Zurück ins Leben: nach Erkrankungen

Wie hilft dir die Krankenkasse bei chronischer Krankheit?

eVivam zeigt dir in diesem Beitrag, welche Unterstützung du von deiner Krankenkasse in Anspruch nehmen kannst, um besser mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Brustkrebs oder Diabetes zu leben oder ein gesundheitliches Leiden hinter dir zu lassen.

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Wie hilft dir die Krankenkasse, wieder fit zu werden?

Zurück ins Leben nach oder mit chronischen Leiden: Auch Krankenkassen helfen dir auf deinem Weg, wieder fit zu werden.

„Um deine Krankheit kümmern sich die Ärzte, um deine Gesundheit musst du dich selber kümmern." In dieser buddhistischen Weisheit steckt viel Wahres. Doch auch, wenn du krank bist, kannst und musst du manchmal selbst etwas dafür tun, um wieder so fit wie möglich zu werden. Nach dem eVivam-Beitrag über Prävention, erfährst du hier, wie dich die Krankenkasse dabei unterstützen kann. eVivam hat bei den drei großen Barmer GEK (Barmer), DAK-Gesundheit (DAK) und Techniker Krankenkasse (TK) nachgefragt.

Disease Management Programme (DMP)

Chronisch Kranke bedürfen in der Regel einer intensiveren Betreuung von Ärzten verschiedener Fachrichtungen und anderen Heilberuflern. Als schwerwiegend chronisch krank giltst du laut Bundesministerium für Gesundheit, wenn du unter anderem
  • mindestens einen Arztbesuch pro Quartal wegen derselben Krankheit wenigstens ein Jahr lang nachweisen kannst (...)
und/oder wenn du
  • eine kontinuierliche medizinischen Versorgung brauchst, ohne die sich die Gesundheitsstörung nach ärztlicher Einschätzung zu einer lebensbedrohlichen Krankheit verschlimmern würde oder sich Lebenserwartung und -qualität verringern würden.
Zu den chronischen Krankheiten, die eine Dauerbehandlung erfordern, gehören zum Beispiel
  • Asthma
  • Brustkrebs
  • Diabetes mellitus oder
  • koronare Herzkrankheit.
DMP-Informationen der drei Krankenkassen findest du hier:

Integrierte Versorgung

Mit der Gesundheitsreform vor 15 Jahren keimte die Idee, Fachleute im Sinne des Patienten zu vernetzen: Ärzte, Fachärzte, Krankenhäuser, Vorsorge- und Reha-Kliniken sowie andere berechtigte Leistungserbringer können seitdem miteinander kooperieren und Wissen austauschen. Krankenkassen schließen mit ihnen dazu entsprechende Verträge ab. Wenn du an einer solchen Integrierten Versorgungsform teilnimmst, können die Krankenkassen dir als Versicherten dazu beispielsweise einen Bonus gewähren. Das Bundesministerium für Gesundheit schreibt über das Ziel dieses Konzeptes: „Integrierte Versorgungsnetze sollen die flächendeckende Behandlung von Volkskrankheiten zum Ziel haben oder sämtliche Erkrankungen eines Patienten vernetzt behandeln." Dazu zählen neben Diabetes, Adipositas und Depressionen zum Beispiel auch Bandscheibenerkrankungen.
Die Barmer hat zum Beispiel mittlerweile regionale Angebote für Rückenschmerzpatienten. In Berlin und Hamburg bietet die Krankenkasse bereits arbeitsunfähigen Patienten an, an einer multimodalen Rückenschmerztherapie teilzunehmen. Da Rückenprobleme die größte Last der Deutschen sind, gibt es bei eVivam bald einen Folgebeitrag über spezielle Rückenprogramme der Krankenkassen.

Die Anderen

Die Krankenkassen haben aber auch die Möglichkeit über so genannte Satzungsleistungen Verträge mit nicht zugelassenen Leistungserbringern zu schließen. Das sind Leistungen, die eine Krankenkasse zusätzlich zu den gesetzlich festgeschriebenen Leistungen gewähren kann. Sie stehen in der Regel im freien Ermessen der Krankenkassen und können im Wettbewerb der Krankenkassen eingesetzt werden.

DMP, Integrierte Versorgungskonzepte und andere interessante Projekte und Programme von Barmer, DAK und TK findest du in der Bildergalerie:
Wibke Roth

von

Wenn ich Texte verfasse, erfasse ich die Welt. Wenn ich laufe, erlebe ich sie. Ich arbeite als freischaffende Journalistin und Texterin sowie Fitness-, Reha- und Yoga-Trainerin im Herzen des Ruhrgebiets, oder manchmal auch auf Mallorca.

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