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Hausmittel bei Halsschmerzen – Diese Mittel wirken

Bevor die chemische Arzneikeule zuschlägt, hat nicht selten Omas Geheimtipp bereits Bazillen und Viren vertrieben. Das Schönste daran: Die meisten Zutaten hast du bereits zu Hause.

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Hausmittel Halsschmerzen
Okay, Gemüse sollte man allgemein möglichst naturbelassen genießen. Als medizinische Komponente darf das Karnickelfutter aber auch schon mal kräftig bearbeitet werden.
Zwiebeln bewähren sich seit jeher als klassische Wickeleinlage. Nein, nicht fürs Baby, sondern für den Hals. Etwa fünf Zwiebeln werden grob gehackt und leicht erwärmt. Die Masse wird danach auf ein Baumwolltuch gestrichen, das ausreichend groß ist, um als Wickel den vorderen Hals zu bedecken. Einfach drüber beugen, anlegen und das Tuch im Nacken schließen. Andere schwören auf gekochte und zerdrückte Kartoffeln oder zimmerwarmen Quark als Auflage. Probieren geht über studieren.

Mach mal Dampf: ätherische Wölkchen

Kopf darüber beugen und ein Handtuch als Abdeckung - das kennst du eventuell noch aus Kindertagen. Da waren Apotheke und Arzt noch längst nicht so bequem erreichbar wie heute. Eltern und Großeltern wussten das gut zu überbrücken. Eine Schüssel mit kochend heißem Wasser und ätherische Zusätze bringen noch heute die Bazillen und Viren zum "Schwitzen". Als Zutaten eignen sich Salbei, Kamille, Thymian und Oregano, die zumeist auf deinem Gewürzbord auf den Einsatz warten. Das Ganze dann zweimal täglich für etwa zehn Minuten unter dem Handtuch einatmen. Das kommt auch der Gesichtshaut zugute. Tipp aus Omas Schatzkistchen: Olbas Tropfen, ein Allheilmittel alter Schule, erhältlich in Drogeriemärkten und der Apotheke. Das Hausmittel bei Halsschmerzen hilft als Dampfbadzusatz gegen Halsschmerzen ebenso wie in Tropfenform auf einem Löffel Zucker, daneben auch bei Magen- und Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und vielen anderen Alltags-Wehwehchen.

Flüssige Hausmittel: Halsschmerzen weichspülen

Auch wenn der Großvater gerne einen medizinischen Effekt vorgeschoben hat, der leckere Selbstgebrannte aus der Vitrine hilft leider nicht gegen Halsweh. Dafür aber in Maßen der altbekannte und süße Mix aus warmer Milch und Honig.
Ingwer ist nicht nur der beste Freund von Sängern und Menschen, die viel reden müssen. Ingwer heilt Halsschmerzen bereits im Anfangsstadium. Die kleine unscheinbare Knolle macht sich nicht nur in asiatischem Essen hervorragend. Sie ist zudem ein brillantes Hausmittel bei Halsschmerzen. Außer als Entzündungshemmer gilt Ingwer als ein natürliches Schmerzmittel und wärmt zugleich. Genieße beim ersten Kratzen stündlich eine Tasse Ingwertee guter Qualität und lasse ihn auch ein wenig mit nach hinten gelegtem Kopf im Rachen wirken.
Rezept für selbst gemachten Ingwertee: Ein kleines Stückchen Ingwer reiben und mit heißem Wasser übergießen. Zehn Minuten ziehen lassen, abseihen, mit Honig süßen und trinken. Leckere Geschmacksvarianten bringen ein TL Süßholzwurzel, drei zerdrückte schwarze Pfefferkörner eine Handvoll klein geschnittener Basilikumblätter, die mit überbrüht werden.
Fans der pikanten Küche finden eventuell Geschmack an Zwiebelsaft. Dazu Zwiebeln klein hacken und mit Honig ansetzen, ziehen lassen und die entstehende Flüssigkeit löffelweise über Stunden einnehmen.
Einen Versuch ist auch das Folgende wert: Dreimal täglich einen Teelöffel Zucker mit etwas Essig beträufeln und schlucken. Die saure Flüssigkeit tötet Bakterien ab. Übrigens: Viele HNO-Ärzte empfehlen, nicht zu gurgeln. Das macht Sinn, denn wer würde schon irgendwelche Flüssigkeiten in andere offene Wunden am Körper schütten.

Fazit: Hausmittel sind bei Halsschmerzen eine gute Alternative

Allgemein gilt - alles ist besser als gar nichts tun. Und der Chemiebaukasten der Pharmaindustrie muss nicht immer sofort zum Einsatz kommen. Ein Versuch mit einem alten Hausmittel bringt fast immer Linderung und schadet nicht. Wärme als Wickel, mit oder ohne Auflage, tut dem gereizten Hals gut. Viel Trinken unterstützt den Abtransport der ungebetenen Gäste im Hals und hält die erkrankten Schleimhäute feucht.
Insbesondere, wenn keine medizinische Hilfe spontan erreichbar ist, oder im Anfangsstadium der Halsschmerzen sind Hausmittel eine gute Wahl. Spätestens nach drei Tagen ohne Besserung solltest du jedoch beim Hausarzt vorstellig werden.

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