Wenn immer wieder der Juckreiz quält

Mit diesen Tipps kannst du Neurodermitis behandeln

Datum:
Neurodermitis_behandeln

Nehmen Sie Neurodermitis nicht auf die leichte Schulter.

Die Zahl der Neurodermitis-Erkrankungen ist in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen. Vor allem Kinder sind betroffen, doch auch Erwachsene leiden immer häufiger am atopischen Ekzem. Zwar lassen sich aktive Schübe der Neurodermitis behandeln und oft sogar vermeiden, doch eine vollständige Heilung ist trotz vielfältiger anderweitiger Versprechen nicht möglich.
Wenn Neurodermitis im Babyalter auftritt, sieht es anders aus. Bei immerhin einem Drittel der Kleinkinder unter sechs Jahren wächst sich die Neurodermitis von alleine heraus, wenn sie älter werden. Ein erstmaliges Auftreten der Neurodermitis im Erwachsenenalter ist dagegen eher selten.

Wann musst du Neurodermitis behandeln?

Wenn du als erwachsene Person unter Neurodermitis leidest, bist du vermutlich schon damit aufgewachsen und kennst deine persönlichen "Trigger", die einen aktiven Schub auslösen. In jedem Fall solltest du deine Neurodermitis behandeln lassen, um den Juckreiz zu mildern. Der Arzt wird dir entsprechende Cremes oder Tabletten verschreiben, die die Entzündung der Haut lindern. Meist handelt es sich um Kortisonpräparate. Medikamente sind jedoch nur einer der verschiedenen Bausteine, um die Neurodermitis zu behandeln.

Kenne deine Trigger

Neurodermitis zeichnet sich dadurch aus, dass die Erkrankung lange Zeit ruhen kann und du ohne Symptome lebst. Doch immer wieder kommt es zu einem aktiven Schub, der sich mit schuppiger geröteter Haut und starkem Juckreiz bemerkbar macht. Ein wichtiger Faktor, um deine Neurodermitis in den Griff zu bekommen, ist die Identifizierung deiner persönlichen Trigger, die diese Schübe auslösen. Dies können typische Allergene wie Hausstaubmilben, Tierhaare oder bestimmte Lebensmittel sein, aber auch spezielle Textilien, der Kontakt mit bestimmten Stoffen am Arbeitsplatz oder die Psyche. Um die Neurodermitis zu behandeln, solltest du ein Tagebuch führen, in dem du deine Alltagstätigkeiten notierst und aktive Schübe der Krankheit. So wird es möglich, bestimmte Muster erkennen: Vielleicht reagiert dein Körper regelmäßig dann mit Ausschlag, wenn du Kontakt zu Nachbars Katze hattest oder wenn du deinen geliebten Wollpullover trägst. Dann solltest du diesen Triggern in Zukunft aus dem Weg gehen.

Neurodermitis behandeln mit der richtigen Hautpflege

Die Haut von Neurodermitis-Patienten ist extrem trocken und neigt selbst ohne aktiven Schub zum Schuppen. Die sorgfältige Pflege mit rückfettenden Hautcremes ist daher ein weiterer wichtiger Baustein, um die Neurodermitis zu behandeln. Achte darauf, nur Hautcremes ohne Konservierungsmittel und Duftstoffe zu benutzen, da diese deine Haut zusätzlich belasten. Vermeide wenn möglich häufiges Duschen und Baden und die Verwendung von Duschgel und Seifen. Viele Ärzte raten zu Cremes mit Harnstoffzusatz, der den Juckreiz lindert und die Haut geschmeidiger werden lässt.

Weitere Tipps, um Neurodermitis zu behandeln

Gehören Lebensmittelunverträglichkeiten zu deinen Triggern, kann eine Ernährungsumstellung dazu beitragen, aktive Schübe zu vermeiden. Meist handelt sich um künstliche Zusatzstoffe in Lebensmitteln und Geschmacksverstärker. Versuche es einmal mit Clean Eating, um herauszufinden, ob du mit einer Nahrungsumstellung die Neurodermitis behandeln kannst.
Lösen psychische Faktoren wie Stress aktive Schübe aus, solltest du dich mit Methoden zur Stressreduzierung beschäftigen. Möglicherweise kannst du am Arbeitsplatz kürzer treten oder in einem offenen Gespräch mit dem Chef versuchen, deine Belastung zu senken. Sehr hilfreich sind sanfte Sportarten wie Yoga und Pilates zum Stressabbau oder Entspannungsmaßnahmen wie Meditation und autogenes Training.
Ein einziges Erfolgsrezept, mit dem du jede Neurodermitis behandeln kannst, gibt es leider nicht. Aber wenn du deine Trigger kennst und gezielt gegensteuerst, kannst du zumindest viel dazu beitragen, dass aktive Schübe mit ihrem Juckreiz seltener vorkommen.

Neurodermitis behandeln