Jeder Dritte betroffen

Volkskrankheit Fettleber

Mittlerweile ist rund ein Drittel der Erwachsenen vom Krankheitsphänomen der Fettleber betroffen. Während man früher dachte, die chronische Verfettung des Organs rühre von übermäßigem Alkoholkonsum her, weiß man es heute besser. Doch was lässt sich dagegen tun?

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Fettiges Essen

Eine kalorienhaltige, ungesunde Ernährung kann Ursache für eine Fettleber sein. Auch beim Verzehr von Kohlenhydraten ist Vorsicht geboten.

Die Leber ist nicht bloß das größte Organ im menschlichen Körper, sondern gehört auch zu den wichtigsten. Sie sorgt für einen reibungslosen Stoffwechsel, entgiftet und trennt gesunde von ungesunden Inhaltsstoffen. Kein Organ wird mehr mit etwaigen Giftstoffen konfrontiert. Vor allem Medikamente können der Leber ganz schön zusetzen.

Wie entsteht die Fettleber?

Die Fettleber tritt in unterschiedlichen Ausprägungen auf, die verschiedene Ursachen haben können. Auf der einen Seite ist Alkohol ein häufiger Verursacher der Fettleber. Bevor man sich verstärkt mit der Krankheit befasste, stellte kaum einer Alkohol als Verursacher infrage. Doch eine zweite Form – die nicht-alkoholbedingte Fettleber – hat weder mit übermäßigem Alkoholkonsum, noch mit Fett selbst zu tun. Stattdessen rührt sie von einer besonders kohlenhydrathaltigen Ernährung her. Nahrung, die viele Kohlenhydrate enthält, bringt den Stoffwechsel zum Entgleisen und die Leber zum Verfetten, da diese die Inhaltstoffe nicht schnell genug verarbeiten kann. Ein bekanntes Beispiel dieses Prozesses ist das gezielte Herbeiführen einer verfetteten Gänseleber durch das sogenannte Stopfverfahren. Die Tiere werden wochenlang mit Getreide gemästet, was ihre Organe dazu bringt, auf unnatürliche Weise anzuwachsen. Die Mastnahrung der Tiere ist dabei vollkommen fettfrei.
Übergewicht

Je größer der Bauchumpfang, desto höher ist die Gefahr, an der Volkskrankheit Fettleber zu erkranken.

So gefährlich ist die Fettleber

Nicht alle Menschen, bei denen eine Fettleber diagnostiziert wird, sind gleichermaßen gefährdet. Studien haben ergeben, dass Patienten jahrelang mit einer Fettleber leben können, ohne dass dies besonders starke Auswirkungen auf ihr Lebensgefühl hat. Auch die Warnung vor Übergewicht und Diabetes ist oft nicht mehr als ein obligatorischer Schritt, um den Patienten von selbst zu einer gesunden Ernährung zu animieren. Wenn jedoch merklich Probleme im Stoffwechsel auftreten, wird es gefährlich. So kommt es im Zuge einer Fettleber ab und an zu Insulinresistenz, was einer Vorstufe von Diabetes 2 entspricht. Auch erhöhte Fettwerte im Blut sind ein Warnsignal, die mithilfe eines Bluttests festgestellt werden können. Sie sorgen dafür, dass noch mehr Fett in der Leber eingelagert wird. Beide Symptome sind dafür verantwortlich, dass die Fettleber immer größer wird. Ist man an diesem Punkt angekommen, sollte der Patient dringend einen Facharzt zur Therapie aufsuchen.

Was man gegen die Fettleber tun kann

Um die Fettleber nicht zu unterstützen, hilft nur eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsweise. Viel Bewegung und eine Zucker- und Kohlenhydrate-reduzierte Ernährung helfen, die Krankheitssymptome einzudämmen. Ärzte empfehlen, nach 16 Uhr vollkommen auf Kohlenhydrate zu verzichten, wodurch weniger Insulin ausgeschüttet wird. Dies hilft bisweilen sogar, eine Insulinresistenz zu reduzieren oder vollständig rückgängig zu machen. Wird eine Fettleber rechtzeitig diagnostiziert, ist sie für den Patienten also relativ ungefährlich. Bleibt sie unentdeckt, zieht die Krankheit Folgen nach sich. Wer das Risiko von Diabetes, die häufigste Folgeerkrankung einer Fettleber, verhindern möchte, sollte seine Ernährung hinterfragen. Ist diese stark von Kohlenhydraten und Zucker geprägt und findet im Alltag wenig Bewegung statt, ist das Risiko erhöht und ein Gang zum Arzt ratsam.

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