Prävention: Aus Liebe zu deiner Gesundheit

Wie hilft die Krankenkasse dabei, fit zu werden?

Du willst fit werden und fragst dich, wie deine Krankenkasse dich dabei unterstützen kann? eVivam hat bei den drei großen Barmer GEK (Barmer), DAK-Gesundheit (DAK) und Techniker Krankenkasse (TK) nachgefragt.

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Krankenkasse: Welche Hilfe kann ich in Anspruch nehmen, um fit zu werden?

Neben Wirbelsäulengymnastik gibt es viele Programme zu Prävention, also zu deiner Gesunderhaltung, die deine Krankenversicherung unterstützt.

Du fragst dich, welche Hilfe du von deiner Krankenkasse in Anspruch nehmen kannst, um fit zu werden? In diesem Beitrag geht es um Prävention, also Programme, die Krankheiten vorbeugen sollen.

Vorsorgen ist Liebe zu deiner Gesundheit

Laut BKK-Gesundheitsreport kamen auf einen Versicherten der Betriebskrankenkassen zwischen 1976 bis 2013 durchschnittlich 17,8 Arbeitsunfähigkeitstage pro Jahr. Der jährliche Bericht erfasst und analysiert die gesundheitlichen Befunde von rund zehn Millionen BKK-Versicherten.
Wenn du Glück hast, bist du gerade gesund und munter. Und das soll auch so bleiben, getreu dem Motto: Wenn du vorsorgst, ist das besser als erst krank und dann aktiv zu werden. In einem eVivam-Interview mit dem Internisten Dr. Axel Kip erläutert er, dass das zum Beispiel bei Rückenleiden und Krebs sogar wissenschaftlich erwiesen ist. Damit du also fit bleibst, haben die gesetzlichen Krankenversicherungen Programme entwickelt oder kooperieren mit Einrichtungen, die dir helfen können, Krankheiten vorzubeugen, die infolge von Bewegungsmangel, Fehlernährung, Suchtmitteln oder Stress entstehen können.

Welche Kurse bezuschusst werden, entscheidet die Zentrale Prüfstelle Prävention

Ob Kursangebote des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), des Kneipp-Bundes oder der Volkshochschulen: Eine wichtige Orientierungshilfe für deine Krankenkasse, ob sie ein Präventionsangebot fördert, liefert die Zentrale Prüfstelle Prävention. Sie vergeben dem Kursanbieter das entsprechende Güte-Siegel. Im Prinzip geht es um Angebote von A wie Aqua-Fitness, über R wie Rauchentwöhnung und Q wie Qi Gong bis Y wie Yoga.
Gesetzlich ist der Präventionsbereich übrigens in Paragraf 20 des fünften Buches des Sozialgesetzbuches geregelt. Dort steht unter anderem: „„(...) Leistungen zur Primärprävention sollen den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern und insbesondere einen Beitrag zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen erbringen. (...)"

Welche Präventionsprogramme gibt es?

Barmer
„Wir fördern auf dieser Basis Präventionskurse externer Anbieter genauso wie eine individuelle Ernährungsberatung, Kursangebote des DOSB oder Kurse des Kneipp-Bundes und der Volkshochschulen. Selbst Angebote im europäischen Ausland können bezuschusst werden. Unsere Versicherten haben Anspruch auf zwei Maßnahmen im Kalenderjahr, die wir mit jeweils bis zu 75 Euro bezuschussen", sagt Barmer-Pressesprecher Daniel Freudenreich. Auf der entsprechenden Webseite findest du neben der Online-Suche für einen Kurs in deiner Nähe auch eine Checkliste.
DAK
Die DAK schreibt auf Ihrer Präventionsseite: „Wir übernehmen 80 Prozent der Kursgebühren, maximal 75 Euro – und das für einen Kurs pro Jahr. Legen Sie uns einfach eine Teilnahmebestätigung des Kursanbieters vor, aus der hervorgeht, dass Sie mindestens 80 Prozent der Kurstermine besucht haben."
TK
Die TK verweist auf ihr eigens entwickeltes digitales Angebot: „Unser Gesundheitscoaching (...) hilft bei der Bewältigung des inneren Schweinehundes und bei der gesunden Lebensführung", sagt Thomas Heilmann, Fachreferatsleiter Versorgungsmanagement der TK. Dazu zählen zum Beispiel zurzeit neun Online-Coaches zu den Präventionsthemen
  • Antistress,
  • Burnout,
  • Diabetes,
  • Ernährung,
  • Fitness,
  • Kopfschmerz,
  • Nichtraucher und
  • Walking.
Beim Burnout-Coach kannst du zum Beispiel deinen Ist-Zustand deines Stress-Empfindens bewerten lassen und dokumentieren, was dich besonders stresst und an welchen Tagen. Du trägst aber auch ein, wann du noch innere Ressourcen hast. So bekommst du wieder ein Gefühl dafür, was dir gut tut und dich in Balance hält.
In einem Folgebeitrag zeigt eVivam dir, welche Hilfen zu in Anspruch nehmen kannst, um besser mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Brustkrebs oder Diabetes zu leben oder zum Beispiel nach einer Krankheit den Weg wieder zurück in die Arbeitswelt zu finden.

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Wibke Roth

von

Wenn ich Texte verfasse, erfasse ich die Welt. Wenn ich laufe, erlebe ich sie. Ich arbeite als freischaffende Journalistin und Texterin sowie Fitness-, Reha- und Yoga-Trainerin im Herzen des Ruhrgebiets, oder manchmal auch auf Mallorca.

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