Hell oder dunkel: Das ist hier die Frage

Unser Urin als Gesundheitsbarometer

Unser Urin gibt jede Menge Aufschluss über unsere gesundheitliche Verfassung. Hier erfährst du, wie man anhand seiner Farbe erkennt, was im Körper los ist.

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Urintest

Mithilfe von Teststreifen kann der Urin auf bestimmte Inhaltsstoffe untersucht werden. Urin-Schnellteststreifen gibt es auch für den Hausgebrauch.

Die Farbe des Urins ändert sich täglich. Mal ist er fast durchsichtig, dann wieder hellgelb und manchmal sogar richtig dunkel. Das muss nicht automatisch auf gesundheitliche Probleme hindeuten. Manchmal beeinflusst auch einfach deine letzte Mahlzeit die Farbe deines Urins. Doch nicht nur am Blut erkennt man den Gesundheitszustand des Menschen. Auch wer den Urin-Farbcode verinnerlicht hat, lernt seinen Körper besser zu verstehen und kann manche Krankheiten schon weit vor ihrem Ausbruch erkennen. Von Infektionen über Entzündungen bis hin zu Tumoren kann die Urinfarbe Einiges ankündigen – und damit im besten Fall sogar Leben retten. Darum solltest du den Urin-Farbcode kennen!

Galerie: Die Urinfarbe und ihre Bedeutung

Harndrang

Unsere Blase kann bis zu einem Liter Urin fassen. Harndrang verspüren die meisten von uns allerdings bereits ab einer Urinmenge von 300 bis 350 Milliliter.

Der Urin und sein Zweck

Die gelbliche Flüssigkeit Urin, auch Harn genannt, entsteht als körpereigenes Abfallprodukt, das sich in den Nieren bildet. In den Nieren wird das Blut gefiltert und damit von schädlichen Stoffen gereinigt. Der hierbei entstehende Überschuss wird als Urin abtransportiert und tropft anschließend ins Nierenbecken, von wo aus es in den Harnleiter weitergeleitet wird. Anschließend wird es über die ableitenden Harnwege aus dem Körper ausgeschieden. Dieser Vorgang geschieht mehrmals täglich, sodass pro Tag zwischen 1,5 und zwei Liter Urin den Körper verlassen, womit der Körper den Flüssigkeits- und Elektrolytehaushalt reguliert. Bei gesunden Menschen übrigens vollkommen geruchlos, denn die im Normalfall nahezu durchsichtige Flüssigkeit besteht zu 95 Prozent aus Wasser und zu fünf Prozent aus Harnstoff. Die leicht gelbliche Färbung entsteht durch den Gallenfarbstoff Bilirubin, der durch den Abbau des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin entsteht. Kündigt sich jedoch ein Gesundheitsproblem oder sogar eine schwerwiegende Krankheit an, bringt das manchmal auch Auswirkungen auf die Farbe des Urins mit sich.
Urin

Von hell bis dunkel – gelber Urin deutet in der Regel auf einen guten Gesundheitszustand hin.

Der Urin und seine Farben – das ist normal

Medikamente, Nahrungsmittel und die Menge an getrunkenem Wasser können die Urinfarbe beeinflussen. Doch in der Regel gilt bei der Urinfarbe Folgendes: Je dunkler der Harn, desto schlechter geht es deinem Organismus. Bist du gesund, ist dein Urin fast durchsichtig und geruchlos. Leichte Nuancen ins hell- bis mittelgelbliche deuten hauptsächlich darauf hin, dass du mehr trinken solltest. Keine Angst, die Gefahr, zu viel zu trinken ist äußerst gering und Flüssigkeitsmangel kann gefährlich werden. Du wirst schnell merken, dass der regelmäßige Griff zu Wasserflasche dazu beiträgt, dass dein Urin eine klare Färbung annimmt. Eine smarte Wasserflasche kann bei der Kontrolle helfen. Erst ab eine dunkelgelblichen Färbung solltest du anfangen, dir Sorgen zu machen. Tritt er morgens auf, besteht noch keine Gefahr. Da du über Nacht nichts oder nur wenig getrunken hast, ist der Urin sehr konzentriert und färbt sich in der Regel wieder hell, sobald du ausreichend getrunken hast. Bleibt er dunkel eingefärbt, ist der Griff zur Wasserflasche unablässig. Achtung: Wer trotz viel Trinken permanent Durst hat, sollte sich ärztlich auf eine Diabeteserkrankung untersuchen lassen.

Urin: trübe Aussichten

Darüber hinaus spielt es eine Rolle, ob der Urin klar oder trübe ist. Letzteres ist ganz klar ein Warnsignal deines Körpers.

Der Urin und seine Farben – das ist nicht normal

Ist dein Urin nämlich trübe, deutet das auf eine bakterielle Infektion hin. Geht die Urinfärbung gar ins orangefarbene, solltest du einen Urologen aufsuchen. Die Ursache ist ein Überschuss an Bilirubin, der infolge einer Leberschädigung oder bei einer Blockierung des Galle-Abflusses auftreten kann. Auch bestimmte Medikamente wie etwa Antibiotika färben den Urin orange. Noch gefährlicher ist brauner Urin beziehungsweise eine Färbung ins Rötliche, auch „altblutiger Urin“ genannt. Bei Frauen kann eine solche Färbung auf Rückstände der Monatsblutung zurückzuführen sein. Auch bei Fieber oder starker Dehydration kann eine solche Färbung auftreten. Kann all das ausgeschlossen werden, sollte das Vorkommen von Blut im Harn von einem Arzt abgeklärt werden. Häufig ist brauner bis rotbrauner Urin der Vorbote eines Infektes oder gar eines Tumors.
Wasseranteil

Wasser ist ein Lebenselexier, denn wir bestehen aus mehr Wasser, als wir denken.

Urin-Teststreifen für zuhause

Antje Wessels

von

Schreiben ist seit jeher meine große Leidenschaft. Es ermöglicht mir, mein Wissen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen mit dem Leser zu teilen und ihm so regelmäßig neue, faszinierende Erkenntnisse mit auf den Weg zu geben.