Kamera für 140 Euro

GoPro Hero: Günstige Action-Cam im Test

Action-Cams von GoPro sind beliebt, aber teuer. Die neue Hero überrascht mit ihrem günstigen Preis – hält sie, was der gute Ruf verspricht?

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GoPro Hero (CHDHA-301)

Die GoPro Hero ist fest in ihr Unterwasser-Gehäuse eingebaut. Die Bedienung klappt mit etwas Übung über die zwei Tasten, das Display ist aber schlecht ablesbar.

Eine Erfolgsgeschichte, die am Strand begann: Vor gut zehn Jahren wollte der Kalifornier Nick Woodman sich selbst beim Surfen filmen. Weil er mit den damals verfügbaren Camcordern unzufrieden war, entwickelte er eine eigene Videokamera – die GoPro Hero war geboren.
Inzwischen gilt der Name GoPro als Synonym für Action-Cams, jene kleinen und robusten Videokameras, die jeden Spaß mitmachen. Outdoor-Fans können damit aus der Hand filmen und fotografieren; die Cam lässt sich per Gurt am Körper befestigen, auf einem Helm fixieren oder am Fahrrad, Auto, Motorrad, Skateboard und natürlich auch am Surfbrett.

Galerie: GoPro Hero 4: Bilder der Action-Cam

GoPro Hero: Einfach abdrücken

Dank minimalistischer Ausstattung ist auch die Handhabung einfach: Mit den weitwinkligen Objektiven der Action-Cams genügt es, die Kamera grob in der gewünschten Richtung zu positionieren, Zoom- und Belichtungseinstellungen gibt’s nicht. Anschließend die Aufnahmetaste drücken – und schon landet das Video auf der eingesteckten Speicherkarte.
Das neue Einstiegsmodell von GoPro heißt einfach nur Hero, ohne die sonst übliche Nummer dahinter. Die günstige GoPro erlaubt per Mini-Display noch die Wahl zwischen Full-HD und kleineren Auflösungen, viel mehr Optionen gibt es nicht, kein „richtiges“ Display mit Motivvorschau, kein WLAN zur Fernsteuerung per Smartphone. Außer USB bietet das Gerät keine weiteren Anschlüsse, also etwa auch keine HDMI-Buchse zum Anschluss an einen Fernseher.
Die gute Seite der mageren Ausstattung: Ein Stromfresser ist das Gerät nicht. Dementsprechend hielt der Akku im Test 173 Minuten – und damit länger als die Batterien der anderen GoPros und der meisten Wettbewerber.
Der Lieferumfang wiederum fällt spartanisch aus: Im Karton liegt kaum Befestigungszubehör. Außer Klebepads für den Helm und glatte Flächen ist nichts dabei. Tragegurte oder Halterungen für Fahrrad- und Motorradlenker müssen Actionfilmer extra kaufen. Immerhin: Das Zubehörangebot von GoPro und Zubehörherstellern für die GoPro-Familie ist riesig.

Knackige Bildqualität

GoPro Hero (CHDHA-301) Rückseite

Die GoPro Hero besitzt nur eine USB-Buchse – an der Rückseite. HDMI- oder andere Anschlüsse bietet sie nicht.

Auf den ersten Blick ist klar: In dieser Preisklasse toppt kein Konkurrent die Bildqualität der Hero. Die Schärfe ist gut, Farben zeichnet sie recht neutral auf, erst im Dämmerlicht stört Bildrauschen. Bewegungen zeigt sie etwas unschärfer als ihre teureren Geschwister. Es tanzen aber nicht – wie bei billigen Action-Cams in der Regel üblich – Klötzchen durchs Bild, wenn man etwa mit dem Mountainbike über eine Wiese brettert.
Der Ton ist brauchbar, wenn der Nutzer die Rückwand des fest montierten Unterwasser-Gehäuses gegen die mitgelieferte offene Rückwand tauscht. Dennoch: Um rundum gelungene Actionvideos zu präsentieren, müssen Sie die Streifen nachvertonen.

Testfazit: GoPro Hero

Die Ausstattung ist spartanisch, was sich aber auch positiv bewerten lässt: Wer sich mal im Menü einer teureren GoPro verirrt hat, ist froh über die wenigen Einstellmöglichkeiten der einfachen Hero. Der Qualität tut das keinen Abbruch, mit der Hero lassen sich erstaunlich gute Full-HD-Videos drehen. Damit reicht sie sogar nah an die teureren Geschwister heran und setzt sich von vergleichbar günstiger Konkurrenz ab. Die GoPro Hero ist zum Preis von 139,00 erhältlich (Amazon, Stand: 27.5.2015).

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