Entspannter Geist

Meditation: Pause für das Gedankenkarussell

Wer meditiert, muss nicht im Lotussitz auf einem Berggipfel sitzen und die Erleuchtung finden. Meditation ist für jeden täglich umsetzbar. Sie hilft deinem Geist, sich zu fokussieren und dein Stresslevel zu senken.

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Meditation

Loslassen: Dank Meditation kannst du sogar im Alltagsstress gelassen bleiben.

Nach einem intensiven Training gönnst du deinem Körper einen Tag Pause. Muskeln brauchen Regenerationszeit, Zeit zu wachsen. Doch was ist mit deinem Geist? Auch dieser ist jeden Tag in Action, liefert Höchstleistungen zwischen Job- und Alltagsstress. Tausende von Informationen prasseln täglich auf ihn ein, die du verarbeiten und verwerten musst. Vielleicht kommst du irgendwann an den Punkt, an dem du dich schlechter konzentrieren kannst, an dem auch dein Gedächtnis nachlässt. Im schlimmsten Fall kann zu viel Stress sogar zu Depressionen oder anderen psychosomatischen Krankheiten führen. Kein Wunder, wenn dein Geist im Gegensatz zu deinen Muskeln nie eine Chance bekommt zu regenerieren. Hier kommt Meditation ins Spiel. Meditation kann dir helfen, auch deinen Kopf zu entspannen.

Meditation: Religiöses Ritual oder Entspannungsübung?

Lange galt Meditation als esoterisch und sehr religiös. Tatsächlich sind die meisten Meditations-Techniken in religiösen Ritualen begründet, allerdings haben sich daraus inzwischen Methoden entwickelt, die komplett ohne religiösen Hintergrund auskommen. Vielmehr geht es darum, Konzentration, Achtsamkeit und Vertiefung in den Mittelpunkt zu stellen. Dafür brauchst du nicht mehr als ein paar Minuten, in denen du ungestört bist, und einen Platz, an dem du aufrecht und entspannt sitzen kannst.
York Scheller TK-Experte

„Teil vieler Meditationsformen ist Achtsamkeit: Bewusst alles wahrnehmen und akzeptieren, was ist, ohne es zu bewerten. Versuch das für einige Minuten. Viele Menschen können dabei tief entspannen.“

TK-Experte York Scheller, Diplom-Psychologe, Experte für Stressbewältigung

Wie meditiere ich richtig?

Unser Geist ist ständig in Bewegung. Wir denken immer, an wichtige und unwichtige Dinge. Es wird dir schwerfallen, diese Gedanken abzuschalten. In der Meditation versucht man diesen Zustand zu erreichen, indem man sich auf nur eine Sache konzentriert, ein bestimmtes Bild, ein Wort oder, ganz klassisch, die Atmung. Konzentriere dich auf dein Ein- und Ausatmen, sonst nichts. Andere Gedanken kommen unwillkürlich, diese lässt du einfach vorbeiziehen. Verschiedene innerliche Bilder können dabei helfen, die eigenen Gedanken gehen zu lassen: vorbeiziehende Wolken, Blätter, die auf einem fließenden Bach wegschwimmen oder eine Schafherde, aus der zwar ab und zu ein Schaf ausbricht, das du aber mit deinem gedanklichen Schäferhund wieder zur Herde führst. Wichtig dabei: Sei völlig wertfrei. Versuche Abstand zu deinen eigenen Gedanken zu bekommen, bewerte nicht, ob sie positiv oder negativ sind, bewerte auch dich selbst nicht, wenn du an einem Tag mehr Gedanken hast und an einem anderen Tag besser die Aufmerksamkeit auf deinen Atem lenken kannst.
Das Zazen, eine Meditationstechnik aus dem Zen-Buddhismus, beruht auf einem ähnlichen Prinzip.

Meditation in Bewegung

Neben der Konzentrationsmeditation gibt es noch zahlreiche andere Meditations-Formen. Einige davon finden auch in Bewegung statt, so ist zum Beispiel Yoga eine Meditationsform oder auch Kampfkünste, Geh-, Tanz- oder Musik-Meditationen. Für den Alltag am einfachsten umsetzbar ist die passive Meditation, die im stillen Sitzen praktiziert wird, da diese überall und allein durchführbar ist.

Effekte der Meditation

Du wirst nach deinen ersten fünf Minuten Meditation sicherlich noch keine Veränderung bemerken. Doch wenn du regelmäßig übst – ja, auch Meditation erfordert eine Art „Training“ – wirst du im Alltag gelassener, weniger gestresst und konzentrierter sein. Auch deine körperliche Gesundheit kannst du mit Meditation verbessern: Während des Meditierens sinkt der Blutdruck, Atem und Herz gehen langsamer, der Stoffwechsel beruhigt sich. Diese Effekte übertragen sich bei regelmäßigen Meditationen in den Alltag.
Anna Brüning

von

Mit guter Musik auf den Ohren am Wasser entlang joggen – der perfekte Ausgleich zum Alltag. Ich liebe es, aktiv zu sein, gesund zu leben und, na klar, darüber zu schreiben.

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