Hauptsache schlank?

Experten warnen: Diese Promi-Diäten machen krank!

Schön und schlank wie die Promis? Verführerisch! Doch Promis sind meist selbst keine Ernährungsexperten und raten zu ungesunden Radikaldiäten. Der Britische Ernährungsverband prangert nun die schlimmsten Beispiele an.

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Ungesunde Promi-Diäten

Gwyneth Paltrow, Kate Hudson und Kim Kardashian geben nur allzu gerne Diät-Tipps.

Wenn wir schöne, schlanke Menschen sehen, fragen wir uns manchmal, wie die das nur hinbekommen. Gerade Promis haben da ganz leichte Antworten und den ein oder anderen Diät-Tipp. Doch gerade die sind oft wissenschaftlich nicht fundiert, sagt der Britische Ernährungsverband nun und schlägt Alarm. Manche dieser Promi-Diäten können langfristig sogar krank machen.

Warum Promi-Diäten nicht immer die beste Wahl sind

Bei unseren Nachbarn in Großbritannien hat es Gwyneth Paltrow derzeit ziemlich schwer mit ihrer Idee von der perfekten Ernährung. Auf der Webseite ihres Unternehmens Goop propagiert ein Artikel eine Radikaldiät von Star-Trainerin Tracy Anderson. Diese verspricht 14 Pfund weniger in einem Monat – mit dem Verzicht auf Gluten und fast allen Kohlenhydraten. Ernährungsexperten schätzten dies als „extrem schädigend” ein. Denn wie Studien zeigen, sind viele glutenfreie Produkte voller Zucker und Fett und haben wenig Proteine. Dagegen sollen Low-Carb-Diäten auf Dauer das Herz schädigen. Wer zu schnell Gewicht verliert, riskiert seine Gesundheit. Einige der Risiken: Mangelernährung, Gallensteine oder schlicht Ermüdungserscheinungen. Viel schlimmer seien bei solchen Diäten jedoch die mentalen Auswirkungen, so die Ernährungsexpertin Rhiannon Lambert im „The Independent”. Sie können die eigene Beziehung zu Essen kaputt machen und sogar in einer Essstörung resultieren. Dennoch setzen viele Promis auf radikale Ausschlussdiäten und empfehlen sie. Nun räumte der Britische Ernährungsverband mit gängigen Ernährungmythen auf und warnt explizit vor gewissen Promi-Diäten.

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Die vegane Rohkostdiät von Gwyneth Paltrow

Gwyneth Paltrow, Megan Fox und sogar Sting schwören auf sie: die vegane Rohkostdiät. Grundsäztlich ernährt ihr euch hier vegan und eben von Rohkost. Diese Ernährung wird gerne als Wunderdiät gegen Überwicht beworben. Gegen eine vegane Ernährung mit Zusätzen wie Vitamin B12 und Vitamin D sei gar nichts einzuwenden, so die Experten des Britischen Ernährungsverbandes. Das Problem: Die Mythen dazu. Veganes Essen enthält oftmals genauso viele Kalorien und Zucker wie nicht veganes Essen. Es ist also nicht per se besser für eine Diät geeignet. Zudem entwickeln manche Lebensmittel, wie z.B. Karotten, erst ihre ganze Kraft, wenn sie gekocht werden. Rohkost ist also auch nicht grundsätzlich besser. Mehr noch: Wer bei einer veganen Rohkosternährung nicht genau darauf achtet, dass er alle wichtigen Nährstoffe bekommt, könnte seiner Gesundheit langfristig schaden.

Die alkaline Diät von Kate Hudson

Kate Hudson und Herzogin „Fergie” sind begeisterte Verfechter der alkalinen Diät. Das Grundprizip obliegt hier einer basischen Ernährung. Lebensmittel, die als säurebildend gelten, werden gemieden, so z.B. Eier, Fleisch, Nüsse oder Getreideprodukte. Basische Lebensmittel wie z.B. Molke, Pilze oder Äpfel sind erlaubt. Die Wirksamkeit dieser Diät ist jedoch höchst umstritten. Da jedoch verarbeitete Lebensmittel wegfallen, ist ein Gewichtsverlust wahrscheinlich. Mit dem „Nonsens” von basischen und sauren Lebensmittel hat dies jedoch nichts zu tun, so die Experten.

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Die Eiweißdiät von Katie Price

Katie Price vertreibt in Großbritannien ihren eigenen Proteinshake als gesunde Diät. Viele Formula-Diäten basieren auf dem gleichen Prinzip. Hierbei werden eine oder mehrere Mahlzeiten durch einen Eiweißshake ersetzt, der Stoffwechsel und Muskelaufbau fördern soll. Sicherlich lässt sich damit in kurzer Zeit viel Gewicht verlieren, so die Experten. Allerdings lässt sich das Gewicht hinterher selten langfristig halten.

Die ketogene Diät von Kim Kardashian

Ketogene Diäten setzen auf Low-Carb, vergleichsweise viel Fett und eine Portion Eiweiß. Beispiele hierfür sind z.B. Paleo oder die Atkins-Diät. Körner, Hülsenfrüchte, aber auch Milchprodukte, Soja und viele Obst- und einige Gemüsesorten dürfen nur in geringen Mengen verzehrt werden. Kim Kardashian schreibt dieser Ernährung ihre Figur zu. Auch Halle Berry, Rihanna, Tom Jones und Mick Jagger schwören darauf. Abnehmen kann man damit, so die Experten: Die Kalorien pro Tag werden reduziert und die Lebensmittel, an denen sich viele überfuttern, werden aus dem Speiseplan gestrichen. Risiken der Diät: niedriger Energiespiegel, Hungergefühl, Schlafprobleme, sinkendes Leistungsniveau, Übelkeit.

Muss ich jetzt darauf verzichten?

All diese Diäten sind vor allem auf eins ausgelegt: schnellen Gewichtsverlust. Und mit allen ist dies durchaus möglich – vor allem aufgrund reduzierter Gesamtkalorien pro Tag, weniger Zucker und/oder Fett und den Verzicht auf Fertigkost. Langfristig bergen die Radikaldiäten jedoch Gesundheitsrisiken, die man nicht unterschätzen sollte. FDH mit einer langfristigen Ernährungsumstellung (weniger Zucker, weniger Fett, ausgewogen) und mehr Bewegung sehen die Experten als bessere Lösung für anhaltenden Gewichtsverlust. Für schnellen Gewichtsverlust, z.B. um im Brautkleid eine gute Figur zu machen, und als kurzfristige Lösung, führen viele Wege zum Ziel, wie unser Diät-Test zeigt.

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