Mineralstoff Kalium

Kaliummangel-Symptome: So schützen Sie sich

Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schwäche und Lähmungen, auch Kopf- oder Bauchschmerzen sowie Verstopfung sind mögliche Symptome für Kaliummangel. Beugen Sie vor.

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Kaliummangel-Symptome

Kohl darf öfter auf den Speiseplan. Er enthält jede Menge Kalium.

Kalium ist unverzichtbar für den Zellstoffwechsel und beeinflusst den Wasser- sowie den Säure-Basen-Haushalt und die Gewebespannung. Der Mineralstoff sorgt für die Weiterleitung von Impulsen an Nerven und Muskeln. Besonders wichtig ist Kalium für die Steuerung der Herzmuskelzellen. Außerdem braucht der Körper Kalium zur Gewinnung von Energie aus Kohlenhydraten. Weil Kalium so vielfältige Funktionen für den Flüssigkeitshaushalt, für das Magen-Darm-System und für Nerven und Muskeln erfüllt, macht sich ein Mangel in ganz unterschiedlichen Symptomen bemerkbar.

Wie erkenne ich Kaliummangel?

Kaliummangel äußert sich möglicherweise in vielfältigen Beschwerden: Erschöpfungszustände und Antriebslosigkeit, Schwindel und Schwächeanfälle, Druck im Magen oder Darm sowie Verstopfung bis hin zu Blutdruck-Entgleisungen und Herzrhythmusstörungen. Derartige Symptome erfordern ärztliche Abklärung. Ein Test bringt Klarheit über möglichen Kaliummangel. Normal ist eine Kaliumkonzentration im Blut von 3,6 bis 5,4 mmol/Liter. Körperliche Symptome zeigen sich meist bei weniger als 3,2 mmol Kalium pro Liter, deutlich weniger ist sogar lebensbedrohlich.

Ursachen für Kaliummangel

Über eine ausgewogene Ernährung nehmen wir normalerweise ausreichend Kalium auf und scheiden den Überschuss wieder aus. Kaliummangel entsteht durch Fehlernährung oder durch Krankheiten, die den Flüssigkeitshaushalt oder die Kaliumaufnahme aus dem Darm beeinträchtigen. Mangel entsteht aber auch dann, wenn der Mineralstoff den Darm verlässt, bevor der Körper ihn aufnimmt. Die typischen Ursachen für Kaliummangel:
  • größere Flüssigkeitsverluste durch anhaltende Durchfälle, Erbrechen oder starkes Schwitzen
  • Einnahme entwässernder, harntreibender Medikamente (Diuretika)
  • im Einzelfall Einnahme von Herzmedikamenten mit Wirkstoff Digitalis
  • regelmäßige Einnahme von Abführmitteln, Fisteln im Darm
  • Nierenerkrankungen und Überfunktion der Nebennieren, z.B. Conn-Syndrom oder Gitelman-Syndrom
  • Hormonstörungen
  • Diabetes mellitus mit Insulinpflicht
  • Fehlernährung ,etwa aufgrund von Essstörungen wie Anorexie oder Bulimie sowie Alkoholabhängigkeit, und zu geringe Flüssigkeitsaufnahme – v.a. bei älteren Menschen oder Sportlern
Manchmal geht Magnesiummangel mit Kaliummangel einher. Eine Studie berichtet von Kaliummangel als Folge übermäßigen Cola-Konsums (regelmäßig über 2 Liter/Tag).

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Welche Lebensmittel schützen vor Kaliummangel?

Der Schutz vor Bluthochdruck und Schlaganfall durch Kalium wirkt bei einer Aufnahme von 3.700 bis 4.300 mg pro Tag. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsenen etwa 4.000 mg pro Tag zu sich zu nehmen, stillenden Frauen wegen des erhöhten Bedarfs 4.400 mg. Normalerweise reicht eine ausgewogene Ernährung mit frischer Kost, um einem Kaliummangel vorzubeugen. Wichtig ist auch, ausreichend zu trinken. Mit Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen und Kräutertees nehmen Sie natürliche Mineralstoffe und Elektrolyte zu sich.

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Diese Lebensmittel enthalten besonders viel Kalium:
  • Gemüse – insbesondere Kohlgemüse, grüne Gemüse, Karotten, Kohlrabi, Sellerie, Tomaten
  • Bananen, Kiwi, Datteln
  • Aprikosen, Himbeeren, Rhabarber
  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Kichererbsen
  • Kartoffeln
  • Pilze
  • Vollkorn-Produkte, besonders von Dinkel, Roggen, Buchweizen
  • Nüsse
  • Trockenfrüchte
Da sich durch langes Kochen im Wasser das Kalium löst, blanchieren Sie Gemüse besser nur kurz oder verwerten Sie das Kochwasser, zum Beispiel für eine Suppe.
Falls Sie krankheitsbedingt unter einem Kaliummangel leiden, helfen möglicherweise Kalium-Tabletten oder Kalium-Spritzen. Darüber sprechen Sie jedoch am besten mit Ihrem Arzt.