So gelingt die Pollenflucht

Heuschnupfen-Saison: Pollenflugzeiten beachten!

Die Heuschnupfen-Saison ist in vollem Gang: Millionen stachelige Quälgeister sind täglich in Deutschland unterwegs. Doch wann fliegt was in welchen Mengen in der Luft umher? Die Pollenflugzeiten!

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Frau mit Heuschnupfen schnäuzt sich

Triefnase in der Heuschnupfen-Saison: Wie Sie den Pollen am besten aus dem Weg gehen

Frühling und Sommer sind nicht für jeden die pure Freude. Für Menschen mit Allergien geraten steigende Temperaturen zur echten Qual: rote und juckende Augen, dauerndes Niesen, Triefnase und Schnupfen erleben rund 16 Prozent der Frauen und 13 Prozent der Männer in Deutschland als typische Symptome bei einer Pollenallergie. Die Heuschnupfen-Saison beginnt immer früher: Bei warmer Witterung katapultieren Frühblüher wie die Haselnuss schon ab Dezember ihre allergieauslösende Fracht in die Luft, während die Gräser- und Brennnesselpollen oft erst im November Pause machen. Selbst in der kühlen Jahreszeit sind Pollenallergiker also nicht mehr sicher vor den Plagegeistern. Und mit zunehmender Wärme im Frühjahr und Sommer verstärkt sich der Pollenflug weiter. So pustet beispielsweise eine einzelne Roggenähre bis zu vier Millionen Plagegeister in die Atmosphäre. Steht der Wind günstig und ist es trocken und warm, reisen die stachligen Flieger bis zu 200 Kilometer weit.

Galerie: So hilfst du dir selbst bei Heuschnupfen-Kreuzallergien

Wann blüht was? Der Pollenflugkalender hilft Ihnen bei der Pollenflucht!

Wer die Pollenflugzeiten kennt, kurvt leichter um die Pollen von Erle, Hasel, Birke oder Gräsern herum. Doch was fliegt wann? Das ist von Jahr zu Jahr verschieden, weil der Pollenflug von der Witterung, dem Wind und den Temperaturen abhängt. Auch setzen Pflanzen ihre Pollen je nach Saison und Region unterschiedlich frei. So hinkt die Pollenflugsaison zum Beispiel in höheren Lagen meist einige Tage oder Wochen hinterher.
Die häufigsten Auslöser einer Pollenallergie sind Bäume und Gräser, Kräuter wie Beifuß- und Nessel oder Sträucher, etwa die Ambrosia, die als besonders massiver Allergieauslöser gilt. Erle und Hasel laufen meist von Februar bis März zur Höchstform auf, Ahorn, Eibe und Birke im April und Mai, während Weizen und Gräser ab Mai für mehrere Monate richtig loslegen. Die jeweiligen Blütezeiten der Pflanzen sind im Pollenflugkalender der Stiftung Deutscher Pollendienst einzusehen.
Die Stiftung misst den aktuellen Pollenflug an etwa 40 Orten in Deutschland mit Hilfe von „Pollenfallen“ und meldet sie dem Deutschen Wetterdienst. Täglich aktuelle Daten für den Pollenflug in Deutschland finden Sie auf der Webseite des DWD.

Mit Pollen-Apps leichter durch Frühling und Sommer!

Es gibt heute einige Apps, die Patienten mit Heuschnupfen aktuelle Infos zum Pollenflug direkt auf das Smartphone liefern. Eine davon ist die Pollen-App für Allergiker der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Sie sagt den Pollenflug und die Pollenbelastung in der Luft für den jeweiligen Tag für Deutschland, Österreich und Frankreich vorher. Außerdem liefert sie den Pollenflugtrend für die nächsten sieben Tage. Ihren Standort bestimmen Sie anhand der Postleitzahl und gehen so den Pollen leichter aus dem Weg. Die App versendet Push-Nachrichten als Warnung, wenn besonders massiver Pollenflug droht.
Die App beinhaltet einen Allergie-Selbsttest, der Ihnen eine erste Einschätzung gibt, ob Sie unter Heuschnupfen leiden. Dieser ersetzt aber nicht den Besuch beim Arzt! In Ihrem persönlichen Pollentagebuch erstellen sie Ihr individuelles Belastungsprofil anhand der Stärke Ihrer Symptome sowie der aktuellen Einnahme von Medikamenten und gleichen es mit der gemessenen Pollenbelastung in der Luft ab. Sie erstellen ein Diagramm und verschicken es direkt an Ihren behandelnden Arzt.
Durch die Verknüpfung von Pollendaten, Allergiesymptomen und Ihrem Aufenthaltsort erhalten sie eine personalisierte oder allgemeine Vorhersage, welche Symptome Sie in den kommenden drei Tagen vielleicht erwarten. Teil der App ist ein Erinnerungsservice, damit Sie den nächsten Arztbesuch für einen Therapiestart in der neuen Heuschnupfensaison nicht verpassen. Die App gibt es kostenlos für iPhone und Android. Ähnliche Funktionen bietet die App "Husteblume" der Techniker Krankenkasse.

Pollentrend.de – sagen Sie anderen, wo die Pollen fliegen

Im Netzwerk „Pollentrend“ helfen Heuschnupfenpatienten anderen Betroffenen. Sie sagen anderen, an welchem Ort Sie wohnen, welche Pollen gerade bei Ihnen fliegen und wie heftig die Beschwerden wie juckende und rote Augen, Triefnase und Schnupfen zuschlagen. Das Netzwerk, gegründet vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB), arbeitet ganzjährig - im Gegensatz zur Pollenflugvorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD), der seine Pollenflugmessungen meist ab Anfang Oktober einstellt. Nützlich ist das, weil außerhalb der Hauptflugzeiten noch immer Pollen kursieren. So helfen Sie anderen Pollenallergikern, die genauso leiden wie Sie selbst. Je mehr Heuschnupfenmelder täglich aktiv sind, umso umfangreicher und genauer ist die Aussagekraft dieses Netzwerks. Mitmachen ist unbedingt erwünscht unter www.pollentrend.de.
Tipp! Für Allergiker gibt es ein neues Allergieportal des Helmholtz Zentrums München. Der Allergieinformationsdienst bietet Informationen über verschiedenste Allergieformen, auch über Pollenallergie und Heuschnupfen.

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