Kampf den Quälgeistern

Achtung Fußpilz! So schützen Sie sich

Fußpilz ist eine lästige Angelegenheit. Vor allem Schwimmbäder und Fitnessstudios sind Hochrisikogebiete für eine Ansteckung mit Fußpilz. Wie schützen Sie sich vor den Plagegeistern am Fuß?

Datum:
Frau mit Badelatschen

Badelatschen im Schwimmbad sind ein perfekter Fußpilz-Schutz

Ihre Haut am Fuß schuppt sich, juckt und brennt? Dahinter steckt vielleicht Fußpilz! Auslöser der unangenehmen Symptome sind Fadenpilze. Mit Fußpilz stecken Sie sich überall dort an, wo Menschen viel barfuß laufen und Sie mit infizierten Hautschuppen in Kontakt kommen. Auslöser der Pilzerkrankung sind meist die Fadenpilze Tinea rubrum und Tinea interdigitale, die sich von Mensch zu Mensch übertragen. Über die Zwischenräume der Zehen dringen sie in die Haut ein und breiten sich von dort auf den Fuß, die Fußsohle oder sogar die Nägel aus, wenn Sie die Pilzinfektion nicht behandeln. Schwimmbäder, Gemeinschaftsduschen, die Sauna und Fitnessstudios gelten als Hochrisikogebiete für Fußpilz. So ist die lästige Pilzerkrankung bei Freizeitsportlern keine Seltenheit.

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Fußpilz verschwindet nicht von selbst

Fadenpilze setzen für ihre Verbreitung nicht nur auf den nackten Fußboden, sondern auf kleine Helfer wie Schuhe, Strümpfe oder gemeinsam verwendete Handtücher. Fußpilze sind äußerst widerstandsfähige Gesellen und überleben bei günstigen Bedingungen viele Monate, wenn es feucht und warm ist. Fußpilz verschwindet nicht von selbst! Er ist gut mit pilzabtötenden Mitteln behandelbar, den Antimykotika. Es gibt sie als Cremes oder Salben in der Apotheke. Vor einer Ansteckung schützen Sie sich am besten mit folgenden Tipps!

Badelatschen im Schwimmbad sind ein Muss!

Bei heißen Temperaturen suchen viele die Abkühlung im Schwimmbad. Doch hier lauert Fußpilz besonders gerne, wenn die Besucher barfuß laufen. Wärme und Feuchtigkeit sind Milieus, die Fadenpilze besonders lieben und in denen sie sich gut vermehren. Allerdings ist das Infektionsrisiko nicht überall im Schwimmbad gleich hoch: Geringere Ansteckungsgefahr besteht in chloriertem Beckenwasser oder in der trockenen Umkleidekabine. Höher ist sie dagegen am nassen Beckenrand und in Duschen.
Vor Fußpilz schützen Sie sich am besten, indem Sie im Schwimmbad (und der Sauna!) Badelatschen oder andere Badeschuhe tragen. So verringern Sie die Gefahr, mit Hautschuppen in Kontakt zu kommen, an denen die Fadenpilze haften. Behalten Sie Ihre Schuhe auch an, wenn Sie unter die Dusche gehen. Danach trocknen Sie Ihre Füße und die Zwischenräume der Zehen gut mit einem Handtuch ab.

Gesundes Schuhwerk für gesunde Füße

Gesunde Füße sind ein guter Schutz vor Fußpilz. Achten Sie auf Schuhwerk, das Ihren Füßen gut tut. Verzichten Sie auf zu enge Schuhe, welche die Füße zusammenquetschen. Auch in Schuhen aus Plastik, Turnschuhen oder Sneakers schwitzen die Füße. Weil sich der Fußschweiß staut, entsteht ein äußerst pilzfreundliches Klima, in dem sich die Fadenpilze besonders wohl fühlen. Besser sind atmungsaktive Schuhe aus Leder oder Stoff, in denen die Luft zirkuliert, die gut sitzen, aber Ihren Füßen ausreichend Freiräume bieten. Tragen Sie auch nicht tagelang die gleichen Schuhe, sondern wechseln Sie diese täglich, eventuell auch mehrmals am Tag. Lüften Sie Ihre Schuhe zudem, damit vorhandene Feuchtigkeit verdunstet. Suchen Sie einen trockenen Platz für Ihr Schuhwerk, an dem keine Feuchtigkeit eindringt.
Tipp! Wenn Sie schon an Fußpilz erkrankt sind: Desinfizieren Sie Ihre Schuhe regelmäßig, um den hartnäckigen Fadenpilzen wirksam an den Kragen zu gehen.

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Socken und Strümpfe aus Naturfasern

Wählen Sie Socken und Strümpfe aus Naturfasern, nicht aus Kunststoff. Gut geeignet sind solche aus Baumwolle, die Feuchtigkeit aufnehmen. Denn in synthetischen Materialien schwitzen die Füße und der Fußschweiß staut sich. Die Wärme und die Feuchtigkeit kurbeln wiederum das Pilzwachstum an. Socken und Strümpfe aus Baumwolle vertragen eine Wäsche bei höheren Temperaturen. Mindestens 60 Grad Celsius (besser höher) sind empfehlenswert.
Tipp! Sorgen Sie dafür, dass die Räume zwischen den Zehen trocken bleiben. Legen Sie Stoffstreifen zwischen die Zehen, wenn Sie ein erhöhtes Risiko für Fußpilz haben.

Sauberkeit ist das A und O!

Fußpilz verbreitet sich schnell von Mensch zu Mensch. Wenn in Ihrem Haushalt eine Person Fußpilz erwischt hat, achten Sie besonders auf eine gute Hygiene. Der Betroffene verliert im Haus jede Menge Hautschuppen, an denen Fadenpilze haften. Es ist kaum möglich, um diese herumzukommen, und wenn Sie mit den Hautschuppen in Kontakt geraten, stecken Sie sich schnell mit Fußpilz an. Tragen Sie Schuhe im Haus und im Bad. Benutzen Sie auf keinen Fall das gleiche Handtuch wie ihr pilzinfizierter Angehöriger zum Abtrocknen. Auch um Strümpfe und Schuhe von Menschen mit Fußpilz machen Sie besser einen Bogen, sonst stecken Sie sich leicht mit den lästigen Quälgeistern an.

Handtücher öfters wechseln

Handtücher gehören einmal in der Woche in die Waschmaschine. So haben Pilze und andere Keime weniger Chancen, zu überleben und sich zu vermehren. Angehörige mit Fußpilz verwenden besser ein eigenes Handtuch, um ihre Füße abzutrocknen. Wenn Sie das gleiche Handtuch fürs Gesicht und andere Körperpartien verwenden, übertragen Sie die Fadenpilze schnell auf andere Hautbereiche.

Strümpfe und Schuhe mit Desinfektionsmittel einsprühen

Wenn Sie Kinder oder Partner mit Fußpilz im Haushalt haben, gilt es, Socken, Strümpfe, Strumpfhosen und die Schuhe häufiger zu desinfizieren. Denn über diese Kleidungsstücke verbreiten sich die Fadenpilze leicht. Kaufen Sie ein Desinfektionsmittel, das Pilzen den Garaus macht. Ein Spray gegen Bakterien erzielt keine Wirkung bei Fußpilz.

Antimykotika

Ingrid Müller

von

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