Probleme mit dem Enddarm

Mit einfachen Mitteln Hämorrhoiden behandeln

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Haemorrhoiden_behandeln

Fallen Sie nicht auf, kontrollieren Sie Ihren Hintern mit einfachen Tipps.

Hämorrhoiden sind eines der bekanntesten Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Viele Menschen ärgern sich lieber jahrelang mit den unangenehmen Schmerzen am Enddarm herum, statt den Arzt aufzusuchen. Dabei lassen sich Hämorrhoiden gut behandeln. In vielen Fällen hilft schon eine einfache Creme aus der Apotheke.
Hämorrhoiden hat jeder Mensch, denn eigentlich wird mit diesem Ausdruck ein Polster aus dünnen Blutgefäßen am Enddarm bezeichnet. Probleme mit diesen Gefäßpolstern heißen offiziell Hämorrhoidalleiden, doch im Volksmund wird für sie der Begriff Hämorrhoiden verwendet.

Wie entsteht ein Hämorrhoidalleiden?

Bei den Hämorrhoiden handelt es sich um Gefäßpolster, die gemeinsam mit dem inneren und äußeren Schließmuskel den Enddarm zusammenhalten. Der moderne Lebensstil mit Bewegungsmangel, zu geringer Flüssigkeitszufuhr und ballaststoffarmer Ernährung hat dazu geführt, dass diese Gefäßpolster immer mehr strapaziert werden. Oft kommt ein falsches Verhalten beim Stuhlgang hinzu, z. B. zu lange Sitzungen, starkes Pressen oder das Unterdrücken des Stuhlgangs. Dadurch wird immer mehr Druck auf die Blutgefäße ausgeübt, der dazu führt, dass die Gefäßpolster sich vergrößern. Reißt eines der Blutgefäße ein (meist beim Stuhlgang), bemerkst du dies an den kleinen hellroten Blutflecken im Toilettenpapier oder Urin.
Idealerweise solltest du schon jetzt die beginnenden Hämorrhoiden behandeln, doch die meisten Menschen warten bis zum sogenannten Grad II des Hämorrhoidalleidens. Nun treten häufiger Blutungen auf und du verspürst häufiger ein Brennen oder Jucken im Analbereich. Manchmal kommt es zum Vorfall der Gefäßpolster, die aus dem Enddarm hervortreten. Zunächst bilden sie sich von alleine zurück.
Kommt es bei jedem Stuhlgang zu einem Vorfall und du musst die Gefäßpolster von Hand zurück in den Darm schieben, hat die Erkrankung Grad III erreicht. Spätestens hier sollte ein Facharzt, der Proktologe, hinzugezogen werden. Dieser wird das Stadium der Krankheit ermitteln und die Therapie danach ausrichten. In schweren Fällen ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich.

Wie kannst du Hämorrhoiden behandeln?

Entdeckst du hellrote Blutflecken im Toilettenpapier und/oder verspürst du einen lästigen Juckreiz im Analbereich, solltest du die beginnenden Hämorrhoiden behandeln, ehe sie schlimmer werden. In der Apotheke bekommst du eine Reihe verschiedener rezeptfreier Cremes und Salben für unter 10 Euro, die du abends und morgens im Analbereich aufträgst. Diese tragen in erster Linie dazu bei, den Juckreiz zu lindern.
Scheue dich nicht, deinen Hausarzt aufzusuchen. Er sollte abklären, ob es sich bei den Blutflecken wirklich um Hämorrhoiden handelt oder möglicherweise um eine andere Erkrankung. Er wird dir außerdem die für dich beste Creme (oder Zäpfchen) empfehlen, um die Hämorrhoiden zu behandeln.

Gesunde Ernährung ist wichtig

Da es sich um eine typische Zivilisationskrankheit handelt, solltest du nicht nur auf Medikamente setzen. Entlaste deinen Enddarm (mitsamt den Hämorrhoiden), indem du auf eine ballaststoffreiche Kost achtest, auf ausreichende Trinkmengen und auf tägliche Bewegung. Ein 20-minütiger Spaziergang genügt schon. Iss öfter Vollkornbrot und Müsli mit Haferflocken anstelle des hellen Frühstücksbrötchens und sei vorsichtig mit blähenden Speisen wie Kohl und Hülsenfrüchten.
Trink über den Tag verteilt mindestens einen Liter Wasser zusätzlich. So wird der Stuhl weicher, und Verstopfungen gehören der Vergangenheit an. Verzichte auf Abführmittel und verkneif dir das zu starke Pressen auf der Toilette. Beachtest du alle Tipps zu einer gesunden ballaststoffreichen Ernährung, dann wird es ohnehin nicht mehr notwendig sein.

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