Endlich strahlend lächeln

Zahnspange für Erwachsene – so bekommen Sie ein perfektes Gebiss

Zahnfehlstellungen reguliert der Kieferorthopäde in jedem Alter. Die Behandlung von Erwachsenen dauert allerdings länger als die Jugendlicher. Und es entstehen Kosten, die der gesetzlich versicherte Patient selbst übernimmt.

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Zahnspange für Erwachsene

Festsitzende Zahnspangen korrigieren auch extreme Fehlstellungen bei erwachsenen Patienten.

Als Tom Cruise vor einigen Jahren mit einer Zahnspange in der Öffentlichkeit auftrat, sorgte das nicht nur für Schlagzeilen. Er löste auch einen Trend aus: Erwachsene, die sich an ihren schiefen Zähne störten, folgten seinem Beispiel. Dabei sind es nicht nur ästhetische Gründe, die Patienten jenseits des Kindes- oder Teenageralters in die Praxen der Kieferorthopäden bringen. Fehlstellungen und Verschachtelungen der Zähne sehen nicht nur unschön aus, sie stören möglicherweise auch die Gebissfunktion. Schief stehende Zähne erschweren Patienten zu kauen, zu sprechen, sie erschweren die Zahnpflege und beeinträchtigen die Kiefergelenksfunktion.

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So funktioniert die Behandlung

Der Kieferorthopäde bewegt die Zähne, indem er über eine Zahnspange sanfte Druck- und Zugkräfte einwirken lässt. Diese Spangen gibt es in zwei Varianten: festsitzend oder herausnehmbar. Die festsitzenden Spangen üben Druck auf den Zahn aus. Der Kieferknochen weicht davor zurück und der Zahn rückt allmählich in die gewünschte Position. Die Zugwirkung auf der Gegenseite regt den Knochen zur Neubildung an, sodass der Zahn seinen festen Halt nicht verliert. Auf diese Weise kann der Arzt einzelne Zähne oder ganze Zahngruppen sehr gezielt bewegen.

Am besten hilft die festsitzende Lösung mit Brackets

Festsitzende Zahnspangen, so genannte Brackets, korrigieren auch extreme Fehlstellungen. Der Kieferorthopäde klebt sie auf die Oberfläche der Zähne und verbindet sie mit speziellen Drahtbögen. Über sie übt der Arzt Druck und Zug aus, bis sich die Zähne langsam in die vorgesehene Position bewegen.

Von auffällig bis völlig unsichtbar – diese Arten von Brackets gibt es

Herkömmliche Brackets bestehen aus Metall und fallen beim Sprechen und Lachen natürlich ins Auge. Alternativ gibt es auch zahnfarbene und durchsichtige Varianten, die weniger sichtbar sind. Die zahnfarbenen bestehen aus Keramik. Völlig unsichtbar bleibt die Zahnregulierung mit der Lingualtechnik. Hierbei befestigt der Kieferorthopäde die Brackets auf der Rückseite der Zähne. Weiterer Vorteil ist, dass die Innenseite robuster und weniger kariesanfällig ist als die Außenseite. Nachteile sind die weit höheren Kosten und dass die innen sitzenden Brackets größere Schwierigkeiten beim Sprechen verursachen.

Alternativ gibt es durchsichtige Zahnschienen

Extra für die Behandlung Erwachsener haben Zahnspezialisten die sogenannte Invisaligntechnik entwickelt. Der Kieferorthopäde setzt feine durchsichtige Schienen ähnlich wie Bleachingschienen auf die Zahnreihen. Sie sind nicht regulierbar, das bedeutet, dass eine ganze Serie von Schienen für jeden Patienten individuell angefertigt wird. Eine trägt er dann etwa zwei Wochen, jede neue Schiene rückt das Therapieziel ein Stück näher. Die Schienen sind so dünn, dass sich die meisten Patienten innerhalb kürzester Zeit daran gewöhnen und auch beim Sprechen keine Probleme damit haben. Zum Essen und Zähneputzen nimmt man sie kurz heraus. Mit der Invisaligntechnik gelingen allerdings nur kleinere Stellungskorrekturen. Für umfangreiche Zahnverschiebungen sind Brackets die Methode der Wahl.

So lange dauert es bis zum perfekten Lächeln

Die Therapielänge hängt davon ab, wie umfangreich die Korrektur ist. Im schlechtesten Fall dauert sie bis zu vier Jahre, meistens liegt sie aber zwischen einem und zwei Jahren. Wichtig ist, dass die Ergebnisse nach der Behandlung stabilisiert werden, sonst bewegen sich die Zähne wieder in ihre alte Position zurück. Dazu trägt der Patient für einen bestimmten Zeitraum nachts ein so genanntes Retentionsgerät, eine Art Schiene. Auch diese Geräte sind herausnehmbar oder festsitzend.

So teuer ist die Behandlung

Die Kosten richten sich nach Dauer und Aufwand der Behandlung. Korrigiert der Kieferorthopäde nur Teile des Kiefers, liegen sie bei etwa 1000 Euro. Eine Komplettbehandlung, die zwei bis drei Jahre dauert, kostet mitunter mehrere Tausend Euro. Erwachsene zahlen kieferorthopädische Therapien in der Regel selbst.

Zahncreme

Katrin Hoerner

von

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