Wenn der Körper nicht mehr will

Welche Mittel helfen gegen Kraftlosigkeit

Fühlst du dich schlapp und kraftlos? Dahinter können verschiedene Ursachen stecken. Kraftlosigkeit kann das körperliche Symptom einer Muskelschwäche sein, doch weitaus häufiger ist die Psyche im Spiel. Damit du die für dich beste Therapieform findest, ist es wichtig, zunächst den Ursachen auf die Spur zu gehen.

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Kraftlosigkeit

Lassen Sie sich von der inneren Kraftlosigkeit nicht zu Boden reißen!

Handelt es sich um eine körperliche Kraftlosigkeit, liegt eventuell eine Muskelschwäche vor. Ärgerst du dich ganz einfach, dass dir sofort die Arme schmerzen, wenn du einen Getränkekasten oder Koffer die Treppe hochträgst, kannst du mit Training gezielt gegensteuern. Ideal ist das Krafttraining im Fitnessstudio, doch auch sanfte Sportarten wie Yoga und Pilates stärken die Muskulatur – vor allem die tiefer liegenden Muskelgruppen.
Stellst du jedoch eher plötzlich fest, dass du kraftlos und schlapp bist, solltest du deinen Arzt aufsuchen. Abrupt auftretende Muskelschwäche kann das Symptom einer Erkrankung sein. Neben Infektionen, Immunschwäche oder einer Stoffwechselstörung gehen auch Nervenerkrankungen mit Kraftlosigkeit einher.

Kraftlosigkeit durch den Lebensstil

Fühlst du dich ganz allgemein schlapp und kraftlos, können verschiedene Faktoren deines täglichen Lebensstils dahinterstecken. Sehr viele Menschen klagen heute über Schlafmangel und Schlafstörungen. Diese führen auf Dauer zu einer allgemeinen Mattheit und Kraftlosigkeit. Versuchst du diese dann mit Kaffee, Energydrinks oder Aufputschmitteln zu vertreiben, setzt du einen Teufelskreis in Gang. Versuche lieber, früher ins Bett zu gehen und die nächtliche Schlafdauer zu erhöhen. Will der Schlaf einfach nicht kommen, überlege, was du abends ändern kannst. Schaust du gerne Fernsehserien, die deinen Adrenalinspiegel in die Höhe treiben, chattest du mit drei Leuten gleichzeitig am Smartphone oder spielst ein aufregendes Computerspiel? Dann fällt es deinem Körper verständlicherweise schwer, zur Ruhe zu kommen. Nimm lieber ein entspannendes Bad oder lies eine Weile im Bett.
Kraftlosigkeit ist außerdem nicht selten mit falscher Ernährung und Nährstoffmangel verbunden. Gerade Frauen, die jeden Monat durch die Menstruation Blut verlieren, leiden manchmal unter Eisenmangel, der wiederum zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit führt. Gerade im Winter kommt ein Mangel an Vitamin D hinzu, das der Körper mithilfe des Sonnenlichtes bildet. In den Wintermonaten steht die Sonne in unseren Breitengraden jedoch zu tief am Himmel, um die Produktion von Vitamin D anzuregen. Dein Hausarzt kann anhand eines einfachen Bluttests feststellen, ob es dir an einem bestimmten Vitamin oder Mineralstoff (oder mehreren) mangelt.

Wenn die Kraftlosigkeit psychische Ursachen hat

Nicht selten sind Kraftlosigkeit und Antriebslosigkeit in der Psyche begründet. Zwischen dem täglichen Stress am Arbeitsplatz, den häuslichen Pflichten und dem Freizeitstress mit Hobbys und Freunden macht so mancher Körper schlapp. Es kommt zum Burn-out. Dann fühlst du eine lähmende Kraftlosigkeit, die mit anderen Symptomen wie Kopfschmerzen, Unruhe und Schlafproblemen einhergeht.
In manchen Fällen entwickelt sich der Burn-out zu einer Depression. Nicht selten äußern sich psychische Probleme in Angststörungen, bei denen Betroffene zwischen akuten Panikattacken und totaler Antriebslosigkeit schwanken. Glaubst du, dass deine Kraftlosigkeit psychische Ursachen hat, solltest du dich nicht scheuen, mit deinem Arzt darüber zu sprechen. Er kann dir Experten wie Psychologen und Psychotherapeuten empfehlen.
Fühlst du dich längere Zeit schlapp und kraftlos oder kannst dir nicht erklären, woher deine Kraftlosigkeit kommt? Dann solltest du in jedem Fall ärztliche Hilfe suchen, um den Gründen auf die Spur zu kommen und schwere physische oder psychische Erkrankungen auszuschließen.