Lieber mal aus der Sonne!

Hitzschlag und Sonnenstich: Welche Maßnahmen sind richtig?

Wer die Hitze ungeschützt genießt, riskiert einen Sonnenstich oder den weitaus gefährlicheren Hitzschlag. Besonders problematisch dabei: Die Symptome zeigen sich oft erst, wenn es zu spät ist.

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Bei Hitze gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren: Ein Sonnenstich kann gefährlich werden.

Endlich ist es richtig heiß -– viele haben die Sommerhitze herbeigesehnt. Doch die Freude über Sonnenbäder, Strandtage und Schwimmen im See kann schnell ins Gegenteil umschlagen: Wer sich ungeschützt in der prallen Hitze aufhält, dem drohen ein Sonnenstich oder – weitaus gefährlicher – ein Hitzschlag.
Strahlt die Sonne zu intensiv auf Kopf und Nacken, staut sich die Hitze dort. Hirnhaut und Gehirn werden gereizt. Ob du dich zu lang in der Hitze aufgehalten hast, merkst du in der Regel am Abend: Ein Sonnenstich macht sich mit einem roten Kopf, Kopf- und Nackenschmerzen und Verspannungen im Nacken bemerkbar. Vielen wird auch übel, sie fühlen sich schlapp, schläfrig und matt. Die Körpertemperatur bewegt sich übrigens im Normalbereich.

Das hilft: Schatten, Kühle, Ruhe

Meistens hilft es, sich im Kühlen und Dunklen auszuruhen, viel zu trinken und abzuwarten. Kühle Tücher und umwickelte Kühlaggregate lindern den Kopfschmerz. Richte dich leicht auf, sodass Kopf und Oberkörper etwas erhöht sind. Übergibst du dich allerdings mehrfach oder steigt deine Körpertemperatur, verständige einen Arzt: Fieber ist Anzeichen für einen Hitzschlag.
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In der Sonne besonders wichtig: ausreichend Wasser trinken.

Der ist lebensgefährlich. Die akute Überhitzung kann dazu führen, dass das Hirngewebe anschwillt und das Gehirn geschädigt wird. Du fühlst dich vielleicht nur verausgabt und müde, weil du in der Hitze Sport getrieben hast, zu lange in der Sauna warst oder im Garten gearbeitet hast. Womöglich schütteln dich aber auch Krämpfe, es kommt zu Bewusstseinsstörungen oder Halluzinationen. Dein Kopf ist hochrot, die Körpertemperatur steigt auf 40 Grad und mehr. Der Körper kann den Schweiß nicht mehr regulieren. Spätestens jetzt gilt: Sofort einen Notarzt rufen. Kühle deinen Körper mit Tüchern und Cool Packs, öffne deine Kleidung, lege den Kopf höher. Lass dich gegebenenfalls von einem Helfer in die stabile Seitenlage bringen, bis der Arzt eintrifft.

Sonnenstich und Hitzschlag macht sich oft später bemerkbar

Das Gefährliche an Sonnenstich und Hitzschlag gleichermaßen ist: Oft treten Symptome und Beschwerden erst Stunden nach einem längeren Aufenthalt in der Sonne auf – um so wichtiger ist es, vorzubeugen. Schütze deine Haut vor intensiven Sonnenstrahlen, besonders an haarlosen Stellen. Zuvorderst müssen folglich die aufpassen, denen Kopfhaar fehlt: Glatzenträger und Kleinkinder. Bei Säuglingen kommt hinzu, dass ihre Schädeldecke dünner und zum Teil noch nicht vollständig geschlossen ist. Langwelliges Sonnenlicht dringt leichter durch.
Doch selbst wenn du ausreichend Haare auf dem Kopf hast: Setze einen Hut oder eine Mütze auf. Häufiges Abkühlen etwa im Wasser oder als kühl empfundene Höhenluft täuschen leicht darüber hinweg, dass die Sonne auch am Meer oder in den Bergen knallt. Ebenso wenig schützt Fahrtwind beim Radausflug das Hirn – da helfen nur Kopfbedeckung oder ein geschlossener Helm. Überlege dir ohnehin gut, ob du bei Hitze intensiv und lang im Freien Sport treibst. Im Zweifelsfall: Lass es doch mal ruhiger anlaufen und geh’ aus der Sonne! Krank macht der Sommer garantiert keinen Spaß.

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