Verspannungen lösen

Muskuläre Triggerpunkte selbst behandeln

Ein steifer Nacken, Fersensporn, Tennisarm oder Schmerzen im Kopf: Häufig sind Knubbel an Triggerpunkten die Ursache für Beschwerden. eVivam gibt Tipps, wie du dich selbst therapieren kannst.

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Triggerpunkte Massage Hand

Triggerpunkte kann ein Physiotherapeut behandeln, aber auch selbst kannst du Hand anlegen.

Ein Knubbel in der Wade kann Fersensporn begünstigen. Schmerzt es im Kopf, kann dafür ein Knoten in der Schulter verantwortlich sein. Das liegt an den sogenannten Triggerpunkten. Sie sind überall in deiner Muskulatur und im ganzen Körper zu finden.

Muskulatur pflegen

„Und es gibt Schwachstellen in jedem Muskel und bei jedem Menschen“, sagt die Physiotherapeutin Heike Treske. Sie gibt Seminare, in denen sie den Teilnehmern vermittelt, wie sie die Knubbel an den Triggerpunkten selbst behandeln. „Wer Leistung beim Sport bringen will, der sollte seine Muskulatur pflegen“, erklärt sie.

Aktive und passive Triggerpunkte

Bei den Triggerpunkten unterscheidet sie zwischen „aktiven“ und „latenten“ Triggerpunkten. Ein „Aktiver“ schmerzt in der Regel auch bei Ruhe, ohne dass du die Muskulatur belastest. Ein „lantenter“ oder „passiver“ Triggerpunkt fällt erst auf, wenn du Druck auf ihn ausübst. „Passive“ Triggerpunkte können aber jederzeit zu aktiven werden“, sagt Heike Treske. Das bereitet dann Probleme.

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Hilfe beim Experten suchen

Ausgebildete Physiotherapeuten, die sich mit der Triggerpunkt-Therapie beschäftigen, kennen die Muskulatur. Sie wissen, wo sich die einzelnen Triggerpunkte befinden. Das macht es für den Laien schwer, sich gezielt selbst zu behandeln. „Alleine im Arm gibt es rund 20 Triggerpunkte“, erklärt Heike Treske. Deswegen rät sie auch durchaus zu, im sogenannten Fasziendistorsionsmodell (FDM) geschulte Physiotherapeuten oder Osteopathen aufzusuchen. „Bei komplizierten Beschwerden sollte man das immer machen“, so Treske.

Massagebälle und Co.

Aber Knubbel an Triggerpunkten lassen sich durchaus selbst lösen. Gut ist es dafür, die richtigen Werkzeuge zu Hause zu haben. Massagerollen aus Schaumstoff, Massagebälle oder spezielle Triggerpunkt-Massage-Geräte sind zu empfehlen. Damit lassen sich die Muskeln bearbeiten.

Triggerpunkte finden

Triggerpunkte lassen sich so gut finden. Einer liegt beispielweise in der Schultermuskulatur zwischen Arm und Nacken, ein anderer unterhalb der Kniekehle an der Wade. Mit einer Massagerolle kannst du den Muskel entlangfahren. Dabei ist es wichtig, ein wenig Druck auszuüben. Findest du Stellen, an denen leichter Druck ein unangenehmes, schmerzhaftes Gefühl auslöst, hast du einen Triggerpunkt gefunden. Ihn bearbeitest du, bis der Knubbel sich löst. Das kann ein paar Tage dauern. Den Triggerpunkt solltest du also öfters massieren. „Das lässt sich sehr gut Abends beim Fernsehen auf dem Sofa machen“, sagt Heike Trekse.
David Huth

von

Ob Gadgets, Apps oder Trends – alles was neu ist, probiere ich aus. An meiner Neugier lasse ich hier bei eVivam andere teilhaben.

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