In Balance bleiben

Stimmungsschwankungen: So wird's besser

Himmelhoch jauchzend – oder zu Tode betrübt. Fast jeder kennt das Gefühl, plötzlich niedergeschlagen oder gereizt zu sein. Diese Tipps helfen, wenn die Laune kippt.

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Tipps gegen Stimmungsschwankung

Stimmungsschwankungen: Vielleicht stecken Schlafmangel oder Stress dahinter.

Hinter starker Müdigkeit, Lustlosigkeit oder Traurigkeit steckt häufig ein einfacher Grund: Wir schlafen zu wenig oder zu schlecht. Auf Schlafstörungen reagiert unser Organismus sehr sensibel. Nervenbotenstoffe wie Serotonin und Noradrenalin, die mit zu den Reglern von Wachen und Schlafen gehören, steuern auch unseren Gemütszustand. So macht uns Schlafmangel launisch und gereizt. Über einen längeren Zeitraum bringt ein Ruhedefizit sogar Herzschlag, Blutdruck, Hormone und den Stoffwechsel durcheinander. Tipp: Sorgen Sie für eine erholsame Nachtruhe von etwa sieben bis acht Stunden Schlaf. Kurzschläfern hilft häufig ein kurzes Nickerchen am Tage.

Erschöpfung: Wenn das Wetter verrückt spielt

An einem Tag kühle Regenschauer, am nächsten hochsommerliche Hitze. Bei extremen Temperaturschwankungen fallen viele Menschen in ein Stimmungstief. Unser Körper kommt bei plötzlichen Wetter-Wechselbädern nicht schnell genug mit. Typische Beschwerden bei Wetterfühligkeit sind Antriebslosigkeit, starke Müdigkeit oder auch Migräne und Kopfschmerzen. Tipp: Trainieren Sie Ihren Körper für unterschiedliche Wetterlagen. Spaziergänge an der frischen Luft – und zwar bei jedem Wetter – härten ab und bringen das Immunsystem in Schwung. Gleiches gilt für Wechselduschen und regelmäßige Saunabesuche. Wenn die Sonne seit Tagen unter einer grauen Wolkendecke verschwindet, hellt eine Tageslichtlampe mit UV-B-Strahlen die Stimmung wieder auf.

Depressive Episode: Stress als Auslöser

Ziehen Sie die Notbremse. Stress zählt zu den Hauptauslösern für trübe Stimmungen – von leichter Traurigkeit bis hin zur depressiven Episode. Ständiger Leistungsdruck bringt bei vielen Menschen eine ungesunde Abwärtsspirale in Gang. Besonders Frauen halsen sich zu viel und zu häufig Multitasking auf. Legen Sie erholsame Ruhephasen ein. Hilfreich sind Entspannungsübungen oder Yoga. Und: Lernen Sie häufiger „Nein“ zu sagen, und geben Sie Aufgaben auch an andere ab.

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Hormonelle Stimmungsschwankungen

Wenn die Hormone Achterbahn fahren, fallen viele Menschen in ein Stimmungstief. Betroffen sind vor allem Frauen. So kämpfen sie häufig mit dem prämenstruellen Syndrom (PMS). Auch während der Schwangerschaft und in den Wechseljahren sind Stimmungsschwankungen ein regelmäßiger Begleiter. Was hilft? Jagen Sie Ihren Östrogenspiegel in die Höhe. Am besten mit Sport. Schon 30 bis 40 Minuten Ausdauersport oder Krafttraining kurbeln den Hormonhaushalt an und setzen glückbringende Endorphine frei. Für eine bessere Balance sorgen außerdem Kräuter-Tees mit Melisse, Baldrian oder Johanniskraut (Hier geht's zur kleinen Kräuterheilkunde). Tipp: Sprechen Sie bei schweren Stimmungsschwankungen mit Ihrem Gynäkologen oder Hausarzt.

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Antriebslosigkeit durch Ernährung

Essen Sie sich glücklich. Stimmungsschwankungen entstehen nicht nur im Kopf, sondern auch im Bauch – genauer gesagt im Darm. Was wir essen, beeinflusst also nicht nur den Körper, sondern auch unseren Gemütszustand. Ein idealer Stimmungsaufheller ist ein Mix aus reichlich Obst, Gemüse, Kräutern, kaltgepressten Pflanzenölen und wenig tierischem Eiweiß. Mit diesen Zutaten bleibt Ihr Blutzuckerspiegel konstant und übellaunige Hungerattacken haben keine Chance. Tipp: Wertvolle Seelentröster sind Lebensmittel mit der Aminosäure L-Tryptophan. Sie steckt reichlich in Bananen, Avocados, sowie Lachs, Sardinen, Käse und Kartoffeln.

Yogamatten

Britta Peperkorn

von

Erklären ist meine Leidenschaft. Kompliziertes einfach darstellen – am liebsten zu Themen, die mich selbst interessieren: Gesundheit und Fitness.