Filmen mit 4K-Auflösung

GoPro Hero4 Black: Test des Action-Cam-Flaggschiffs

GoPro ist bekannt für seine kleinen, robusten Videokameras: eVivam hat das 4K-Flaggschiff Hero4 Black unter die Lupe genommen.

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GoPro Hero4 Black

Die GoPro Hero4 Black ist das aktuelle Spitzenmodell des Herstellers.

Am Fahrrad, Auto, Skihelm oder an einer Teleskopstange für Selfies: Action-Cams gehören für Sportler und Adrenalin-Fans mittlerweile einfach dazu. GoPro gilt bei Actionfilmern als Topmarke und brachte etwa mit der Hero3+ Black Edition die Konkurrenz ins Schwitzen. Zunächst gelang es der Sony HDR-AS100V jedoch, die Krone an sich zu reißen. GoPro kontert mit der Hero4-Serie. Gleich drei Modelle sollten es wieder richten. eVivam hat das 4K-Flaggschiff, die Hero4 Black, getestet.

Hochauflösend mit nur einem Klick

Die Wünsche der Fans wurden erhört: Die Hero4 Black filmt in 4K-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde. Damit ist sie etwas besser als die Panasonic HX-A500, die 4K-Videos mit 25 Bildern pro Sekunde speichert. Reduziert man die Auflösung der GoPro, sind noch mehr Bilder pro Sekunde möglich: bei 2,7K 50 Bilder pro Sekunde und bei Full-HD-Auflösung 120 Bilder pro Sekunde – praktisch für Slow-Motion-Videos.
Neu ist die „QuikCapture“-Funktion, mit der die GoPro zur 1-Knopf-Kamera wird. Ein Druck auf den Auslöser schaltet die Kamera ein und startet die Aufnahme. Hält der Filmer die Taste für zwei Sekunden, nimmt die Hero4 Black Videos im Zeitraffer auf.
Weitere Neuerungen sollen das Filmen noch angenehmer machen. So hat GoPro dem Gerät neue Einstellungen für Nachtaufnahmen spendiert, die WiFi-Verbindung und die Tonqualität optimiert. Außerdem lassen sich per Tastendruck besonders gut gelungene Clips markieren.

Galerie: GoPro Hero 4: Bilder der Action-Cam

Bedienung der Hero4 Black

Auf den ersten Blick sieht die Hero4 Black wie das Vorgängermodell Hero 3+ Black Edition aus. Aber bei genauem Hinsehen fällt schnell der neue Verschluss auf, mit dem sich das Gehäuse verschließen lässt. Das geht jetzt deutlich besser von der Hand.
Die Bedienung ist einfach, sodass sich etwa auch die „QuikCapture“-Funktion schnell im Menü aktivieren ließ. Ein Druck auf den Auslöser, die GoPro startete und nahm direkt ein Video auf – das passt. Geändert hat sich das kleine Display, das nun einen schwarzen Rahmen und zwei schmale vertikale LED-Streifen zeigt, die etwa bei der Aufnahme gut erkennbar blinken.

Herausragende Videos, lange Startzeit

Schon die ersten Videoaufnahmen im diesigen Hamburger Hafen machten einen guten Eindruck. Im Labortest bestätigte es sich: Mit scharfen und detailreichen Clips lässt die Hero4 Black die Konkurrenz hinter sich. Auch bei Dämmerung waren noch viele Details sichtbar. Ohne direkt hörbare Tonverfremdungen fiel auch der Hörtest der GoPro sehr gut aus.
Aber auch die GoPro hat Schwächen: So fiel etwa die Startzeit mit 6,6 Sekunden sehr lang aus. Auch die Akkulaufzeit ist mit 98 Minuten nicht herausragend. Die Sony HDR-AS100VR schafft etwa 131 Minuten. Testaufnahmen der GoPro Hero4 in 4K kannst du dir hier ansehen.

Die GoPro Hero4 Silver

GoPro Hero4 Silver

Die GoPro Hero4 Silver kann kein 4K, hat aber einen wirklich guten Touchscreen.

Die Hero4 Silver sieht genauso aus wie die Hero4 Black, filmt nicht in 4K-Auflösung, bietet aber den 2,7K-Modus mit 30 Bildern pro Sekunde (Full HD: 60 Bilder pro Sekunde; 720p: 120 Bilder pro Sekunde). Ihre Besonderheit: Sie hat ein Touch-Display, über das sich bequem per Fingertipp Einstellungen vornehmen oder Videos abspielen lassen. Ansonsten verfügt die Hero4 Silver über die gleichen neuen Funktionen wie die Hero4 Black.

Die Einsteiger-Hero

Wer die Anschaffungskosten einer Action-Cam scheut, kann nun mit der Hero von GoPro die ersten Schritte für relativ kleines Geld unternehmen. Nur rund 140 Euro kostet das etwa 110 Gramm leichte Modell. Die Hero kommt direkt in einem wasserdichten Gehäuse und filmt maximal in Full-HD-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde. Der Funktionsumfang ist kleiner als bei den großen Brüdern. Die „QuikCapture“-Funktion beherrscht sie aber auch.

Zubehör für die Hero4-Serie

Neben den Hero4-Modellen hat GoPro auch neues Zubehör im Gepäck, darunter eine tragbare und wasserfeste Fernbedienung, um die GoPro aus bis zu 183 Metern auszulösen, sowie einen schwimmenden Griff. Die Laufzeit soll ein Batteriepack verdoppeln.

Fazit: GoPro Hero4 Black

Die GoPro Hero4 Black beeindruckt mit einer herausragenden Bildqualität. Es sind zwar nur kleine Änderungen im Vergleich zum Vorgänger, aber gerade die 30 Bilder pro Sekunde bei 4K-Auflösung waren überfällig. Damit macht das Anschauen der Filme auch im Wohnzimmer wieder Spaß. Für die Zukunft: Ein Touchscreen wie bei der GoPro Hero Silver würde der Hero4 Black ebenfalls gut stehen.
Die GoPro Hero4 Black kostet rund 470 Euro (Amazon, Stand: 4.6.2015).
Jan Becker

von

Jahrgang 1983; geboren in Castrop-Rauxel. Studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Begeistert sich für Technik und Sport.

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