Risiken minimieren, Verletzungen vorbeugen

Vor dem Sport Gesundheitscheck machen!

Für Sporteinsteiger ist die Überwindung des inneren Schweinehundes oftmals schon die halbe Miete. Der Besuch beim Sportarzt ist da nur noch Formsache. Dieser Termin sollte allerdings unbedingt wahrgenommen werden, um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen. eVivam erklärt warum.

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Medizinische Beratung

Ein Arzt weiß meist sehr genau, was Sie Ihrem Körper zumuten sollten – und was nicht.

Es klingt verlockend: Hat man sich erst einmal dafür entschieden, sein Sportmuffeldasein an den Nagel zu hängen, möchte man am liebsten direkt loslegen. An ein angemessenes Aufwärmprogramm denken viele Neuathleten vielleicht noch. Doch um seine Gesundheit nicht zu gefährden, sollte man sich vor dem Fitnessprogramm einem ausführlichen Gesundheitscheck unterziehen. Infrage kommt dafür jeder Allgemeinmediziner. Wer es ein wenig genauer und auf seine eigenen Bedürfnisse abgestimmt haben möchte, der wendet sich an einen Arzt, der sich auf Sportmedizin und Fitness spezialisiert hat. Dieser kann dem Patienten individuelle Tipps geben und das Trainingsprogramm optimieren.

Wer muss hin?

Auch wenn die regelmäßige Kontrolle des eigenen Gesundheitszustands Niemandem schadet, gibt es Risikogruppen. Sporteinsteiger, bei denen ein intensives Fitnessprogramm mehr als fünf Jahre zurückliegt, sollten ebenso dringend einen Arzt konsultieren wie Patienten, die über 35 Jahre alt sind oder solche, die körperliche Beschwerden aufweisen. Darunter fallen Patienten mit Herz-Kreislauf-, oder Gelenkproblemen, Personen, die an Übergewicht oder Diabetes leiden oder nach einer überstandenen Krankheit langsam wieder zu körperlicher Fitness finden wollen. All jenen sei der Fitnesscheck beim Arzt dringend empfohlen. Und das Beste: Sowohl bei gesundheitlich vorbelasteten Patienten, als auch bei Personen über 35 Jahren übernimmt die Krankenkasse die gesundheitlichen Vorsorgeuntersuchungen. Dann steht dem risikofreien Sportprogramm nichts mehr im Wege!

Was wird gemacht?

Da es sich bei einer sportärztlichen Vorsorgeuntersuchung um eine einheitliche, körperliche Bestandsaufnahme handelt, ist die Krankengeschichte des Patienten besonders wichtig. Er sollte ehrlich auf Fragen nach Vor- und Erberkrankungen antworten. Auch aktuelle Beschwerden solltest Du nicht verheimlichen, selbst wenn es dadurch zu Einschränkungen beim Sportprogramm kommen kann. Darüber hinaus sollte man sich und seinen Fitnesszustand realistisch einschätzen. Wer in den vergangenen zehn Jahren einmal in der Woche Spazieren gegangen ist, sollte aus sich keinen Leistungssportler machen. Nach der Anamnese folgt der körperliche Gesundheitscheck. Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems. Ein Ruhe-EKG misst die Herztöne, die zusätzlich mit einem Stethoskop abgehört werden. Der Zustand der Muskulatur wird überprüft. Ebenso werden die Gelenke und der Knochenbau auf Fehlstellungen kontrolliert, auf die im späteren Training Rücksicht genommen werden müssen. Hat sich der Arzt ein Bild von der körperlichen Verfassung gemacht, folgt eine gemeinsame Auswertung mit dem Patienten. Hier folgen Tipps und Hinweise, die beim Sport zu berücksichtigen sind.

Was kostet mich das?

Fällt ein Patient nicht in eine der Risikogruppen, muss er die Kosten für den Einsteigercheck in der Regel selbst tragen. Je nach Krankenkasse belaufen sich diese auf etwa 50 bis 70 Euro, in die das EKG noch nicht eingerechnet ist. Ein EKG kostet in der Regel 110 Euro, die ebenfalls vom Patienten selbst zu tragen sind. Anders verhält es sich bei einem ärztlichen Befund, an den in den meisten Fällen weitergehende Untersuchungen geknüpft sind. Für diese kommt die Krankenkasse in der Regel auf.

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