helme mit Lüftungsschlitzen, Standardhalterungen, eine Unterwasserlinse, eine Fernbedienung, ein Adapter für GoPro-Halterungen, ein Anti-Rotations-Clip und ein Mikrofon-Windschutz enthalten. Der Preisunterschieb beträgt rund 50 Euro.

Preise

Das Adventure-Pack kostet bei Amazon z.Zt. 278 Euro, das Bike-Pack 336 Euro. Für 233 Euro gibt es schließlich das Basispaket, fast nackt: Man bekommt Standardhalterungen und einen GoPro-Adapter mitgeliefert.
Wir haben für Euch zum Vergleich die GoPro Hero4 Silver getestet. Und natürlich auch die Hero4 Black im Test.

TomTom Bandit

Robert Basic

von

Seine Passion sind Menschen, sein Antrieb ist die Neugier.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.