Erholsam durch die Nacht

Schlafphasen – Landkarte für den Schlummer

In der Nacht ist zwar unser Körper im Ruhezustand, doch das Gehirn arbeitet auf Hochtouren. Es verarbeitet Sinneseindrücke des Tages und beschert uns manchmal abenteuerliche Träume. Warum der Mensch so schläft, wie er schläft, ist noch nicht gänzlich geklärt.

Datum:
Schlafphasen

Erholsamer Schlaf ist gut für Körper und Geist.

Fest steht aber, dass du deine Schlafphasen kennen solltest, um den Rhythmus für die perfekte Erholung zu finden. Schlafprobleme können einem im Alltag zusetzen. Im Allgemeinen durchläuft der Mensch etwa fünf Schlafphasen pro Nacht. Allerdings nur, wenn der menschliche Körper rund sieben bis acht Stunden schläft. Wird eine dieser Phasen durch kurze Nächte weggelassen, erwachst du am nächsten Morgen wie gerädert und unausgeruht. Genauso problematisch ist es, wenn du eine Phase durch den falschen Aufwachzeitpunkt unterbrichst. Du kannst zwar nichts gegen den Wecker tun, jedoch deine Zubettgehzeit anpassen. Und du wirst den Unterschied merken.

Erste Schlafphase: Abschaltmodus für den Körper

Genauso wichtig wie der eigentliche Schlaf ist die Einschlafphase. Hier fährt der Körper langsam alle Funktionen herunter und verändert die Gehirnwellenfrequenz. Wichtigstes Kriterium hierfür sind eine bequeme Lage und das Abschalten von störenden Außeneinflüssen. Handybildschirme oder ein laufender Fernseher sind für perfektes Einschlafen also tabu. Und das Kissen sollte deinen Kopf optimal stützen. Da du in dieser Phase noch relativ wach bist, nimmst du die Entspannung meist bewusst wahr - ein wichtiger Faktor, der die Schlafqualität nachhaltig erhöht. Lass dich also mit vollem Bewusstsein in den Schlaf gleiten. Weitere Tipps helfen beim Einschlafen.
Zweite Schlafphase: vom Entspannen zum Träumen
Grob zusammengefasst besteht der zweite Abschnitt aus mehreren kurzen Schlafphasen, in denen dein Körper und dein Gehirn für ihre Entspannung sorgen. Träume hast du zu Beginn der Phasen eher seltener, und wenn, dann sind sie eine realitätsnahe Spiegelung des täglich Erlebten. Auf Deutsch: Konflikte und andere ärgerliche Situationen werden hier nachgespielt. Dadurch leert das Gehirn den Kurzzeitspeicher und schafft Platz für Neues. Auch positive Erlebnisse können verarbeitet werden. Einige Zeit später nehmen die Hirnströme dann eine abenteuerliche Form an und schenken dir spannende, gruselige oder witzige Träume. Dein Gehirn schlägt jetzt wahre Purzelbäume und knüpft neue Verbindungen. Du erinnerst dich am besten an Träume, wenn du direkt aus einer REM-Phase, also der Traumphase, aufwachst.

Dritte Schlafphase: totale Entspannung

Im Tiefschlaf ist der Körper ganz mit sich selbst beschäftigt, regeneriert Zellen und sorgt für die eigentliche Erholung. Darum ist es auch so schwer, aus einer Tiefschlafphase aufzuwachen. Pro Nacht wechseln sich diese Schlafphasen mehrfach mit den Traumphasen ab, wobei eine Tiefschlafphase ungefähr 90 Minuten dauert.

Schlafphasen individuell nutzen

Um deinen Schlaf so erholsam wie möglich zu gestalten, solltest du deine Schlafphasen so legen, dass du in oder am Ende einer Traum- bzw. REM-Phase aufwachst. Denn dann ist dein Körper sowieso aktiver und du kannst besser in den Tag starten. Nun lassen sich die einzelnen Schlafphasen zwar nicht steuern, aber du kannst herausfinden, was deine innere Uhr sagt. Gehe an einem (freien) Tag dann ins Bett, wenn dein Körper Müdigkeit signalisiert, und entspanne dich bewusst, sodass du natürlich einschläfst. Anstatt durch den Wecker lässt du dich durch deinen Körper wecken. Fühlst du dich nach dem Aufwachen besonders erholt, hast du den besten Aufwachzeitpunkt abgepasst. Wenn du kannst, stelle deine Zubettgehzeit und die Schlaflänge auf das Resultat dieses Experiments ein. Du wirst sehen: Ab jetzt holst du das Beste aus deinem Schlaf und brauchst morgens keinen Extrabooster, um aus den Federn zu kommen.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.