Im Urlaub für alles gewappnet

Reiseapotheke – handlich und sinnvoll

Verbandszeug und Kopfschmerztabletten gehören in jeden Koffer. eVivam erklärt, was du sonst noch in die Reiseapotheke packen solltest.

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Reiseapotheke

Klein, handlich und vollständig: Der Inhalt einer Reiseapotheke richtet sich auch danach, wohin die Reise geht.

Der Sommerurlaub steht vor der Tür, der Koffer ist gepackt – fehlt nur noch eine sinnvolle Reiseapotheke, um die freie Zeit tatsächlich genießen zu können. eVivam hat nachgefragt, was in jeden noch so vollen Rucksack passen sollte.
„Zunächst muss ich natürlich mitnehmen, was ich täglich brauche“, sagt die Expertin der Techniker Krankenkasse (TK), Dr. Edda Würdemann. Je nach Reiseland solltest du dich dabei über Einfuhrbestimmungen informieren – etwa, was Insulin oder Medikamente betrifft, die unter ein Betäubungsmittelgesetz fallen könnten. Eventuell stellt der Hausarzt ein Schreiben aus, das die Notwendigkeit bestätigt. Gleiches gilt für Kanülen und ähnliches medizinisches Besteck.
Der Apothekerverband empfiehlt ergänzend, alle Medikamente einer typischen Hausapotheke mitzunehmen, zum Beispiel:
  • Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, Fieberthermometer
  • Pinzette, Schere, Handschuhe
  • Medikamente gegen Schmerzen, Fieber, Entzündung
  • Medikamente gegen Durchfall
  • Corticosteroidsalbe oder/und Antihistaminsalbe gegen allergische Hautreaktionen oder -entzündungen
  • Insekten- und Sonnenschutzmittel
  • Stützstrümpfe (bei langen Flügen)
  • Plastikbeutel zum Verpacken
  • Ersatzbrille
Die genaue Zusammensetzung hänge ab von der Art der Reise, dem Reiseziel und der medizinischen Versorgung im Urlaubsland, erklären die Apotheker weiter. Edda Würdemann bestätigt diese Einschätzung. „Ich rate dringend zum individuellen Packen“, so die TK-Expertin. „Wenn ich an den Nordpol reise, brauche ich anderes, als wenn es in die Sahara gehen soll.“
Gleiches gelte für die Art des Reisens: Wer als Rucksacktourist durch Nepal wandert, sollte alles Erdenkliche für den Notfall bei sich tragen. „Dann ist es durchaus sinnvoll, vorher mit einem Apotheker eine Checkliste durchzugehen“, sagt Würdemann. Bei Reisen in tropische Länder lohnt es, sich vorab beim Gesundheitsamt über mögliche Gefahren und Krankheiten zu informieren.
SonnenstuhlmitPillen

Auch wer im Strandurlaub krank wird, greift dankbar auf mitgebrachte Medikamente zurück. Es muss ja nicht gleich ein Koffer voller Pillen sein.

Brichst du hingegen zur Sightseeing-Tour in eine Großstadt in unseren Breitengraden auf, kannst du fast alles vor Ort besorgen – von den Kopfschmerztabletten bis zum Bindehautmittel bei gereizten Augen. Die TK-Expertin rät, nicht zu übertreiben und passgenau zu packen. „Sonst brauche ich die ganzen Sachen gar nicht und schmeiße sie hinterher weg.“
Grundsätzlich empfiehlt sie, vorausschauend zu handeln: „Ich muss nicht unbedingt etwas vom Straßenstand essen. Das fängt bei Eis und Wasser an.“ Schließlich gehe es um die Urlaubsqualität -– und die könne man nach wie vor mit einem einfachen, bewährten Grundsatz entscheidend erhöhen: „Peel it, boil it, cook it or forget it“ (Schäl es, koch es, brat es oder vergiss es).

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