Gefährliche Blutsauger

Wer sich jetzt vor Zecken schützen sollte

Sie lauern im Gebüsch, auf Wiesen und auch im eigenen Garten: Zecken. Lesen Sie bei eVivam, wie Sie sich vor den kleinen Biestern schützen können und wie Sie vorgehen sollten, wenn sich doch mal eine Zecke festgebissen hat.

Datum:
Ostereiersuche

Damit die Ostereiersuche ein Vergnügen bleibt, sollten Sie ein paar Dinge beachten.

In wenigen Wochen ist es wieder so weit. Kinder stürmen private Gärten und öffentliche Parks in der Hoffnung, die meisten Osternaschereien zu finden. Doch zwischen den grüner werdenden Sträuchern finden die Kleinen nicht nur Süßigkeiten. Auch scheinbar unsichtbare Gefahren lauern und können für böse Überraschungen sorgen. Was nicht viele wissen oder wahr haben wollen: Auch Zecken sind zu Ostern bereits aktiv. Schon ab Plusgraden von 7 °C ist die unauffällige Spinnenart auf der Suche nach einem Wirt mit warmem, frischem Blut. Ein großer Irrtum, der sich hartnäckig hält, ist, dass Zecken von Bäumen auf ihre Opfer fallen. Wenn dem so wäre, müssten Sie sich auf Wiesen selbstverständlich keine Sorgen machen.
Kinder zwischen Narzissen

Zu Ostern wünschen sich alle warme Temperaturen und ein gut gefülltes Osterkörbchen. Zecken gehören keinesfalls dazu.

So clever und hartnäckig sind Zecken

Draußen kehrt der Frühling ein und nach nur wenigen aufeinanderfolgenden Tagen mit Temperaturen knapp unter 10 °C sind Zecken besonders rege und hungrig. Die kleinen Tierchen halten sich dann auf Pflanzen bis zu einer Maximalhöhe von 150 cm auf. Das trifft genau auf die Pflanzen und Sträucher zu, unter denen der Osterhase seine Verstecke hat. Die kleinen Kinderbeine müssen nur an Grashalmen, Forsythienzweigen oder Osterglocken entlangstreifen. Schon sitzt die Zecke an der Kleidung. Das Krabbeln und Stechen der Zecke, insofern sie sich den Weg unter die Kleidung bahnt, ist nicht zu merken. Die Schmerzfreiheit ist einerseits beruhigend, aber andererseits macht es das Finden der Zecken umso schwieriger. Am liebsten sitzen sie am Hals und auf dem Kopf. Weitere, schön warme Stellen sind Kniekehlen, die Rückseite der Ohren, Zehenzwischenräume und Hautfalten. Aber Achtung! Nicht nur Kinder laufen Gefahr, von einer Zecke gebissen zu werden. Wenn Sie Ihre Kinder auf Zecken untersuchen, was nach der erfolgreichen Eiersuche unbedingt passieren sollte, können die kleinen Tierchen auf Sie übergegangen sein. Nur das Abstreichen der Kleidung reicht aus und die Zecke wandert unter Ihren Pullover.

Galerie: Was tun, wenn die Zecken beißen

Zeckenimpfung und Vorsorge

Mit nur wenigen Handgriffen können Sie sich, Ihre Kinder oder Enkelkinder vor einem Zeckenbiss und den gefährlichen Folgen schützen. Auch wenn es draußen trocken ist, ziehen Sie den kleinen Naschkatzen Gummistiefel an. Am besten nehmen Sie welche mit Kordelzug, die direkt an das Bein anschließen. Sind solche Stiefel nicht im Haus, stecken Sie die Hose in die Socken. Lange und geschlossene Kleidung sind das A und O, selbst wenn es recht warm sein sollte. Dies macht es den Zecken schwer, an den Beinen hochzukrabbeln. Möchten Sie trotz all der Vorsichtsmaßnahmen auf Nummer sicher gehen, sprühen Sie freiliegende Haut und auch die Kleidung mit Zeckensprays ein. Die bekommen Sie online (Nobite-Hautspray für 7,99 Euro bei Amazon bestellen) oder in Apotheke und Drogerie. Trotzdem kann es zum Zeckenbiss kommen. Dann sollten Sie immer eine Pinzette, Zeckenzange oder -karte im Haus haben. Ob Sie die Zecke aus der Haut drehen oder vorsichtig ziehen, ist egal. Zecken können schwerwiegende Krankheiten wie die durch ein Virus ausgelöste FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose übertragen. Schützen können Sie sich und Ihre Kinder mit der Zeckenimpfung. Sie haben die Wahl zwischen einer Grundimmunisierung und der Schnellimmunisierung. Was für Sie passt, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.

Risikogebiete für Zecken und FSME

Zecken lauern überall, aber es gibt laut www.zecken.de einige Gegenden, die stark gefährdet sind. Dazu zählen Teile folgender Bundesländer: Thüringen, Bayern, Südhessen, Baden-Württemberg. Dort ist auch das Risiko, sich das FSME-Virus einzufangen, besonders hoch. Über die letzten Jahre hat das Robert-Koch-Institut ein zwar langsames, aber stetiges Wachstum dieser Gebiete beobachtet, was unter anderem an der weltweiten Klimaerwärmung liegt.
Wenn am Ostersonntag die Sonne scheint und Ihre Kinder nach draußen stürmen, seien Sie gut vorbereitet. Dann können alle nach der erfolgreichen Suche ein unbeschwertes Osterfest genießen.

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