Die Schwarze Liste

Klimawandel: Diese Länder machen euch krank!

Die Auswirkungen des Klimawandels machen jetzt schon einige Länder zu Hochrisikozonen für die Gesundheit. Und das ist erst der Anfang ...

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Klimawandel – die versteckte Gefahr. Schon jetzt sind damit erhebliche Gesundheitsrisiken verbunden.

Nein, vom Ozonloch wollen wir heute nichts wissen. Denn das hat entgegen eingängiger Meinung nichts mit dem Klimawandel zu tun. Der Klimawandel wird verursacht durch den massiven Ausstoß von Treibhausgasen wie z.B. Kohlendioxid (CO2). Das hat zur Folge, dass es jedes Jahr ein bisschen wärmer wird – überall auf der Welt. Fühlbar ist das für uns nicht. Wir wundern uns nur, warum es anscheinlich immer mehr Hitzewellen, Starkregen, Taifune und Infektionskrankheiten gibt. Und das ist nicht nur ein Gefühl. Einige Länder haben bereits schwer mit den Auswirkungen des Klimawandels zu kämpfen. Schlimm für die Einwohner. Als Urlauber solcher Regionen sollte man sich bewusst machen, dass man auf Reisen schnurstraks auf eine Katastrophe zusteuern kann ...

Klimawandel wird langsam spürbar

Die Länder der dritten Welt sind besonders vom Klimawandel betroffen. Als hätten die mit Bürgerkriegen, Armut und Globalisierung nicht ohnehin genug, um das sie sich Sorgen machen müssten. Nun kommen auch noch Dürren, Wirbelstürme, Überflutungen und Parasiten dazu. Bangladesch ist hier ein Paradebeispiel dafür, wie sehr ein einzelnes Land vom Klimawandel betroffen sein kann. Reisende sollten zumindest die Monsunzeit zwischen April und Oktober meiden – außer man ist großer Fan von Wasser – viel Wasser. In Bangladesch gibt es in der Zeit oft Überflutungen. Auch Wirbelstürme sind nicht unüblich. Haiti verzeichnet dagegen eine stetig ansteigende Zahl von Hurrikanen. Beiden Ländern wird durch den steigenden Meeresspiegel im wahrsten Sinne des Wortes das Land abgegraben. Die Philippinen bringen es auf 20 Taifune im Jahr. Über 6.000 Menschen starben beim Taifun Haiyan, der 2013 wütete.

Galerie: Schwarze Liste: Wo reisen die Gesundheit gefährdet

Klimawandel fördert das Infektionsrisiko

Noch zählen Naturkatastrophen nicht zu den größten Reiserisiken. Viel schlimmer sind da die unsichtbaren Auswirkungen des Klimawandels: Infektionen. Die steigenden Temperaturen begünstigen die Verbreitung von Bakterien und Viren. Überträger wie Moskitos und Zecken breiten sich immer weiter nördlich aus und gehen länger auf die Pirsch. Zecken tragen die Borreliose-Bakterien in sich, die zu gefährlichen Infektionskrankheiten führen können. Auch Vibrio vulnificus ist wieder auf dem Vormarsch. Das Bakerium kann tödlich sein und machte in den USA wiederholt Schlagzeilen. Und natürlich profitieren auch Salmonellen von warmen Wintern und erhöhten Temperaturen. Zudem explodiert die Zahl der multirestistenten Keime in den Produktionshochburgen für Antibiotika in Indien dramatisch.

No-Go-Areas für Reisende?

Im Gegensatz zu Kriegsgebieten und Epidemiezonen gibt es noch kein Land, dass allein durch die Auswirkungen des Klimawandels nicht bereisbar wäre. Dennoch sollte man sich der lauernden Gefahren bewusst sein. Infektionen, Herz-Kreislaufprobleme, Lungenbeschwerden oder eben auch Naturkatastrophen sind unmittelbare Risiken einer Reise in betroffene Länder. In Australien wartet extreme Hitze, in China eine Luft, die sich teilweise kaum atmen lässt. Niemand will euch die Reise an die große Mauer ausreden. Aber vielleicht solltet ihr euch für Peking eine Atemmaske organisieren. Und: Die Reiseimpfungen nicht vergessen!

Buch: Was kriecht und krabbelt in den Tropen – Plagegeister und Gifttiere

Anja Schmidt

von

Redakteurin Connected World. Die 156 Apps auf meinem Smartphone nutze ich wirklich. Meine Schwäche: Gadgets und smarte Technik.