Cabrio-Saison

Oben ohne fahren, Hautkrebs vorbeugen

Cabrios haben jetzt ihren großen Auftritt. Doch so schön Offen-Fahren ist: Neben Erkältung und Sonnenbrand drohen Augenentzündungen und Hautkrebs.

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Sonnenschutz im Cabrio

Versierte Cabrio-Fahrer nutzen Cremes mit hohem Sonnenschutzfaktor, tragen Hut, Schal und Sonnenbrille.

Im offenen Auto durch die Landschaft brausen, den Fahrtwind spüren, die Sonne genießen. Das bedeutet für viele die große Freiheit. Leider heißt es aber auch in diesem Fall: Wo Licht ist, fällt Schatten. Wer oben ohne fährt, muss sich schützen, damit er nicht einen hohen gesundheitlichen Preis für das Vergnügen bezahlt. Weht der Fahrtwind um die Nase und kühlt den Kopf, dann spüren Cabrio-Insassen keine Sonne auf der Haut, auch wenn sie noch so erbarmungslos herabsticht. Vor allem Menschen mit feinem oder schütterem Haupthaar riskieren einen deftigen Sonnenbrand auf dem Kopf. Deshalb heißt die Cabriofahrer-Regel Nummer eins: Immer eine Kopfbedeckung tragen.

Vor Sonnenbrand und Sonnenstich schützen

Am besten helfen Mütze, Hut oder Kappe mit integriertem UV-Schutz. Die Kopfbedeckung bewahrt nicht nur vor dem Sonnenbrand, sondern auch vor dem unangenehmen Sonnenstich, der den Abend und die Nacht nach der Ausfahrt verderben kann. Zudem sollten Oben-ohne-Fahrer alle unbekleideten Körperstellen mit hohem Lichtschutzfaktor großzügig eincremen. Dabei vor allem die Sonnenterrassen wie Nase, Ohren, Nacken, Dekolleté berücksichtigen und die Hände nicht vergessen. Besser noch ist es, die Haut zusätzlich mit einem Schal oder langen Ärmeln abzuschirmen.

Galerie: Schutz vor zu viel Sonne und Sonnenbrand

Hautkrebs vorbeugen

Jahr für Jahr erkrankt rund eine Viertel Million Deutscher neu an Hautkrebs. Schuld daran ist vor allem die Tatsache, dass viele allzu sorglos mit der Sonne umgehen. Hautkrebs befällt besonders gern den Oberkopf von Männern mit schwindendem Haupthaar oder die Nase. UV-Schutz-Kosmetik bewahrt zwar vor Sonnenbrand, aber nicht vor Hautkrebs. Deshalb gibt die Deutsche Krebshilfe die Empfehlung, sich nicht öfter als 50-mal pro Jahr der Sonne auszusetzen. Dabei zählt nicht nur ein Aufenthalt am Strand als Sonnenbad. Auch wer leicht bekleidet im Biergarten sitzt, muss diese Zeit in seiner UV-Bilanz berücksichtigen.

Entzündungen der Augen verhindern

Sonnenschutz bedeutet nicht nur, das sichtbare Licht zu filtern und dadurch vor Blendung zu schützen. Es bedeutet auch, die Augen gegen die unsichtbare ultraviolette Strahlung abzuschirmen. UV-Strahlung kann bei hoher Intensität schmerzhafte Entzündungen der Netz- und Hornhaut verursachen. Im schlimmsten Fall kann sie das Auge dauerhaft schädigen. Tränen die Augen nach einer Fahrt im Cabrio, sind gerötet und fühlen sich verspannt an, hat man sich einen „Augen-Sonnenbrand“ eingehandelt. Dann unbedingt den Augen ein paar Tage Pause gönnen und die Sonne meiden. Vorbeugen kann eine Sonnenbrille mit gutem UV- und Blendschutz, die womöglich seitlich geschlossen ist, damit der Fahrtwind die Augen nicht zusätzlich reizen kann. Übrigens treffen die UV-Strahlen Haut und Augen auch bei wolkigem Himmel. Also auch dann aufpassen.

Nackenverspannungen vermeiden

Nicht nur ein schickes Accessoire, sondern eine Notwendigkeit: ein Schal, der im Cabrio Hals und Nacken umhüllt. Denn bei hohem Tempo kann der Luftzug sonst die Halsmuskulatur auskühlen, was zu Verspannung und Kopfschmerzen führen kann. Hilfreich ist es, zusätzlich die Scheiben der Seitenfenster hochzukurbeln.

Erkältungen vorbeugen

Kopf und Nacken mit einem Schal oder Tuch zu schützen, bewahrt auch vor den typischen Cabrio-Erkältungen. Viele unterschätzen an heißen Tagen die Gefahr, die von Zugluft durchs offene Fenster ausgeht. Sie kühlt und trocknet die Schleimhäute aus, mit der Folge, dass sie Erkältungsviren schlechter abwehren können.

UV Schutzkleidung